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Rottenburg-Stuttgart: "Maria 2.0" sucht mit Stellenanzeige nach Bischöfin


Frauenbewegung sucht nach Bischöfin für vakante Stelle

Von t-online, son

06.12.2023Lesedauer: 2 Min.
75. Geburtstag und Verabschiedung von Bischof FürstVergrößern des BildesNach dem altersbedingten Rücktritt von Gebhard Fürst ist die Stelle des Bischofs in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unbesetzt. (Quelle: Silas Stein/dpa/dpa-bilder)
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Eine Initiative sorgt mit einer ungewöhnlichen Aktion für Aufsehen. Mit einer Stellenanzeige wird nach einer Bischöfin für die Diözese Rottenburg-Stuttgart gesucht.

Nach dem altersbedingten Rücktritt von Gebhard Fürst steht die Diözöse Rottenburg-Stuttgart derzeit ohne Bischof da. Am Montag hatte Papst Franziskus die Annahme des Rücktrittsgesuchs des 75-Jährigen bekannt gegeben. Auf der Suche nach einem Nachfolger hat sich auch die Initiative "Maria 2.0" eingeschaltet. Mit einer ungewöhnlichen Stellenanzeige.

"Wir suchen eine/einen Bischöfin/Bischof (w/m/d)", heißt es darin. Mit der Aktion wolle die 2019 gegründete Frauenbewegung, die sich unter anderem für den Zugang von Frauen zu den Weihämtern einsetzt, auf die "fehlende Gleichberechtigung von Frauen bei den Ämterbesetzungen" aufmerksam machen. Zunächst hatten das Portal "katholisch.de" sowie der "SWR" darüber berichtet.

Bewerbungen sollen an den Vatikan geschickt werden

Die Bewerberinnen und Bewerber sollten sich gegen Diskriminierung jeglicher Art einsetzen und der katholischen Kirche durch die "lückenlose Aufklärung der Missbrauchsfälle" wieder Glaubwürdigkeit verleihen. Wichtiger als die Orientierung an Kirchengesetzen und Traditionen sei laut "Maria 2.0" die Orientierung am eigenen Gewissen und der Botschaft Jesu, heißt es weiter in der Anzeige.

Geboten bekommen würden die Kandidatinnen und Kandidaten im Gegenzug "ein zukunftsorientiertes Aufgabenfeld" und "Unterstützung durch eine beachtliche Anzahl an Mitchrist*innen mit hohem Umgestaltungspotential". Die Bewerbungen seien – mit Nachweis des aktiven Engagements für Reformen – an den Vatikan zu senden. Dabei würden weibliche Bewerberinnen bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Entscheidung in den kommenden Monaten

Zugleich kritisierte die Initiative "die fehlende Beteiligung von Lai*innen bei der Wahl". Denn wer der neue Bischof der Diözese wird, entscheiden letztendlich ausschließlich Kleriker (Domkapitel und Papst). Daher biete man dem Vatikan von sich aus "Unterstützung bei der Kandidat*innensuche" an.

In den kommenden Tagen wird das Rottenburger Domkapitel nun zunächst einen Diözesanadministrator ernennen, der das Bistum bis zur Wahl eines neuen Bischofs in den kommenden Monaten leiten wird. Zunächst erstellt das Domkapitel eine Liste mit geeigneten Kandidaten, an denen sich der Vatikan orientieren kann. Am Ende schickt Rom dann eine Liste mit drei Namen zurück. Von diesen muss mindestens einer aus Württemberg stammen und dort länger gearbeitet haben.

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