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Brit Awards – Billie Eilish hält emotionale Dankesrede: "Fühle mich gehasst"

40. Verleihung der Brit Awards  

"Fühle mich gehasst": Billie Eilish hält emotionale Dankesrede

19.02.2020, 11:25 Uhr | aj, dpa

Brit Awards – Billie Eilish hält emotionale Dankesrede: "Fühle mich gehasst". Billie Eilish bei den Brit Awards in London: Bei ihrer Dankesrede war die Sängerin sichtlich berührt. (Quelle: Reuters/Hannah Mckay)

Billie Eilish bei den Brit Awards in London: Bei ihrer Dankesrede war die Sängerin sichtlich berührt. (Quelle: Hannah Mckay/Reuters)

Billie Eilish ist auch bei den Brit Awards eine der großen Gewinnerinnen. Unter Jubel liefert die 18-Jährige einen Gänsehaut-Auftritt ab. Bei der Rede vor dem stargespickten Publikum bricht es dann aus der Sängerin heraus.

Die fünffache Grammy-Gewinnerin Billie Eilish ("Bad Guy") ist auch bei den Brit Awards ausgezeichnet worden. Die US-Sängerin erhielt am Dienstag in London den Preis als Beste Internationale Künstlerin. Außerdem lieferte die 18-Jährige einen der gefeierten Auftritte des Abends: Gemeinsam mit einem Orchester, dem deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer, dem Gitarristen Johnny Marr sowie ihrem Bruder Finneas sang sie unter großem Jubel "No Time To Die" -ihren Titelsong für den kommenden James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben".

Bei ihrer Dankesrede zeigte sich die Musikerin dann aber emotional: "Ich habe mich in letzter Zeit sehr gehasst gefühlt", verkündete sie vor ihrem stargespickten Publikum als sie den Preis annahm. Mit zittriger Stimme und Tränen in den Augen fügte sie hinzu: "Aber als ich auf der Bühne stand und gesehen habe, wie ihr mich angelächelt habt, da wollte ich weinen. Und jetzt möchte ich auch weinen."

Schon vor der Verleihung hatte Eillish in einem Interview des Senders BBC erklärt, sie wolle keine Kommentare in den sozialen Medien mehr lesen. "Ich habe buchstäblich vor zwei Tagen damit aufgehört", sagte die Sängerin, "weil das sonst mein Leben ruiniert hätte." Mit wachsendem Erfolg nähmen laut Eilish auch die Anfeindungen im Internet zu. "Je cooler die Dinge werden, die du machen kannst, desto mehr Menschen hassen dich."

Newcomerin gewinnt bei den Frauen

Die Brit Awards wurden zum 40. Mal verliehen. Als Bester Britischer Künstler wurde dabei wie schon 2018 der Londoner Rapper Stormzy ("Own It") ausgezeichnet, der auch einen mitreißenden Auftritt lieferte. Der Preis für das Beste Britische Album ging dieses Mal aber an einen anderen Rapper aus London – an Dave für sein sozialkritisches Debüt "Psychodrama". Der 21-Jährige wirkte bei seiner Dankesrede überrascht und vollkommen überwältigt.

Bei den Frauen gewann Newcomerin Mabel ("Don't Call Me Up"). Die 23 Jahre alte Newcomerin dankte in der Londoner O2-Arena ihrer Mutter Neneh Cherry. Die Sängerin hatte 30 Jahre zuvor zwei Brit Awards erhalten und feierte den Erfolg ihrer Tochter im Publikum.

Die Band Foals setzt sich gegen Coldplay durch

Als Beste Band wurden die Rocker Foals ("My Number") ausgezeichnet, die sich unter anderem gegen Coldplay und Bastille durchsetzten. Frontmann Yannis Philippakis sagte in seiner Dankesrede: "Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr mehr Frauen in dieser Kategorie sehen." Im Vorfeld war kritisiert worden, dass weder in der Band-Kategorie noch beim Album des Jahres weibliche Künstlerinnen nominiert waren.

Gewinner des Abends war der Sänger und Songwriter Lewis Capaldi, der einen Brit Award als Bester Nachwuchskünstler erhielt und sein Bier zu seiner kurzen Dankesrede mit auf die Bühne nahm. "Vielen, vielen Dank! Wir sehen uns später", stammelte er und behielt damit Recht. Tatsächlich bekam er später auch noch die Auszeichnung für die Single des Jahres ("Someone You Loved"). Capaldi erklärte, der Song sei nicht seiner Ex-Freundin, sondern seiner gestorbenen Großmutter gewidmet.

Live-Auftritte sorgen für Stimmung

Die Brit Awards werden seit 1977 verliehen. Zum 40. Jubiläum hatten die Organisatoren einige Veränderungen an der Show vorgenommen und damit auch auf sinkende Einschaltquoten in den Vorjahren reagiert. Unter anderem wurde die Zahl der Preis-Kategorien reduziert. Dafür gab es mehr Live-Auftritte. In diesem Jahr sorgten neben Billie Eilish und Stormzy auch die Preisträger Dave, Mabel sowie die US-Sängerin Lizzo ("Good As Hell") mit starken Auftritten für Stimmung in der nicht ausverkauften Halle.

Außerdem feierte Sänger Rod Stewart zum Ausklang des Abends eine Reunion mit seinen ehemaligen Bandkollegen Ronnie Wood und Kenney Jones von der Rockband The Faces. Begleitet von einem Orchester begeisterten die drei Altrocker mit "Stay With Me" in London vor allem das ältere Publikum. Einige jüngere Zuschauer machten sich derweil schon auf den Heimweg.

Verwendete Quellen:

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