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Wuppertal: Stadt will in ehemalige Bahndirektion einziehen

Standort am Döppersberg  

Stadt will in ehemalige Bahndirektion einziehen

29.01.2020, 09:53 Uhr
Wuppertal: Stadt will in ehemalige Bahndirektion einziehen. Das Gebäude der ehemaligen Bundesbahndirektion in Wuppertal: Für die Immobilie gab es über die Jahre zahlreiche Nutzungskonzepte. (Quelle: imago images/Tack/Archivbild)

Das Gebäude der ehemaligen Bundesbahndirektion in Wuppertal: Für die Immobilie gab es über die Jahre zahlreiche Nutzungskonzepte. (Quelle: Tack/Archivbild/imago images)

Die Stadtverwaltung Wuppertal will in die Bundesbahndirektion einziehen und in der schmucken Residenz mehrere Ämter unterbringen. Doch zuvor muss noch eine Bedingung geklärt werden.

Lange war die Zukunft des Gebäudes der ehemaligen Bundesbahndirektion in Wuppertal unklar. Nun will die Stadt in das Gebäude einen Teil ihrer Verwaltung unterbringen. Das haben Oberbürgermeister Andreas Mucke und Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig, zugleich Kämmerer und Personaldezernent, am Dienstag mitgeteilt. Man plane von den 12.000 Quadratmeter Nutzfläche eine Anmietung von rund 6.000 Quadratmeter, heißt es dazu in einer Vorlage an den Rat.

Um das Gebäude hatte es seit Jahren verschiedene Nutzungskonzepte gegeben, die alle gescheitert sind. Der Verwaltung sei es bisher nicht gelungen, ein neues, zukunftsfähiges Raumkonzeptes zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Vor allem aus finanziellen Gründen sei zudem auf den Neubau eines "Bürgerzentrums" verzichtet worden, schreibt Stadtdirektor Slawig dazu in einer Vorlage an den Rat.

Bürgerservice soll verbessert werden

Jetzt aber biete sich "mit der Nutzung der Bundesbahndirektion die Chance, einen wichtigen Beitrag dazu zu leisten, den Bürgerservice deutlich zu verbessern, die Anzahl der Verwaltungsstandorte zu reduzieren und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter*innen zu verbessern", heißt es.

Slawig weiter: "Die Bundesbahndirektion am Döppersberg befindet sich in zentralster Citylage, zeichnet sich durch eine bestmögliche Erreichbarkeit für Individualverkehr sowie vor allem ÖPNV aus und ist daher für die Unterbringung eines zentralen Verwaltungsstandortes optimal geeignet."

Mietkosten sollen eingespart werden

Einziehen in die Residenz am Döppersberg sollen nach Vorstellungen der Stadtspitze Teile des Jugendamtes, des Stadtbetriebes Schulen und das Schulamt für die Stadt Wuppertal und Teile des Sozialamtes. Darüber hinaus das Gesundheitsamt, das Straßenverkehrsamt und der Bezirkssozialdienst Elberfeld. Zudem geht Stadtdirekt Dr. Slawig in seiner Planung davon aus, dass das Jobcenter weitere 4.000 Quadratmeter anmieten wird. "Hierdurch können erhebliche Verbesserungen von Prozessen zwischen Jobcenter und städtischen Dienststellen erreicht werden," hofft Slawig.

893.000 Euro glaubt der Kämmerer durch die Teilumzüge an Mietkosten sparen zu können. Und: Es komme der Verzicht auf Investitionen hinzu, "die ansonsten an mehreren Standorten notwendig wären." Nur: Über die Miete ist man sich wohl mit dem Eigentümer der Immobilie, der Unternehmensgruppe Clees, noch nicht ganz einig.

Verhandlungen laufen noch

"Die Konditionen zur Anmietung der Bundesbahndirektion werden noch im Einzelnen verhandelt", schreibt Slawig an den Rat. Doch scheint man optimistisch, "dass mit dem Eigentümer Einvernehmen über eine marktfähige Miete erreicht werden kann."

Am 17. Februar soll der Rat der Stadt über das Vorhaben entscheiden und einen Grundsatzbeschluss fassen. Danach will man in der Verwaltung mit der Detailplanungen beginnen. Sollte der Stadtrat zustimmen, könnten die Mitarbeiter Ende 2022 zum Döppersberg umziehen, erklärte Stadtdirektor Slawig gegenüber dem WDR.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Ratsvorlage vom 28. Januar 2020

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