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Ralph Siegel urteilt über Jamie-Lee und das ESC-Debakel 2016

Das sagt Ralph Siegel zum ESC-Debakel  

"Ein Castingmädchen, das leicht überfordert war"

17.05.2016, 09:59 Uhr | t-online.de

Ralph Siegel urteilt über Jamie-Lee und das ESC-Debakel 2016. Ralph Siegel gibt sein Urteil zu Jamie-Lees ESC-Auftritt ab. (Quelle: imago images)

Ralph Siegel gibt sein Urteil zu Jamie-Lees ESC-Auftritt ab. (Quelle: imago images)

Schon wieder landete Deutschland beim Eurovision Song Contest auf dem letzten Platz - und das ganze Land diskutiert: Woran hat es gelegen? Einer, der glaubt, die Antwort zu kennen, ist Ralph Siegel. Als "Mr. Grand Prix" konnte er schließlich bereits genug ESC-Erfahrung sammeln.

Der 70-Jährige sieht die Hauptursache für die schlechte Platzierung offenbar in der deutschen Kandidatin Jamie-Lee Kriewitz, die mit ihrem Song "Ghost" nur insgesamt elf Punkte für Deutschland holen konnte.

"Sie hat ihr Bestes gegeben, doch ihr Bestes war leider nicht gut genug, um im hart umkämpften ESC zu bestehen", sagte Siegel im Interview mit "Focus Online". "Sie war lieb und nett, aber das reicht eben international gesehen nicht aus, um in die Spitze gewählt zu werden."

"Nett, aber nicht stark genug"

Ein weiteres Problem liegt laut Siegel im deutschen Vorentscheid, bei dem das Publikumsvoting durch Fanklubs dominiert worden sei. "So fiel die Wahl auf ein Castingmädchen, das einfach leicht überfordert war." Zudem sei Jamie-Lees Song zwar nett, aber nicht stark genug gewesen.

Der Komponist des ESC-Siegertitels "Ein bisschen Frieden" von 1982 glaubt, dass beim Vorentscheid viel mehr auf die Song- und Künstlerauswahl geachtet werden müsse: "Hier liegt die Hauptaufgabe, denn wo keine potenziell international chancenreichen Künstler oder Songs zu wählen sind, kann auch kein großer Sieger für Kiew entstehen." Der ESC 2017 wird in der ukrainischen Heimat der diesjährigen Gewinnerin Jamala stattfinden. Ob tatsächlich Kiew der Austragungsort wird, steht allerdings noch nicht fest.

Keine politischen Hintergedanken

Dass Deutschland beim ESC von den anderen europäischen Ländern aus politischen Gründen abgestraft wurde, hält Siegel unterdessen eher für unwahrscheinlich. "Hier stimmen Jurys ab, die meist aus Musikern und Künstlern bestehen und mit wenigen Ausnahmen und nachbarlandsfreundlichen Gedanken nur die Songs oder Interpreten beurteilen."

Bei der Publikumswertung sei er sich da zwar nicht so sicher. "Aber die wohl gemeinte, wenn auch schwierige Flüchtlingspolitik hätte da eher helfen können", sagte Siegel.

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