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WM 2022 — Amnesty: Katar bezahlte Arbeiter auf Stadion-Baustelle nicht

Sieben Monate ohne Lohn  

Amnesty: Katar bezahlte Arbeiter auf WM-Baustelle nicht

11.06.2020, 08:01 Uhr | dpa

WM 2022 — Amnesty: Katar bezahlte Arbeiter auf Stadion-Baustelle nicht. Arbeiter beim WM-Stadion Al-Bayt in Katar: 100 Kräfte sollen über sieben Monate lang nicht bezahlt worden sein. (Quelle: dpa/Andreas Gebert)

Arbeiter beim WM-Stadion Al-Bayt in Katar: 100 Kräfte sollen über sieben Monate lang nicht bezahlt worden sein. (Quelle: Andreas Gebert/dpa)

Dem Emirat Katar wird immer wieder vorgeworfen, ausländische Arbeiter auszubeuten. Nun soll es einen Vorfall beim Bau des Fußballstadions für die WM 2022 gegeben haben. Davon berichtet Amnesty International.

Ausländische Arbeiter auf einer Baustelle der Fußball-WM 2022 in Katar sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über Monate nicht bezahlt worden. Sie seien bei einer katarischen Firma angestellt, die für Fassadenarbeiten im Stadion Al-Bayt im Norden des Emirats unter Vertrag genommen worden sei, teilte Amnesty International am Donnerstag mit. Die rund 100 Arbeiter erhielten demnach bis zu sieben Monate lang keinen Lohn.

Katar wird immer wieder vorgeworfen, dass dort ausländische Arbeiter ausgebeutet werden. Am Pranger stehen unter anderem schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne. Das Emirat verweist darauf, dass sich die Lage der Arbeiter durch Reformen im Vorfeld der WM verbessert habe. So hatte das Land die Ausreisebeschränkungen für Arbeitsmigranten weiter gelockert. Auch die Internationale Arbeitsorganisation der UN (ILO) bescheinigte Katar Fortschritte.

Amnesty erklärte, die nicht bezahlten Löhne zeigten deutlich, dass es noch immer einfach sei, Arbeiter in Katar auszubeuten, "selbst wenn sie eine der Kronjuwelen der Weltmeisterschaft bauen". Einige Arbeiter hätten inzwischen einen Teil ihres Geld bekommen, nachdem der Fall bei Katars Behörden und dem Fußball-Weltverband FIFA angesprochen worden sei. Trotzdem gebe es noch ausstehende Löhne.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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