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Nürnberg: Fleischerei lästert über Maskenpflicht – das hat Folgen

"Herr Söders Kasperletheater"  

Anti-Masken-Aushang von Fleischerei sorgt für Aufsehen

30.04.2020, 10:50 Uhr | dpa

Nürnberg: Fleischerei lästert über Maskenpflicht – das hat Folgen. Fleischwaren liegen in einer Theke: In Nürnberg hat eine Fleischerei wegen eines Aushangs viel Aufsehen bekommen. (Quelle: dpa/Symbolbild/Christophe Gateau)

Fleischwaren liegen in einer Theke: In Nürnberg hat eine Fleischerei wegen eines Aushangs viel Aufsehen bekommen. (Quelle: Symbolbild/Christophe Gateau/dpa)

Eine Fleischerei in Nürnberg hat mit einem Aushang gegen die Maskenpflicht für Aufsehen im Netz gesorgt – und daraufhin Besuch von der Polizei bekommen. 

Die Fleischerei von Frank Kraft in Nürnberg beliefert eigentlich Großkunden, auf telefonische Bestellung können aber auch Privatkunden dort Fleisch abholen. Für diese hatte Kraft einen Zettel mit folgenden Hinweis aufgehängt: "Achtung bei uns findet keine Vorstellung von Herrn Söders Kasperletheater statt. Sollten Sie uns unbedingt mit Masken sehen wollen kommen sie im Fasching wieder." Wer zu einer Risikogruppe gehöre, solle ab Montag nicht mehr bei ihm einkaufen.

Aushang geht viral

Ein Foto von dem Aushang machte daraufhin bei Facebook die Runde. Seitdem stehe bei ihm das Telefon nicht mehr still, sagte Kraft. Rund 500 E-Mails habe er bisher erhalten. "Dass das so durch die Decke geht, hat mich sehr überrascht." Auch Besuch von der Polizei habe er bekommen. 

"Die haben uns an die 5.000 Euro Bußgeld erinnert und mit einer Strafanzeige gedroht", sagte der Inhaber. Den Ausgang an der Tür habe er deshalb abgehängt. Seine Angestellten würden nun den vorgeschriebenen Gesichtsschutz tragen.

Dabei sei Aufmerksamkeit zu erregen gar nicht sein Ziel gewesen. "Ich halte nichts von der Maskengeschichte. Das ist meine persönliche Überzeugung," so Kraft. Die Corona-Krise nehme er aber sehr ernst, betont er. In dem Unternehmen hielten alle den notwendigen Abstand zueinander ein.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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