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Staatsanwaltschaft prüft Fan-Video mit rassistischen Parolen


Fußball
Staatsanwaltschaft prüft Fan-Video mit rassistischen Parolen

Von dpa
28.05.2024Lesedauer: 1 Min.
Staatsanwaltschaft StuttgartVergrößern des BildesDie Aufschrift "Staatsanwaltschaft Stuttgart" steht vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft auf einem Briefkasten. (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)
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Ein Video aus Stuttgart wird in sozialen Netzwerken verbreitet. Zu sehen sind Fans des türkischen Fußballclubs Galatasaray. Zu hören: "Ausländer raus"-Rufe. Nun schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein.

In sozialen Medien verbreitet sich ein Video aus Stuttgart, in dem Fans des türkischen Fußballvereins Galatasaray Istanbul augenscheinlich die Parole "Ausländer raus" rufen. Die Staatsanwaltschaft nimmt den Vorgang nun unter die Lupe. "Wir prüfen, ob es zureichend tatsächliche Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten gibt", bestätigte ein Sprecher am Dienstag. Zuvor hatten mehrere Medien über das Video berichtet.

Der auf der Plattform X veröffentlichte Clip zeigt eine große Menge Menschen, unter anderem in Trikots des türkischen Vereins. Wiederholt ist dabei die rassistische Parole "Ausländer raus" zu hören. Inwieweit das Video strafrechtlich relevant ist, konnte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht sagen.

Ayhan Yildiz, Vorstandsvorsitzender des Galatasaray Sport- und Fanclubs e.V. Stuttgart, nannte den Vorfall "beschämend". Er sei selbst vor Ort gewesen an der Königstraße. Seiner Ansicht nach könne hinter den Rufen eine wachsende Feindseligkeit liegen zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen, die erst seit Kurzem in Deutschland lebten. Andere versuchten lediglich mit solchen Sprüchen im Netz aufzufallen, kritisierte er.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Video von Partygästen auf Sylt zu bundesweiter Empörung geführt. Gäste hatten dort rassistische Parolen zur Melodie eines Partyhits gesungen.

Der türkische Titelverteidiger Galatasaray Istanbul hatte am Sonntag am letzten Spieltag der Süper Lig bei Konyaspor mit 3:1 (1:0) gewonnen und damit die Meisterschaft gewonnen. In mehreren Städten wurde gefeiert, unter anderem in Stuttgart.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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