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Formel 1: Red-Bull-Berater wollte Fahrer mit Coronavirus infizieren lassen

Formel 1 in der Corona-Krise  

Red-Bull-Berater wollte Fahrer infizieren lassen

30.03.2020, 14:48 Uhr | dpa

MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 13: Red Bull motorsport advisor Dr Helmut Marko at The Australian Formula One Grand Prix on (Quelle: Glomex)
Formel-1-Rennstall bestätigt Pläne für "Corona-Camp"

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko hat im Umgang mit der Corona-Krise fragwürdige Pläne für seine Formel-1-Piloten verfolgt. Die Fahrer um Max Verstappen sollten sich demnach für eine schnelle Immunität absichtlich mit dem Virus infizieren. (Quelle: SID exklusiv)

Zur Immunisierung? Der Motorsportberater Helmut Marko plante für die Fahrer des Formel-1-Teams von Red Bull ein "Corona-Camp" .(Quelle: SID exklusiv)


Auch die Königsklasse des Motorsports pausiert in der Corona-Krise. Nun bestätigt Helmut Marko einen umstrittenen Plan bei Red Bull – und die Reaktion der Fahrer darauf.

Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko hat seinem Rennstall in der Corona-Krise einen umstrittenen Vorschlag gemacht. Der 76-jährige Österreicher unterbreitete dem Team die Idee, dass sich die Fahrer absichtlich mit dem Virus infizieren könnten, um sich zu immunisieren. "Wir haben vier Formel 1-Fahrer, wir haben acht oder zehn Junioren, und die Idee war, dass wir ein Camp veranstalten, wo wir geistig, körperlich diese doch etwas tote Zeit überbrücken", sagte Marko bei "ORF1 - Sport am Sonntag". Die Piloten seien "alles junge, starke, in wirklich guter Gesundheit befindliche Männer", die später dann, "wann immer es los geht", für eine "wahrscheinlich sehr harte Weltmeisterschaft" gerüstet gewesen wären.

Auf die Nachfrage, wie die Idee aufgenommen worden sei, antwortete Marko schmunzelnd: "Es ist nicht positiv aufgenommen worden." Red Bull betreibt eine eigene Nachwuchsakademie und verfügt in Alpha Tauri noch über ein Schwesterteam.

Nach der Absage der ersten acht Grand Prix dieser Formel-1-Saison hält Marko eine Verlängerung der Saison bis in den Januar nicht für ausgeschlossen. "Wenn wir einen Weltmeister im Jänner küren, ist das auch in Ordnung. Wir lassen die Testfahren wegfallen, das Chassis bleibt ja gleich, die Reifen bleiben gleich, und die Kosten von einem Test sind ungefähr mit einem Rennen vergleichbar. So gesehen hätten wir mehr Attraktivität bei gleichbleibenden Kosten", meinte er.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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