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Sachsen vernichtet Zehntausende Corona-Impfdosen: Nachfrage massiv eingebrochen


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Sachsen vernichtet Zehntausende Impfdosen

Von dpa, mtt

10.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Fläschchen mit Impfstoff (Symbolbild): In Sachsen wurde insbesondere viel Moderna weggeworfen.
Fläschchen mit Impfstoff (Symbolbild): In Sachsen wurde insbesondere viel Moderna weggeworfen. (Quelle: Lobeca/imago-images-bilder)
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Der Freistaat Sachsen ist bekannt als das Bundesland der Impfmuffel. Seit Dezember ist die Nachfrage sogar noch zurückgegangen. Konsequenz: Im Januar wurden mindestens 40.000 Impfdosen weggeschmissen.

In der Impftabelle der Bundesländer rangiert Sachsen nach wie vor ganz hinten: Rund 35 Prozent der Einwohner haben sich bisher noch nicht einmal den ersten Piks abgeholt, geboostert sind erst 45 Prozent.

Und die Impfbereitschaft nimmt auch nach dem im Dezember beschlossenen Gesetz zur Impfpflicht für Pflegekräfte und Mitarbeiter des Gesundheitssystems nicht zu. Im Gegenteil: Seit Weihnachten sei die Nachfrage nach Impfungen sogar massiv eingebrochen, teilte das Sozialministerium jetzt auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Die meisten abgelaufenen Impfdosen waren von Moderna

Demnach sei das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen gezwungen gewesen, im Januar rund 40.000 Impfdosen wegzuwerfen. Das habe man anders erwartet, sodass mehr Impfstoff bestellt worden war, als genutzt werden konnte.

Bei den Impfstoffen, die wegen des Ablaufs der Haltbarkeit vernichtet werden mussten, handelte es sich laut Sozialministerium um rund 38.000 Dosen Moderna, rund 1.000 Dosen Biontech und 100 Dosen Johnson & Johnson. "Es gestaltet sich als Herausforderung, Bedarf und damit Bestellung und tatsächliche Nachfrage immer auszutarieren", so das Ministerium.

Möglicherweise wurde noch mehr Impfstoff vernichtet

Das DRK ist in Sachsen für die staatlichen Impfangebote zuständig. Ob in Krankenhäusern, Arztpraxen oder in kommunalen Impfstellen noch weiterer Impfstoff vernichtet werden musste, konnte das Ministerium nicht sagen. Allerdings fungiere das DRK auch als Auffangstation und habe mehrere Tausend Impfdosen von Krankenhäusern oder Landkreisen übernommen, die diese nicht verabreichen konnten.

Dass vor allem Moderna-Impfstoff betroffen war, liege an der unterschiedlichen Logistik. Moderna müsse mit zwei Wochen Vorlauf bestellt und binnen vier Wochen verbraucht werden. Biontech werde immer noch zentral ausgegeben und tiefgekühlt. Der Impfstoff werde immer erst zwei Tage vor Auslieferung aufgetaut. Daher könne man bei Biontech kurzfristiger auf eine veränderte Nachfrage reagieren.

100.000 Pflege- und Gesundheitsmitarbeiter noch immer ungeimpft

Erst am Dienstag hatte Sachsen verkündet, die Vorbereitungen für die sogenannte einrichtungsbezogene Corona-Impfpflicht vorerst zu stoppen. Begründung war, dass von insgesamt 300.000 Mitarbeitern im medizinischen und pflegerischen Bereich nach wie vor rund 100.000 Menschen nicht geimpft sind. Insbesondere mit Blick auf die Versorgungssicherheit sehe Sachsen die Teil-Impfpflicht daher sehr kritisch, hatte Regierungssprecher Ralph Schreiber gesagt.

Bereits zuvor hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) auf das Problem aufmerksam gemacht. Neben Einrichtungen mit hoher Impfquote wie etwa der Uniklinik Leipzig gebe es auch Einrichtungen, bei denen das Personal eine sehr niedrige Impfquote habe.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
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