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Leipzig: "Querdenker"-Szene instrumentalisiert Tod von Schüler – krude Gerüchte auf Telegram

Krude Gerüchte auf Telegram  

"Querdenker"-Szene instrumentalisiert Tod von Schüler

17.09.2021, 16:19 Uhr | t-online, ASS

Leipzig: "Querdenker"-Szene instrumentalisiert Tod von Schüler – krude Gerüchte auf Telegram. Eine Person klickt die Telegram-App auf ihrem Smartphone an (Symbolbild): Die Plattform wird auch von "Querdenkern" und anderen Verschwörungsgläubigen genutzt.  (Quelle: imago images/photothek)

Eine Person klickt die Telegram-App auf ihrem Smartphone an (Symbolbild): Die Plattform wird auch von "Querdenkern" und anderen Verschwörungsgläubigen genutzt. (Quelle: photothek/imago images)

Nach dem Tod eines Schülers in Leipzig verbreitet sich auf Telegram das Gerücht über einen möglichen weiteren Todesfall an der Schule, der in Zusammenhang mit einer Corona-Impfung gestellt wird. Belege gibt es nicht. 

Die "Querdenker"-Szene macht sich auf der Plattform Telegram den Tod eines Schülers in Leipzig zunutze, um erneut Stimmung gegen Corona-Impfungen zu machen. Anfang der Woche war nach t-online-Informationen ein Schüler einer Leipziger Schule ums Leben gekommen. 

Am Freitag verbreitete sich auf Telegram daraufhin die Nachricht, dass ein weiterer Schüler an dem Gymnasium kurz drauf im Unterricht kollabiert sei. Auf Telegram heißt es nun, dass völlig unklar sei, ob der Schüler ebenfalls verstarb oder lediglich ohnmächtig wurde.

Der Verfasser der Nachricht bringt den Kollaps mit einer möglichen Corona-Impfung in Verbindung. Belege für die Behauptungen gibt es jedoch keine: Der Polizei war von dem Zwischenfall an der Schule zunächst nichts bekannt, wie ein Polizeisprecher gegenüber t-online erklärte. Die Schule wollte sich auf t-online-Anfrage am Freitag nicht äußern. 

Post über Leipziger Schule geht viral

Den Gerüchten nach soll die entsprechende Klasse am Freitag einen Ausflug ins Impfzentrum geplant haben. Alle Schüler hätten sich jedoch krank gemeldet. Möglicherweise hätten sie keine Lust mehr gehabt, sich impfen zu lassen oder stünden unter den Eindrücken des angeblichen Vorfalls, heißt es. 

Alleine das ursprüngliche Posting sahen innerhalb weniger Stunden mehr als 120.000 Menschen. Die Nachricht wurde aber auch in anderen Nachrichten aufgegriffen und verbreitet.

Immer wieder verbreiten "Querdenker" und andere Verschwörungsgläubige Falschinformationen in den sozialen Medien. Erst am Donnerstag hatte Facebook Dutzende Konten und Gruppen auf seinen Plattformen gelöscht, die der Internetkonzern der umstrittenen Querdenker-Bewegung zuordnet. Die Aktion richtete sich gegen "Querdenker" auf Facebook selbst und Instagram. Ende Mai hatte bereits die Video-Plattform Youtube den Kanal "Querdenken 711" gelöscht.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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