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Geldübergabe am Amtsgericht: Betrüger erbeuten 80.000 Euro

Wolfsburg  

Geldübergabe am Amtsgericht: Betrüger erbeuten 80.000 Euro

27.10.2021, 14:24 Uhr | dpa

Geldübergabe am Amtsgericht: Betrüger erbeuten 80.000 Euro. Blaulicht

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mit einem Schockanruf bei einer 69 Jahre alten Rentnerin aus der Region Hannover haben Betrüger 80.000 Euro erbeutet. Zur Übergabe von je 40.000 Euro lockten die Kriminellen ihr Opfer zweimal an einen seriös erscheinenden Ort, nämlich das Amtsgericht Wolfsburg. Das teilte die dortige Polizei am Mittwoch mit. Ein vermeintlicher Außendienstmitarbeiter habe das Geld in Empfang genommen.

Bei dem Fall vom vergangenen Donnerstag hatten die Telefonbetrüger mit verteilten Rollen agiert. Ein Frau rief bei der 69-Jährigen an und gab sich als ihre Tochter aus. Sie behauptete, sie habe ein kleines Kind totgefahren. Dann meldete sich eine vermeintliche Polizeibeamtin. Sie sagte, die Tochter sei in Untersuchungshaft und könne nur gegen eine Kaution von 80.000 Euro ausgelöst werden.

Die verzweifelte Rentnerin hob bei zwei verschiedenen Banken Geld ab und übergab es beim Amtsgericht. Dann bekam sie einen weiteren Anruf, dass die Entlassungspapiere der Tochter unterzeichnet seien. Wenig später rief die richtige Tochter an, und der Betrug kam ans Licht. Die Polizei warnte davor, solchen Schockanrufen Glauben zu schenken und Geld an fremde Menschen zu übergeben: "Die Polizei ruft niemanden an und drängt auf eine Geldübergabe."

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