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Wuppertal: Gastronomen verzichten oft auf Heizpilze


Wuppertal plant kein Verbot von Heizpilzen

Von Ulrich Brüne

Aktualisiert am 15.01.2020Lesedauer: 2 Min.
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Ein Heizpilz glüht rot: In Wuppertal verwenden nur noch wenige Gastronomen die klimaschädlichen Wärmespender (Symbolbild).
Ein Heizpilz glüht rot: In Wuppertal verwenden nur noch wenige Gastronomen die klimaschädlichen Wärmespender (Symbolbild). (Quelle: imagebroker/imago-images-bilder)
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Heizpilze locken viele Besucher von Cafés und Bars auch im Winter nach draußen. Doch ihre Klimabilanz ist verheerend. Deswegen verzichten viele Gastronomen in Wuppertal auf die Wärmespender.

Viele Besucher von Restaurants und Cafés in Wuppertal sind in den Wintertagen froh über einen Wärmespender in der Außengastronomie. Terrassenstrahler, wie die Heizpilze offiziell heißen, haben vielerorts Hochkonjunktur und so mancher Raucher sitzt nur zu gerne im Freien und lässt sich per Pilz wärmen.

Doch das könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Viele Städte gehen derzeit dazu über, die Wärmespender zu verbieten. Der Grund: Die Klimabilanz. Denn die ist alles andere als umweltfreundlich. Bei regelmäßigem Gebrauch stößt der Heizpilz 3,6 Kilogramm Kohlendioxid pro Stunde aus.

Schädliche Klimabilanz

Wenn der Heizpilz um die 35 Stunden in der Woche läuft, verbraucht er im Jahr bis zu vier Tonnen Kohlendioxid, hat Greenpeace errechnet. Das kommt dem Verbrauch eines Neuwagens mit 20.000 Kilometer Laufleistung gleich oder eines Niedrigenergie-Hauses.

In Wuppertal ist der Klimakiller fast ganz aus dem Stadtbild verschwunden. "Und das ganz ohne Verbotsandrohung", erläutert Stadtsprecherin Martina Eckermann gegenüber t-online.de. In Barmen und auch in Elberfeld haben sich die Interessengemeinschaften mit den Vertretern der Gastronomie zusammengesetzt und nach einer gemeinsamen umweltfreundlichen Lösung gesucht. Man habe erfolgreich auf die Einsicht und den guten Willen der Gastronomen gesetzt, so Eckermann.

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Verband: Wuppertaler Gastronomen achten aufs Klima

Das sieht auch Isabel Hausmann so. "Natürlich ist auch unseren Mitgliedern die Klimaproblematik bewusst", so die stellvertretende Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Nordrhein im Gespräch mit t-online.de. Schon 2011 sei man vor dem Hintergrund einer neuen Satzung für die Außengastronomie in Barmen bereit gewesen, eine Selbstverpflichtung hinsichtlich der Wärmequellen einzugehen.

Dazu sei man auch weiterhin bereit, sollte es zu einer Neuauflage kommen. "Wir kümmern uns nicht nur um das leibliche Wohl unserer Gäste, sondern übernehmen Verantwortung in Sachen Klimaschutz", so Hausmann. Auch in der Gastronomie werde Nachhaltigkeit immer wichtiger. Dabei spiele der Energieverbrauch eine wichtige Rolle. Zudem seien die Gäste umweltbewusster geworden. "Besonders die Jüngeren sind da sehr kritisch."

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit den im Text Genannten
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