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Ich wünsche mir ein Happy End – ohne Überraschung

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MEINUNG"Schlaflos in Seattle" wird 25  

Schöne Erinnerungen und eine schmerzhafte Erkenntnis

Von Elke Habekost

26.06.2018, 21:25 Uhr
Ich wünsche mir ein Happy End – ohne Überraschung. Kino-Klassiker: Am 25. Juni 1993 startete "Schlaflos in Seattle" in den amerikanischen Kinos. (Quelle: imago/teutopress)

Kino-Klassiker: Am 25. Juni 1993 startete "Schlaflos in Seattle" in den amerikanischen Kinos. (Quelle: teutopress/imago)

Eine junge Meg Ryan, ein trauriger Tom Hanks und ein kleiner Junge, der Amor spielt. Vor 25 Jahren erschien "Schlaflos in Seattle". Warum Filme wie dieser heute fehlen, erklärt t-online.de-Redakteurin Elke Habekost.

Romantische Momente, ein vorhersehbares Ende und ganz viele Emotionen – genau nach diesem Prinzip lieferte Hollywood in den 90ern einen Liebesfilm nach dem anderen. In den Hauptrollen dieser sogenannten RomComs waren Frauen wie Julia Roberts, Drew Barrymore und Meg Ryan. Letztere spielte sich in mehr als nur einem Film an der Seite von Tom Hanks in die Herzen von Millionen Kinofans – und auch in das von mir.

Als "Schlaflos in Seattle" am 25. Juni 1993 in die amerikanischen Kinos kam, war ich gerade zehn Jahre alt. Und doch vergesse ich nie den Moment, als ich während einer Klassenfahrt 1994 nach Weißenstadt zum ersten Mal diesen ganz besonderen Film im Kino sah, den unsere Lehrerin ausgesucht hatte. 

Herzschmerz-Kino: Rosie O'Donnell und Meg Ryan schauen in "Schlaflos in Seattle" den Klassiker "Die große Liebe meines Lebens". (Quelle: imago)Herzschmerz-Kino: Rosie O'Donnell und Meg Ryan schauen in "Schlaflos in Seattle" den Klassiker "Die große Liebe meines Lebens". (Quelle: imago)

"Ich werde aufstehen, und zwar jeden Morgen"

Bis heute erinnere ich mich an die Worte, mit denen Witwer Sam seinen Schmerz nach dem Tod seiner Frau beschrieb – und das nicht nur, weil ich den Film seitdem so einige Male gesehen habe: "Ich werde aufstehen, und zwar jeden Morgen. Und ich werde ein- und ausatmen, den ganzen Tag lang. Und dann, nach einer Weile, werde ich mich nicht mehr daran erinnern müssen, jeden Morgen aufzustehen und ein- und auszuatmen. Und dann, nach einer Weile, werde ich nicht mehr darüber nachdenken müssen, wie schön und wundervoll ich es einmal hatte."

Die Emotionen sprangen auf mich über. Ich war sofort wie gefangen. Nicht etwa, weil ich wirklich verstand, um was es ging. Viel mehr, weil mich das, was diese beiden Schauspieler da erlebten, bewegte und auch ich davon träumte, einmal die große Liebe zu finden. Denn genau darum ging es bei den romantischen Komödien der 90er-Jahre eben: um die Liebe. 

Wo sind all die klassischen romantischen Komödien geblieben?

Telefon-Therapie: Am Weihnachtsabend rief der kleine Jonah (Ross Malinger) beim Radio an, um für seinen Vater Sam (Tom Hanks) eine neue Frau zu finden. (Quelle: imago/teutopress)Telefon-Therapie: Am Weihnachtsabend rief der kleine Jonah (Ross Malinger) beim Radio an, um für seinen Vater Sam (Tom Hanks) eine neue Frau zu finden. (Quelle: teutopress/imago)

Dabei war es völlig gleich, dass ich zu Beginn schon wusste, dass die beiden Hauptdarsteller am Ende ihren Weg zueinander finden. Es war völlig gleich, dass der Film nicht mit Spezialeffekten und utopischen Überraschungen aufwarten konnte. Denn genau darauf konnte ich verzichten. Ja, ich wünsche mir ein Happy End – ohne Überraschungen.

Und genau so geht es mir heute noch. Auch wenn die Auswahl an Herzschmerz-Filmen in den letzten 25 Jahren schmerzlich gesunken ist. Klassische RomComs, wie in den Neunzigern, scheint es kaum noch zugeben. Dafür Remakes von alten Geschichten, den x-ten Teil einer Film-Saga und Beziehungsdramen, die alles haben – nur kein richtiges Happy End. So scheint es zumindest.

Genau aus diesem Grund plädiere ich dafür, dem Genre wieder neuen Atem einzuhauchen. Nicht mit Neuauflagen, sondern mit einer komplett neuen Idee, die es auch heute schafft, alle in ihren Bann zu ziehen. Denn auch wenn sich in den letzten 25 Jahren so einiges geändert hat – wenn es um die Liebe geht, ist doch vieles gleich geblieben.

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