Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland

HomeUnterhaltungMusik

Rammstein-Ikone: Richard Kruspe kritisiert die 2G-Regel


Das kritisiere ich an der 2G-Regel

Von Sebastian Berning

Aktualisiert am 12.11.2021Lesedauer: 4 Min.
Interview
Unsere Interview-Regel

Der Gesprächspartner muss auf jede unserer Fragen antworten. Anschließend bekommt er seine Antworten vorgelegt und kann sie autorisieren.

Richard Kruspe: Der Musiker lebte lange Zeit in New York City, ist seit 2011 wieder in Berlin ansässig.
Richard Kruspe: Der Musiker lebte lange Zeit in New York City, ist seit 2011 wieder in Berlin ansässig. (Quelle: Tobias Ortmann)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextNRW: Mann auf offener Straße erschossenSymbolbild für einen TextElon Musk greift Apple anSymbolbild für einen Text49-Euro-Ticket womöglich noch später?Symbolbild für einen TextDer nächste Schlagerstar hört aufSymbolbild für einen TextPaukenschlag bei Rekordmeister JuveSymbolbild für einen TextSo stoppte die Security den WM-FlitzerSymbolbild für einen TextEx von Mross mit neuem Mann gesichtetSymbolbild für einen TextAutobahn nach Unfall bis Dienstag gesperrtSymbolbild für einen TextNeues Traumpaar für "Sturm der Liebe"Symbolbild für ein VideoGrößter Vulkan der Welt ausgebrochenSymbolbild für einen Text"Patriot" fährt mit Auto in SitzblockadeSymbolbild für einen Watson TeaserARD-Kommentator schießt gegen die FifaSymbolbild für einen TextKreuzworträtsel - knobeln Sie mit!
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Mit Rammstein wurde er zum Rockstar, mit seiner anderen Band Emigrate tobt sich Gitarrist Richard Kruspe musikalisch aus. Im t-online-Interview spricht er über Erschöpfung nach einer Rammstein-Tour und erklärt, warum er 2G nicht für die beste Idee hält.

Das neue Album von Emigrate, der zweiten Band von Rammstein-Gitarrist Richard Kruspe, trägt den Titel "The Persistence of Memory", also die Hartnäckigkeit der Erinnerung. In Erinnerungen kann man schwelgen, manche mag man vielleicht lieber vergessen. So auch der 54-Jährige? "Ich wollte nichts verdrängen, sondern habe mich versucht zu erinnern, warum ich wieder Musik machen will", verrät der Musiker im Gespräch mit t-online.


Die Legenden der Rockmusik

Ray Charles: Er war das Allround-Genie, das es verstand, Perfektion mit Seele zu verbinden.
Ike & Tina Turner: Das Paar war in den Sechzigern und frühen Siebzigern als Duo erfolgreich. Ende der Siebziger verließ Tina Turner ihren Mann, der ihr gewalttätig war. 1978 wurde die Ehe geschieden. Die Sängerin feierte später als Solokünstlerin riesige Erfolge. Ike Turner starb 2007.
+36

Und gerade das wirkt von außen betrachtet möglicherweise etwas befremdlich. Mittlerweile zählen die Berliner Rammstein nämlich zu den erfolgreichsten Rockbands der Welt, sind seit Kraftwerk und Nena der wohl größte musikalische Exportschlager unseres Landes. t-online hakt beim Telefonat mit dem Musiker, der an Songs wie "Engel", "Du hast", "Mein Teil" oder "Links-2-3-4" beteiligt war, nach.

Empfohlener externer Inhalt
Instagram
Instagram

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

t-online: Sie sagten mir, dass Sie sich erinnern mussten, warum Sie Musik machen wollen. Hatten Sie überlegt damit aufzuhören?

Richard Kruspe: Ja, nach der letzten Rammstein-Tour fühlte ich mich verloren und fiel in ein Loch. Ich habe nach diesen Konzerten dann erst einmal wieder versucht mich selbst zu finden.

Die letzte Rammstein-Tour war doch ein weltweiter Erfolg. Sie haben in ausverkauften Stadien und Arenen von Berlin bis New York gespielt. Wieso fielen Sie nach einem solchen Hoch dann so tief?

Gerade weil man jeden Abend vor so vielen Menschen spielt und jeder einem sagt, wie toll alles ist, dann entsteht eine Art Rausch, der abhängig macht. Wenn der nach einer Tour nicht mehr da ist, dann kann man – so wie ich – in ein Tal geraten. Überspitzt formuliert ist man wie ein Junkie, der kein Heroin hat.

Empfohlener externer Inhalt
Youtube

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Youtube-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Youtube-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Und deswegen mussten Sie sozusagen in die Vergangenheit flüchten?

Genau, ich brauchte das, um das Feuer wieder zu entfachen. Musik ist ein Transportmittel, welches einen auch in die eigene Vergangenheit befördert. Das hat mir sehr geholfen aus diesem Tief herauszukommen.

Statt einer Rammstein-Platte veröffentlichen Sie jetzt ein neues Album Ihres Projekts Emigrate. War diese Arbeit das Vehikel, das Sie brauchten, um wieder in Gang zu kommen?

Emigrate ist etwas ganz Persönliches. Da konnte ich mich nur um mich selbst kümmern. Bei Rammstein gibt es noch fünf andere Leute, mit denen man sich arrangieren und abstimmen muss. Ich hatte immer gesagt, dass ich drei Emigrate-Alben mache und dann ist Schluss. Jetzt gibt es dieses Vierte. Vielleicht ist das ein Abschluss mit dem Thema Rockmusik und Emigrate.

Wie darf man das verstehen?

Mittlerweile finde ich, dass Rockmusik heutzutage irgendwie vorbei ist.

Empfohlener externer Inhalt
Youtube

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Youtube-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Youtube-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Woran machen Sie das fest?

Die Rebellion von früher ist heute einfach nicht mehr da.

Wo ist sie hin?

Meistgelesen
Vier Jahre vor der Diagnose: Luis Enrique und seine Tochter Xana im Jahr 2015.
Spaniens Nationaltrainer trauert um seine verstorbene Tochter
Symbolbild für ein Video
Freundin von DFB-Keeper küsst Unbekannten
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Die findet jetzt eher im Rap statt.

Könnten Sie sich also musikalisch etwas anderes vorstellen?

Ich möchte mich nicht nur auf die Gitarre beschränken. In der Pandemie habe ich angefangen Klavier zu lernen. Ein elektronisches Album wäre eine Herausforderung. Immerhin mache ich Gitarrenmusik seit fast 30 Jahren.

Und das sehr erfolgreich.

Mit Rammstein schon. Aber bei Emigrate geht es mir nur um die Musik und den kreativen Output. Ich mag es mal mit anderen Menschen zu arbeiten. Bei Rammstein kennen wir uns sehr gut und wissen, worauf es ankommt. Bei Emigrate ging es mir nie um Wirtschaftlichkeit. Das ist auch der Grund, warum wir nie live auftreten. Auch wenn es Angebote gab.

Angebote auszuschlagen und da nein zu sagen, das muss man sich in der Branche ja erst mal erarbeiten. Fällt Ihnen nein sagen leicht?

Es fällt mir leichter nein als ja zu sagen.

Wieso? Bei den meisten ist es ja eher umgekehrt.

Das liegt einfach in meiner Natur. Mir ist es wichtig nein zu sagen. Ich hasse es wie die Pest, wenn die Leute nicht ehrlich nein sagen können. Das ständige Jasagen finde ich viel schlimmer als ein klares Nein zu hören. Ein Nein ist doch nichts Schlimmes.

Richard Kruspe: Der Rammstein-Musiker legt nun mit seiner anderen Band Emigrate nach.
Richard Kruspe: Der Rammstein-Musiker legt nun mit seiner anderen Band Emigrate nach. (Quelle: Tobias Ortmann)

Sie sagen zwar nein zu Emigrate-Liveangeboten, Rammstein hingegen werden – Klopf auf Holz – ihre Stadiontour nächstes Jahr nachholen. Roland Kaiser hat jüngst ein Konzert vor 10.000 Menschen in Hamburg gespielt. Dort herrschte die 2G-Regel. Wie blicken Sie da auf Ihre eigenen Konzerte?

Wir gehen stark davon aus, dass die Rammstein-Tour stattfinden wird.

Auch unter 2G dann?

Ich persönlich würde mir eine 3G-Regelung wünschen. Ich bin sehr liberal eingestellt und ich finde, dass jeder selbst entscheiden sollte, was er tut.

Das könnte natürlich dazu führen, dass Konzerte vielleicht doch nicht stattfinden. Aber man sollte den Menschen dennoch die freie Wahl lassen?

Genau. Das große Problem der Politik aktuell ist, dass den Leuten durch 2G ein Stück weit die Entscheidungsmöglichkeit genommen wird. Es kann sich ja noch immer jeder testen lassen.

Sie sind also gegen den Ausschluss und für freies Handeln?

Genau. 2G könnte als Zwang wahrgenommen werden sich impfen zu lassen. Was ich vermisst habe, war, dass man uns ein Stückchen Hoffnung mit auf den Weg gibt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Eigenes Interview mit Richard Kruspe
  • Instagram-Profil von Richard Kruspe
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Sebastian Berning
NenaNew YorkRammstein
Musik

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website