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Ben Saber: "Die Angst, nie wieder singen zu können, war groß"

Von Ricarda Heil

Aktualisiert am 22.05.2022Lesedauer: 5 Min.
Ben Saber: Der Musiker aus Wien bekam im vergangenen Jahr eine Schockdiagnose. Jetzt startet er mit einem neuen Album durch.
Ben Saber: Der Musiker aus Wien bekam im vergangenen Jahr eine Schockdiagnose. Jetzt startet er mit einem neuen Album durch. (Quelle: Sascha van der Werf)
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Er wollte sich komplett auf sein neues Album konzentrieren. Doch dann diagnostizierten die Ärzte bei ihm einen Tumor auf der Schilddrüse. Mit t-online hat Ben Saber über seine ersten Gedanken nach der Diagnose gesprochen und erzählt, wie ihm die Musik dabei geholfen hat.

"Ich will nach den Sternen greifen – und irgendwann eine Legende werden", sagt Ben Saber im Interview mit t-online. Nicht nur seine Ambitionen, auch die Sorge um seine Gesundheit und vor allem um seine Stimme war in den vergangenen Monaten groß.

Denn während der Sänger im Studio die Songs für sein neues Album "5 vor zwölf" aufnahm, ertastete der 27-Jährige eine Kugel an seinem Hals. Kurz darauf diagnostizierten die Ärzte bei ihm einen Tumor auf der Schilddrüse. Ben Saber musste sich einer Operation unterziehen und sich den Tumor samt Schilddrüse entfernen lassen.

Wie der Musiker aus Wien diese für ihn schwierige Zeit durchgestanden hat, welche Lehren er daraus zieht und warum nun die Musik umso mehr zu seinem Lebensmotor wird, erzählt Ben Saber im Gespräch mit t-online.

t-online: Ben Saber, während Sie Ihr neues Album aufgenommen haben, wurde in Ihrem Hals ein Tumor entdeckt. Was ging Ihnen da als Erstes durch den Kopf?

Ben Saber: Wenn man Tumor hört, denkt man sich erst mal nur: Fuck! Im Mai 2021 haben wir mit dem Album angefangen. Ich war im Studio, habe Songs aufgenommen und an meinem Hals auf einmal diese Kugel gespürt. Ich dachte, meine Stimme sei vom vielen Singen vielleicht einfach überbelastet. Doch die Kugel wurde immer größer. Dann war ich beim Arzt und bekam die Diagnose: Tumor auf der Schilddrüse.

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Mit einer Operation haben Sie aber erst einmal gewartet …

Die Ärzte wollten den Tumor entfernen. Mir wurde aber gesagt, dass meine Stimmbänder bei der OP verletzt werden können. Da war die Angst, nie wieder singen zu können, groß. Also habe ich das Album mit dem Tumor in meinem Hals fertiggestellt. Ich dachte, es wird vielleicht mein erstes Album, aber es könnte auch mein letztes sein. Aber auch wegen Corona wurde meine OP immer wieder verschoben.

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Wurde Ihnen der Tumor inzwischen entfernt?

Vor zwei Monaten wurde ich operiert. Jetzt ist meine Schilddrüse draußen – und meine Stimme die alte. Die ersten Wochen war sie ziemlich angeschlagen. Ich hatte Panik, dass sie nicht mehr die ist, die sie mal war. Aber ich habe meine Stimme trainiert und jetzt ist alles gut. Ich habe nur eine Narbe am Hals.

Wie leben Sie heute mit der Diagnose?

Der Krebs war in einem so frühen Stadium, dass er zwar einfach entfernt werden konnte, aber noch immer ein kleiner Teil im Hals ist. Der Arzt meinte aber, der könne sich nicht verbreiten. Einmal im Monat gehe ich nun zur Kontrolle und ich muss jetzt mein Leben lang Tabletten nehmen – an die muss ich mich erst mal gewöhnen. Wenn du sie mal nicht nimmst, ist es lebensgefährlich. So eine kleine Minitablette schränkt dich ganz schön ein. Jetzt konzentriere ich mich aber erst mal wieder auf die Musik.

Zum Beispiel auf Ihr neues Album "5 vor zwölf". Was hat es mit diesem Titel auf sich?

Für mich persönlich ist es Zeit für eine neue Ära der Musik. Alles wird immer schnelllebiger, nichts währt lange. Ich sehne mich nach Beständigkeit. Es ist höchste Zeit, dass die Musik in eine andere Richtung gelegt wird. Ich habe versucht, eine Symbiose zwischen dem Neuen und dem Alten zu erschaffen.

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Ihre Musik orientiert sich an den Achtzigern. Eine Zeit, die Sie ja eigentlich gar nicht erlebt haben. Welche Erinnerungen haben Sie an die Achtziger?

Mir gefällt die Musik, die Klamotten, der Style, das Lebensgefühl. In dieser Zeit lebten großartige Künstler wie Falco, Freddie Mercury, Kurt Cobain oder Michael Jackson. Auch wenn ich ein Kind der späten Neunziger bin, bin ich mit denen aufgewachsen – durch meinen älteren Bruder. Es war einfach die beste Zeit.

Alles große Musikikonen, die Sie aufgezählt haben. 2018 sagten Sie mal, dass Sie auch eine Legende werden wollen. Die einen würden behaupten: sehr ambitioniert ….

Vielleicht klingt es zu krass, wenn jemand sagt, dass er eine Legende werden will, aber ich will nach den Sternen greifen, ich möchte groß träumen. Das sollte doch jeder von uns tun. Alles im Leben ist möglich, egal, was andere sagen.

Wie schwierig ist es, in der Musikbranche FuĂź zu fassen und sich vor allem am Anfang finanziell ĂĽber Wasser zu halten?

Das Musikbusiness ist das härteste Business der Welt. Es ist nicht einfach, aber ich denke, jeder hat eine Chance, sich in dieser Branche zu beweisen. Ich habe mein Geld immer für die Musik ausgegeben. Schon mit meiner ersten Gage – ich war 16, 17 Jahre alt und trat in einem Club auf – habe ich mein erstes Musikvideo finanziert. Bei mir blieb am Ende des Monats nicht viel übrig. Du kannst am Abend nicht weggehen. Du kannst dir keine krassen Sachen kaufen, keine schönen Klamotten. Man muss auf sehr vieles verzichten.

Und heute?

Jetzt verzichte ich vor allem auf Zeit mit der Familie und mit Freunden, weil ich mich um weitere Musik kĂĽmmern muss, um die Videos, das Album, die Promo. Das ist das Opfer, das ich aktuell bringen muss.

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Haben Sie dadurch auch Freunde verloren?

Die wichtigsten Freunde kann ich an einer Hand abzählen, mit denen bin ich aufgewachsen, auf die kann ich mich verlassen. Die anderen sind da, wenn es mal läuft, und sind wieder weg, wenn es mal nicht läuft. Das ist typisch.

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Waren Sie auch mal an dem Punkt, an dem Sie sich gedacht haben: "ScheiĂźe, das habe ich mir einfacher vorgestellt!"?

Das war schon öfter der Fall. Wenn zum Beispiel nach einem Release das Echo kleiner ausfiel, als ich es erwartet hatte, dann kriegt man diese Gefühle – "Es tut sich eh nichts." Ich bin aber nie in ein Loch gefallen. Wenn ich dann Nachrichten von Fans bekomme, sind diese Gedanken ganz schnell wieder weg. Hasskommentare hingegen ignoriere ich. Negative Energie bringt nichts und bringt dich auch nicht weiter.

… und macht aus einem auch keine Legende. Ben Sabers neues Album "5 vor zwölf", eine moderne Neuinterpretation der Achtziger, ist seit Mai auf Spotify verfügbar.

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