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Selbst schuld

  • David Digili
Ein Kommentar von David Digili

Aktualisiert am 23.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Leipzig-Trainer Tedesco (li.) und Geschäftsführer Mintzlaff: Ungeliebt.
Leipzig-Trainer Tedesco (li.) und Geschäftsführer Mintzlaff: Ungeliebt. (Quelle: Sportfoto Rudel/imago-images-bilder)
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Die Sachsen gewinnen ihren ersten großen Titel, müssen auf große Glückwünsche aber verzichten. Rasenballsport Leipzig wird von Deutschlands Fußballfans einfach nicht geliebt – und ist dafür selbst verantwortlich.

Das große Echo ist bisher ausgeblieben. Und wird wohl auch nicht kommen. Rasenballsport Leipzig hat ins große Rund gerufen, doch es antwortet niemand. Und Rasenballsport Leipzig ist selbst schuld an seiner Isolation.

Der erste große Titel in der Geschichte eines Klubs ruft üblicherweise Glückwünsche, Schulterklopfen und allerlei Lobhudeleien auch der Konkurrenz hervor. Üblicherweise. Nicht bei den Leipzigern. Der 13 Jahre alte Klub weiß seit Jahren um sein nicht nur bei Fußball-Traditionalisten problematisches Image. Aber tatsächlich tut Leipzig nur wenig, seinem Ruf als Ableger eines österreichischen Energydrink-Herstellers entgegenzuwirken. Einer, der sich eben dadurch auch noch gemütlich in einer Grauzone der 50+1-Regelung bewegt, die eigentlich zu großen Einfluss von Geldgebern auf Vereine verhindern soll.

Der sportliche – und verdiente – Erfolg indes wird zwar nickend anerkannt, auf großen Beifall außerhalb der eigenen Stadt muss man aber seit jeher verzichten. Der geplante Ertrag einer kühl kalkulierten Erfolgsmaschine wirkt nun mal wenig anziehend, geschweige denn sympathisch. Das ist zwar schade für großartige Fußballer wie Christopher Nkunku oder André Silva, weniger aber für den Klub insgesamt.

Akzeptiert ja, geliebt nein

"Gewöhnt Euch dran", stand auf dem Leipziger Twitter-Account nach dem Pokalsieg – und das trifft ungewollt den Kern: Man kokettiert mit dem eigenen Ruf, versucht sich mittlerweile sogar über die Abneigung zu definieren. Eine "Wir gegen alle"-Mentalität eines mit Millionen alimentierten, durchgetakteten Unternehmens. Und es ist so: Fußball-Deutschland lässt Rasenballsport Leipzig über sich ergehen. Mehr nicht. Akzeptiert ja, geschätzt oder gar überregional geliebt nein. Dass bei einem Erfolg der Leipziger in der Europa League Fans vereinsübergreifend gefeiert hätten wie bei Eintracht Frankfurt? Die Sachsen konnten für das Halbfinal-Rückspiel bei den Glasgow Rangers nicht einmal das komplette Kartenkontingent ausschöpfen.

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Stattdessen verlieren sich die Leipziger und ihr umtriebiger Geschäftsführer aus dem Rheinland immer wieder im Klein-Klein. Noch vor dem Pokalfinale verhedderte sich Oliver Mintzlaff in einer skurrilen Auseinandersetzung um einen gemeinsamen Fanschal mit Gegner SC Freiburg, dem sich die Breisgauer verweigert hatten. Der allseits beliebten und weithin untadeligen Mannschaft von Trainer Christian Streich mangele es an Respekt.

Bleibt die Frage, was denn abseits der durchaus starken Leistungen der Leipziger Spieler auf dem Platz Respekt erfordert.

Das Echo wird weiter ausbleiben

Ihr Trainer Domenico Tedesco war sich nach dem – wohlgemerkt gewonnenen – Endspiel in Berlin nicht zu schade, noch direkt nach Spielende mit Schiedsrichter Sascha Stegemann zu diskutieren, als hätte gerade ein nicht erkanntes Abseitstor den Abstieg seiner Mannschaft besiegelt. Und warf danach den Freiburgern "puren Hass" vor. Von der Freiburger Bank kamen beim Platzverweis für Leipzigs Marcel Halstenberg und nach der Partie offenbar hämische Töne. Nicht schön, aber auch nicht unbedingt ein Grund, dem unterlegenen Gegner nach einem Pokalsieg noch eine Standpauke zu erteilen.

Im unbedingten Willen, zu zeigen, dass man nun doch wirklich der Riege der arrivierten Klubs im deutschen Fußball angehört, zeigt Leipzig nur, dass man eben noch nicht dazugehört. Und bekommt so eben auch kein Echo.

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