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Flutkatastrophe 2021 in Wuppertal: Stadt gibt Fehler bei Warnung zu

Wuppertal gibt Warn-Fehler zu  

"Ältere und Kranke hätten in Sicherheit gebracht werden können"

22.07.2021, 14:10 Uhr | dpa, t-online

Flutkatastrophe 2021 in Wuppertal: Stadt gibt Fehler bei Warnung zu. Blick auf die überflutete Station der Schwebebahn in der Pestalozzistraße über der Wupper am 15. Juli 2021: Nach dem Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen hat Wuppertal eine Bilanz zur Warnung der Bürger gezogen. (Quelle: dpa/Neundorf)

Blick auf die überflutete Station der Schwebebahn in der Pestalozzistraße über der Wupper am 15. Juli 2021: Nach dem Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen hat Wuppertal eine Bilanz zur Warnung der Bürger gezogen. (Quelle: Neundorf/dpa)

In Deutschland ist eine Diskussion darüber entbrannt, ob die Flutkatastrophe durch richtige Warnungen hätte verhindert werden können. Nun gibt die Stadt Wuppertal zu, Fehler gemacht zu haben.

Die Stadt Wuppertal hat Fehler eingeräumt bei der Warnung der Menschen vor dem Hochwasser. "Wir haben neben vielem Positiven auch Fehler, die wir eingestehen müssen", sagte Stadtdirektor Johannes Slawig am Donnerstag.

Wuppertal sei zwar eine der wenigen Städte, die zur Alarmierung auch Sirenen und Lautsprecherdurchsagen eingesetzt hätten, aber die Warnungen seien nicht in allen Stadtgebieten gut gelaufen. "In der Kohlfurt und in Beyenburg hat es diese Alarmierung nicht gegeben, beziehungsweise nicht rechtzeitig gegeben", sagte Slawig.

Nun sollen Sirenen aufgebaut werden

"Damit hätte man sicherlich nicht das Hochwasser verhindern können, aber man hätte es den Bewohnerinnen und Bewohnern ermöglichen können, wichtige Gegenstände aus ihren Häusern herauszubringen oder sich selbst auch, gerade wenn es um Ältere und Kranke geht, in Sicherheit zu bringen."

Aus diesen Fehlern wolle man lernen. Daher sollen in Beyenburg möglichst kurzfristig Sirenen aufgebaut werden, sagte Slawig. Auch eine bessere Messung der Pegel solle möglich werden. "Wir müssen diese Fehler einräumen und wir werden dort besser werden", versprach Slawig.

Ab Freitag soll im stark vom Hochwasser betroffenen Stadtteil Beyenburg auch die Bundeswehr bei den Aufräumarbeiten helfen. Bereits jetzt sei eine unglaubliche Solidarität und Hilfsbereitschaft bei den Menschen in den Gebieten vorhanden. Sachspenden gebe es mittlerweile genug, nun seien vor allem Geldspenden wichtig.

Betroffene sollen Soforthilfen erhalten

"Wenn man fast alles verloren hat, dann möchte man, so gut wie es gemeint ist, nicht auch noch eine gebrauchte Hose haben", sagte ein Sprecher der Stadt. "Sondern dann möchte man zumindest diese Würde behalten, sich selbst auch noch eine neue Hose kaufen zu können."

Um den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Soforthilfen auszuzahlen, sei in Wuppertal alles vorbereitet. Allerdings fehlen nach Angaben der Stadt noch Informationen vom Land, unter anderem das benötigte Antragsformular. Man hoffe, dass man die Anträge am Donnerstagmittag ausgeben könne.

Nach der Flutkatastrophe waren Stimmen von betroffenen Bürgern laut geworden, die mangelnde Warnungen vor dem Hochwasser kritisiert hatten. Auch mangelnde Hilfe in den ersten Tagen nach der Flut hatten einige Bürger betroffener Orte bemängelt. "Der Staat kann keine Krise", war etwa die bittere Bilanz eines Anwalts aus Köln.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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