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WM 2018 – Gruppe D: Nutzt Island Argentiniens größten Nachteil?


"Wichtigstes Spiel der Geschichte"  

Nutzt Island Argentiniens größten Nachteil?

Aus Moskau berichtet Benjamin Zurmühl

16.06.2018, 11:01 Uhr
t-online.de-Reporter auf der Pressekonferenz vor Islands WM-Debüt (Quelle: Imago)
Gut gelaunt: Sprüche-Festival von Island-Trainer

WM-Debüt: Mit einem Sprüche-Festival zeigt sich Islands Trainer vor dem ersten Gruppenspiel bestens gelaunt, meint t-online.de-Reporter Benjamin Zurmühl vor Ort. (Quelle: t-online.de)

Hingeworfen: Mit einem Sprüche-Festival zeigte sich Islands Trainer bei der WM noch bestens gelaunt. (Quelle: t-online.de)


Bei der EM schaffte es Island sensationell ins Viertelfinale. Zwei Jahre später steht der Fußball-Zwerg auf der ganz großen Fußballbühne und zeigt dabei eine breite Brust.

Europäische Fußball-Fans waren nach den Leistungen der Isländer bei der EM 2016 wohl kaum überrascht, dass sie sich auch für die WM qualifizierten. Dabei kann man nicht oft genug betonen, dass das eine absolute Meisterleistung ist. Schließlich leben in Island ungefähr so viele Menschen wie in Bielefeld.

Kein "Huh": Islands Spieler beim Training vor dem Spiel gegen Argentinien. (Quelle: imago images)Kein "Huh": Islands Spieler beim Training vor dem Spiel gegen Argentinien. (Quelle: imago images)

In der Fifa-Weltrangliste stehen sie trotzdem auf Platz 22. Aus einem Grund: Sie sind ein Team. Auch wenn man beispielsweise mit Alfred Finnbogason und Gylfi Sigurdsson großartige Einzelspieler hat, funktioniert kaum eine Mannschaft so über das Kollektiv, wie die Isländer. Das gilt auch für die Taktik gegen Argentinien.

"Wir verdienen es, hier zu sein"

"Alle Spieler sind fit und wollen spielen", sagte Trainer Heimir Hallgrimsson auf der Pressekonferenz am Freitagmittag. Seine Aufstellung wollte er nicht verraten. "Es ist das wichtigste Spiel unserer Geschichte", ergänzte er. Die Leistung vor zwei Jahren könnte das Team sogar übertreffen. "Wir sind erfahrener als bei der EM", erklärte Kapitän Aron Gunnarsson. 

Als Wunder wollte Trainer Hallgrimsson die Leistungen in Frankreich nicht betiteln: "Wir verdienen es, hier zu sein." Zum WM-Debüt werden die Isländer direkt auf höchstem Niveau gefordert. Mitfavorit Argentinien um Lionel Messi wartet im Spartak-Stadion von Moskau auf die nordeuropäische Auswahl. 

"Keine Formel für Messi"

Doch wie will man den Superstar der "Albiceleste" stoppen? "Ich habe keine Formel für Messi. Jeder hat alles gegen ihn versucht. Wir werden ihn als Team verteidigen", erklärte Hallgrimsson. Genau so hatte man auch Größen wie Cristiano Ronaldo oder Harry Kane bei der EM oder Luka Modric in der Qualifikation verteidigt. 

Auf ihn kommt es bei Argentinien an: Lionel Messi. (Quelle: imago images)Auf ihn kommt es bei Argentinien an: Lionel Messi. (Quelle: imago images)

Doch neben der starken Offensive um Messi hat Argentinien auch einige Schwächen. Trainer Jorge Sampaoli lässt das Team im Angriff sehr hoch stehen, was viele Räume für Konter übrig lässt. Und ein weiterer Nachteil spielt vor allem Gegner Island in die Karten. Abgesehen von Innenverteidiger Federico Fazio kommt kein Stammspieler über 1,90m. Bei Standards kann das für Argentinien gefährlich werden. Und in Sachen Standards sind die Isländer Experten.

Wo nicht einmal Messi helfen kann

"Sie sind ein wichtiger Teil unseres Spiels", meint Trainer Hallgrimsson und ergänzt: "Wir werden für Argentinien nichts anders machen." Den Größenvorteil spielt er mit einem Augenzwinkern etwas runter: "Die Größe ist ohnehin kein Maß, wenn man es richtig macht."

In den beiden Testspielen vor der WM zeigte Island abermals, wie stark sie nach ruhenden Bällen sind. Bei der Generalprobe – einem 2:2 gegen Ghana – fiel das 1:0 nach einer Ecke und vier Tage zuvor beim 2:3 gegen Norwegen fiel eins der beiden Tor nach einer Ecke und das andere per Elfmeter – den Island nach einem weiteren Eckball herausholte.

Es wäre also verwunderlich, wenn Island nicht auch gegen Argentinien auf diese Stärke setzt – und den Nachteil der "Albiceleste" ausnutzt. Denn hier kann auch Lionel Messi nicht helfen. Denn "La Pulga" (Deutsch: Der Floh) misst lediglich 1,70m.  

Verwendete Quellen:

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