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Laumann sieht Fortschritte bei Angebot für Booster-Impfungen

Münster  

Laumann sieht Fortschritte bei Angebot für Booster-Impfungen

18.11.2021, 12:15 Uhr | dpa

Laumann sieht Fortschritte bei Angebot für Booster-Impfungen. Gesundheitsminister Laumann

Karl-Josef Laumann spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht Fortschritte beim Angebot von Auffrischungsimpfungen gegen die Corona-Pandemie. "Wir sind damit ziemlich weit. Wir haben eine klare Vereinbarung mit der kassenärztlichen Vereinigung, dass die Kapazitäten im Regelsystem - das sind die niedergelassenen Ärzte - so aufgebaut werden, dass die Woche sich rund 600.000 Menschen impfen können", sagte Laumann am Donnerstag im WDR.

Zusätzlich müssten die kleineren dezentralen Impfangebote in den Kommunen so angelegt werden, dass sie wöchentlich 250.000 Menschen impfen könnten. "Dann schaffen wir auch, jede Woche die zu impfen, wo die Zweitimpfung sechs Monate her ist", sagte Laumann. Die Kosten für die kommunalen Impfzentren würden komplett von Land und Bund übernommen. Das gelte auch für Impfbusangebote der örtlichen Gesundheitsämter.

Zuvor hatte der Chef des NRW-Hausärzteverbandes, Oliver Funken, in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag) die Erwartungen der Impfwilligen gedämpft. "Natürlich wird es jetzt erneut einen Ansturm geben", sagte Funken in dem Interview. Teilweise seien in Praxen schon bis Februar keine Impftermine mehr zu bekommen. "Da die Impfstoff-Mengen in den Praxen erst im Juni/Juli ausreichend zur Verfügung standen, sind die meisten Termine für die Booster-Impfung auch erst von Januar bis März 2022. Darauf bereiten wir uns in den Praxen vor", so Funken.

Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KV), betonte in einem Pressegespräch am Donnerstag, dass allein die Booster-Impfung die vierte Welle nicht brechen werde. "Uns stehen intensive Wochen bevor, die sich bis ins neue Jahr hineinziehen werden. Es wird bis zum Frühjahr dauern, es wird seine Zeit brauchen", sagte Bergmann. Er beklagte massiven Druck durch Patienten, die Impftermine zum Teil mit Beschimpfungen und Bedrohungen der Praxisteams einfordern würden.

Eine erneute Priorisierung der Impfwilligen wie zu Beginn bei den Erstimpfungen lehnte Laumann ab. "Ich persönlich bin nicht dafür, dass wir eine Priorisierung machen", sagte der NRW-Minister. Stattdessen sollte der Zeitabstand von sechs Monaten nach der letzten Impfung eingehalten werden. "Dann verteilt sich das ja automatisch so wie wir damals geimpft haben." Bei der Sechs-Monats-Richtzeit komme es natürlich nicht auf einen Tag an. Auch wenn Menschen etwas eher kämen, sollten sie nicht abgewiesen werden.

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