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Nach Fifa-Verbot der "One Love"-Binde: DFB spricht von "einer extremen Erpressung"


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DFB-Funktionär spricht von "extremer Erpressung"

Von afp, Kgl

Aktualisiert am 22.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Die "One Love"-Binde am Arm von Manuel Neuer: Der DFB muss sich für seine Entscheidung rechtfertigen, die Binde bei der WM nicht mehr einzusetzen.
Die "One Love"-Binde am Arm von Manuel Neuer: Der DFB muss sich für seine Entscheidung rechtfertigen, die Binde bei der WM nicht mehr einzusetzen. (Quelle: IMAGO/ULMER/Markus Ulmer)
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Am Montag sorgte der Verzicht des DFB-Teams und anderer europäischer Verbände auf ihre "One Love"-Binde für einen Eklat. Nun legt der DFB weitere Details über den Vorgang offen.

"Wir sind in einer extremen Situation, in einer extremen Erpressung gewesen, wo wir das Gefühl hatten, wir müssen so entscheiden" – mit diesen drastischen Worten beschreibt DFB-Mediendirektor Steffen Simon die Vorkommnisse rund um das Fifa-Verbot der "One Love"-Binde am Montag. Simon stand im Interview zu der Entscheidung dem "Deutschlandfunk" Rede und Antwort.

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Dabei verriet der ehemalige Kommentator weitere Details über die Abläufe hinter der Entscheidung. Demnach sei die Fifa nicht auf alle Verbände gleichzeitig mit ihrer Drohung zugekommen, sondern nur auf den englischen Verband. Der englische Kapitän Harry Kane wäre am Montag der Erste gewesen, der mit der Binde hätte auflaufen sollen. Die Fifa habe den englischen Verband "massiv bedroht" und mit "massiven sportlichen Sanktionen" gedroht, erklärte Simon.

Solidarität mit England

Um welche Sanktionen es sich dabei genau handeln soll, habe die Fifa jedoch nicht verraten. "Er hat diese nie konkretisiert", so Simon über die Drohungen, die durch den Fifa-Turnierdirektor erfolgt seien.

Die anderen Verbände hätte sich daraufhin mit den Engländern solidarisiert. "Wir standen vor einer Situation, wo wir als europäischer Block auseinandergebrochen wären, indem jeder seine eigene Entscheidung getroffen hätte oder wir gemeinsam beieinander stehen bleiben und Solidarität üben", so Simon wörtlich. Am Ende habe man sich für die Solidarität mit den Engländern entschieden, die unter Zeitdruck gestanden und anders als der DFB nicht noch zwei Tage hätten überlegen können.

Spieler heraushalten

Simon betonte trotzdem: "Wir haben (...) die Binde verloren, aber nicht unsere Werte." Es gehe nun darum, andere Wege zu finden, um diesen Werten Ausdruck zu verleihen. Er könne die Enttäuschung der Öffentlichkeit jedoch verstehen.

Letztendlich gehe es dem Verband jedoch darum, die Spieler aus dem Konflikt herauszuhalten. "Wir sehen dies als Aufgabe der Verbände. Wir nehmen jede wirtschaftliche Sanktion, jede sportpolitische Sanktion auf uns. In dem Moment, wo es anfängt, die Spieler in dieser Intrige zu zerreiben, ist für die Verbände eine rote Linie überschritten", so Simon. Die WM sei das sportliche Highlight ihrer Karrieren.

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Verwendete Quellen
  • deutschlandfunk.de: "DFB-Mediendirektor: 'Wir sind nicht vor der FIFA eingeknickt'"
  • Mit Material der Nachrichtenagentur AFP
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