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Absurder Protest: 200 "Querdenker" demonstrieren für Michael Ballweg


Absurder Protest

Von dpa, mtt

Aktualisiert am 15.08.2022Lesedauer: 2 Min.
"Querdenker" in Stuttgart: Die Demonstranten fordern Ballwegs Freilassung.Vergrößern des Bildes"Querdenker" in Stuttgart: Die Demonstranten fordern Ballwegs Freilassung. (Quelle: Werner/7aktuell)
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Rund 200 Menschen fordern die Freilassung des inhaftierten "Querdenken"-Gründers Michael Ballweg. Jenes Mannes, der sie um viel Geld betrogen haben soll.

Die Demonstranten in Stuttgart-Stammheim glauben fest an die Unschuld ihres Idols: Vor der Justizvollzugsanstalt, in der "Querdenken"-Gründer Michael Ballweg derzeit in U-Haft sitzt, haben sich am Montag rund 200 Menschen versammelt, um den prominenten Kritiker der Corona-Maßnahmen zu unterstützen.

"Freiheit für M. Ballweg", hat einer der Demonstranten auf ein mitgebrachtes Schild geschrieben. Auf anderen Plakaten haben Dutzende Unterstützer ihre Unterschrift hinterlassen.

Haftprüfungstermin am Montag: Besteht weiter Fluchtgefahr?

An diesem Montag hoffen sie, ihr erstes Ziel zu erreichen: die Entlassung Ballwegs aus der U-Haft. Am Nachmittag gebe es einen Haftprüfungstermin, sagte Ballwegs Anwalt Alexander Christ der Deutschen Presse-Agentur. Ein Sprecher des Amtsgerichts Stuttgart bestätigte das.

Dabei solle geprüft werden, ob der dringende Tatverdacht und die Fluchtgefahr weiterhin bestehen, sagte Christ, der innerhalb eines Teams aus Anwälten die Medienarbeit übernommen hat. Sie seien zuversichtlich, dass der 47-Jährige nach der Haftprüfung auf freien Fuß komme.

Es geht um Betrug in Höhe von 640.000 Euro

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Betrugs und Geldwäsche gegen Ballweg. Dieser sitzt seit dem 29. Juni wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Bei einer Durchsuchung bei ihm hatten sich den Ermittlern zufolge konkrete Anhaltspunkte dafür ergeben, dass sich Ballweg mit ergaunertem Geld ins Ausland habe absetzen wollen.

Nach Angaben aus Justizkreisen besteht der Verdacht des Betruges in Höhe von rund 640.000 Euro sowie der Geldwäsche in Höhe von rund 430.000 Euro. Ballweg soll eingeworbene Zuwendungen zweckwidrig für sich selbst verwendet haben.

Die mutmaßlichen Opfer sind seine eigenen Anhänger: Bei seinen Aufrufen für Schenkungen soll Ballweg sie über die beabsichtigte Verwendung getäuscht haben. Mehr zu den Vorwürfen und Ballwegs Festnahme lesen Sie hier.

Die gegen Ballweg vorgebrachten Verdachtsmomente seien durch keinen aus der Ermittlungsakte ersichtlichen Umstand gedeckt, befinden hingegen seine Anwälte. Die "Querdenken"-Bewegung hat sich im Zuge der Corona-Pandemie von Stuttgart aus in vielen deutschen Städten formiert. Die Anhänger demonstrieren immer wieder öffentlich gegen die politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet wegen verfassungsfeindlicher Ansichten, Verschwörungsideologien und antisemitischen Tendenzen.

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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