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Silvester: Kretschmann schießt gegen Berlin und lehnt Böllerverbot ab


Spitze gegen Berlin
Kretschmann: "Es kommen halt solche Dinge an Silvester vor"

Von dpa, mics

Aktualisiert am 11.01.2023Lesedauer: 1 Min.
Winfried Kretschmann (Grüne)Vergrößern des BildesWinfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen): Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg springt Innenminister Thomas Strobl (CDU) zur Seite. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Baden-Württembergs Innenminister sorgt für Wirbel: Thomas Strobl will ein "ganz normales Silvester" erlebt haben. Winfried Kretschmann sieht das ähnlich.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die umstrittene Aussage seines Innenministers Thomas Strobl (CDU) zur Silvesternacht in Baden-Württemberg verteidigt. Der Innenminister hatte den Jahreswechsel als "ganz normales Silvester" bezeichnet, trotz mehrerer Angriffe mit Silvesterraketen auf Einsatzkräfte auch im Südwesten.

"Es kommen halt solche Dinge an Silvester vor", sagte Kretschmann am Dienstag. Strobl habe damit gemeint, dass in Baden-Württemberg keine solch dramatischen Vorgänge wie in Berlin stattgefunden hätten. Verglichen mit Berlin sei die Lage in Baden-Württemberg gut, bestätigte Kretschmann. Um die Geschehnisse an Silvester aufzuarbeiten, hat Innenminister Strobl Rettungskräfte und Polizeibeamte zu einem Gespräch eingeladen, das noch in diesem Monat stattfinden soll.

Kretschmann lehnt Böllerverbot ab

Ein Böllerverbot als Mittel gegen Randalen lehnt Kretschmann ab. Dass Feuerwerk missbraucht werde, könne man nicht als Maßstab für ein Böllerverbot nehmen, sagte er. "Für und gegen Feuerwerke gibt es sehr, sehr viele Argumente. Das muss jeder für sich entscheiden." Menschen, die sachgerecht mit Knallkörpern umgehen, dürfe man dem Ministerpräsidenten zufolge nicht für Vergehen anderer bestrafen.

Bei der Tätersuche warnte Kretschmann vor Pauschalisierungen. "Man muss wissen, wer die Täter sind", betonte er. Jedoch dürfe man keine Pauschalurteile fällen, ohne die wirklichen Gründe und die sozialen Milieus hinter den Tätern zu untersuchen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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