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Seeker - Auf der Suche: Mikal Cronins Classic-Rock-Versuch

Seeker  

Auf der Suche: Mikal Cronins Classic-Rock-Versuch

19.11.2019, 16:03 Uhr | dpa

Seeker - Auf der Suche: Mikal Cronins Classic-Rock-Versuch. Mikal Cronin spielt gekonnt mit Classic-Rock-Elementen.

Mikal Cronin spielt gekonnt mit Classic-Rock-Elementen. Foto: Max Mendelsohn/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Mit einem mächtigen Intro zwischen psychedelischen Beatles und 70er-Stadionrock (Power-Drums, Sitar, Streicher) startet Mikal Cronin in sein viertes Soloalbum. Es heißt "Seeker" - und ein Suchender scheint der Kalifornier tatsächlich zu sein.

Nach zahllosen Jobs als Sidekick - unter anderem bei Garagenrock-Großmeister Ty Segall - und drei sehr guten, aber leider zu wenig wahrgenommenen Platten unter eigenem Namen scheint er das Glück beziehungsweise größeren Ruhm nun erzwingen zu wollen.

Nach dem Bombast-Opener "Shelter" klingt "Show Me" ein wenig wie die Waterboys in ihrer "Big Music"-Phase Mitte/Ende der 80er Jahre. Danach erinnern "Feel It All", eine klavier- und bläserverstärkte Ballade, an die Rolling Stones zu "Angie"-Zeiten - und "I've Got Reason" wieder an die späten Fab Four und deren "Dear Prudence". "Guardian Well" trumpft mit fettem Americana-Sound inklusive Mundharmonika wie bei Neil Young auf.

Mit "Seeker" (Merge/Cargo) ist der 33-jährige Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist Cronin also weniger auf der Suche nach einem eigenen Sound als vielmehr nach einer erfolgversprechenden Powerpop- und Heavyrock-Rezeptur. Das ist in seinem Fall, angesichts starker Songs, gar nicht mal verkehrt.

Auch die bisherigen Solowerke seit dem Debüt "Mikal Cronin" (2011) hatten schließlich mit dem LoFi-Geknüppel einiger seiner Kumpels und Arbeitgeber eher wenig zu tun. Sie waren bereits zugänglich und in der großen Tradition des Rock 'n' Roll durchaus überzeugend.

Das live mit engen Freunden und Sound-Ingenieur Jason Quever in den Palmetto Studios von Los Angeles eingespielte neue Album spielt nun so gekonnt mit Classic-Rock-Elementen (ja, auch mit Klischees), dass man Cronin für seine Abwendung vom Sound kleiner Clubs nicht böse sein kann. Es wäre diesem tollen US-Musiker zu gönnen, dass er auf der Suche nach mehr Anerkennung einen sicheren Weg findet - mit "Seeker" stehen die Zeichen gut.

Konzerte 2020: 31.1. Baden/Schweiz, 10.2. München, 12.2. Berlin, 19.2. Hamburg

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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