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Europa League: Schalke 04 zieht gegen PAOK locker ins Achtelfinale ein

Gegen PAOK Saloniki  

Trotz Eigentor: Schalke locker ins Achtelfinale

23.02.2017, 08:31 Uhr | t-online.de , dpa

Europa League: Schalke 04 zieht gegen PAOK locker ins Achtelfinale ein. Hintermann: Der Schalker Alessandro Schöpf (vorne) wird von Giannis Mystakidis von PAOK Saloniki bedrängt. (Quelle: imago/MIS)

Hintermann: Der Schalker Alessandro Schöpf (vorne) wird von Giannis Mystakidis von PAOK Saloniki bedrängt. (Quelle: imago/MIS)

Der FC Schalke 04 hat seine Pflichtaufgabe souverän gemeistert und ist ohne großen Aufwand ins Achtelfinale der Europa League eingezogen. Sechs Tage nach dem 3:0-Sieg bei PAOK Saloniki kamen die Königsblauen im Rückspiel in Gelsenkirchen zu einem 1:1 (1:1) und können sich auf weitere Europapokal-Abende freuen.

Vor 50.619 Zuschauern in der Veltins-Arena brachte der Österreicher Alessandro Schöpf das Team von Trainer Markus Weinzierl in der 23. Spielminute in Führung. Matija Nastasic sorgte nur zwei Minuten später mit einem Eigentor für den Ausgleich der Griechen.

Ärgerlich war für Schalke das Aus von Abwehrmann Naldo, der in der 70. Minute angeschlagen für Holger Badstuber ausgewechselt werden musste. Die erste Diagnose kam auf der Schalke-Homepage: "Der Adduktorenmuskel hat zugemacht".

"Das war nicht überragend, aber ordentlich, was wir heute gespielt haben. Auch die Serie hält an. So sollte es weiter gehen", sagte Torschütze Schöpf. "Jetzt werden wir sehen, wie weit die Reise geht." "Man sieht, wenn man nur mit 80, 90 Prozent spielt, hat man es auch mit diesem Gegner schwer. Wenn wir kompakt stehen, hat der Gegner es schwer, das hat man dann in der zweiten Halbzeit gesehen", sagte Sead Kolasinac bei Sky.

Erwartete Krawalle bleiben erst einmal aus

Die angesichts der Rivalität beider Fanlager befürchteten Krawalle blieben zumindest bis kurz nach dem Spiel bei hoher Polizeipräsenz aus, kleinere Schalker Provokationen wie das Aufhängen der bei den Gästefans verhassten mazedonischen Fahne folgenlos.

Die schwierigste Aufgabe für Schalke-Coach Weinzierl war, nach dem Hinspielvergnügen in Griechenland die Spannung bei seinen Profis hoch zu halten. Seriös sollte Königsblau agieren und tat das auch. Die angekündigte Rotation brachte fünf neue Akteure ins Spiel, darunter in Klaas Jan Huntelaar und Eric Maxim Choupo-Moting einen komplett neuformierten Sturm.

Die erste Chance hatte aber Abwehrhüne Naldo (21.). Der Kopfball des Brasilianers wurde von Gästeschlussmann Panagiotis Glykos artistisch pariert. Zwei Minuten später war der Torwart machtlos. Nach feinem Diagonalpass von Choupo-Moting war Schöpf im Strafraum völlig frei. Der österreichische Nationalspieler schob problemlos zu seinem ersten Europapokaltor für Schalke ein.

Eigentor bringt PAOK zurück ins Spiel

PAOK gab sich keinesfalls auf und zwang Schalke somit zu höchster Konzentration. Die fehlte kurz nach dem Führungstor bei Schöpf, der auf der rechten Außenbahn zu passiv verteidigte. Nach Flanke des agilen Ioannis Mystakidis bugsierte der für Badstuber in die Startelf rotierte Nastasic den Ball ins Schalker Tor. Weinzierl schaute leicht bedröppelt. Sorgen machen musste er sich aber nicht. Saloniki wollte sicherlich mehr, doch ein seriöser Testspielmodus reichte, um mit dem Remis in die Halbzeit zu gehen.

Wer eine andere Dramaturgie in der zweiten Halbzeit erwartet hätte, bekam verständlichen Schalker Fußball-Pragmatismus als Antwort. Die Griechen hatten längst eingesehen, dass sie ihr Wunder nicht schaffen würden. S04 spulte sein Programm locker herunter.

Abwehrchef Benedikt Höwedes (56.) traute sich einmal nach vorne und kam gegen den Glykos einen Schritt zu spät. Nabil Bentaleb (83.) verzog in aussichtsreicher Position. Der kurz darauf für den Algerier eingewechselte Thilo Kehrer (85.) kam dem Siegtreffer noch am nächsten, doch ein PAOK-Verteidiger klärte noch vor der Torlinie.

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