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David Bowie litt an Krebs: Freunde sprechen über Todesursache

Todesursache klar  

David Bowie kämpfte gegen diesen Krebs

14.01.2016, 11:48 Uhr | t-online.de, dpa

David Bowie litt an Krebs: Freunde sprechen über Todesursache. David Bowie - eines der letzten Fotos der Pop-Legende. Es entstand am 7. Dezember 2015.  (Quelle: action press)

David Bowie - eines der letzten Fotos der Pop-Legende. Es entstand am 7. Dezember 2015. (Quelle: action press)

Kämpfernatur - so beschrieben enge Freunde David Bowie und die fast unglaubliche Energie und Selbstbeherrrschung, mit der er die Endphase seiner Krankheit meisterte. Jetzt sprachen Vertraute über die genaue Todesursache der Pop-Ikone, die am 10. Januar mit 69 Jahren starb.

Nur wenige enge Vertraute außerhalb seiner Familie kannten Bowies genauen Gesundheitszustand. Ivo van Hove war einer von ihnen. Er produzierte gemeinsam mit Bowie das Musical "Lazarus".

Der britischen Zeitung "Mirror" erzählte der Regisseur, wie Bowie am Premierenabend, 12. Dezember 2015, hinter der Bühne zusammenbrach, sich den Fans aber tapfer, gutaussehend und gesund präsentierte : "Ich wusste es seit ungefähr einem Jahr. Wir haben mit der Zusammenarbeit an der Show 'Lazarus' begonnen und irgendwann nahm er mich zur Seite und sagte, dass er wegen seiner Krankheit nicht immer da sein könnte. Er sagte mir, dass er Krebs habe, Leberkrebs."

Keiner durfte über die Krankheit sprechen

"Es war eine sehr intensive Zeit, weil er manchmal sehr krank und in Behandlung war, aber er kam so viel wie möglich zu den Proben", sagte Ivo van Hove der "Times".

Van Hove sagte, er habe nicht über Bowies Erkrankung sprechen dürfen. "Er war am Ende sehr zerbrechlich - körperlich, nicht psychisch", sagte der Belgier. Nachdem Bowie den Applaus nach der Premiere auf der Bühne entgegengenommen habe, habe er sich setzen müssen - habe aber vorgeschlagen, ein weiteres Musical zu machen. "Ich fühlte, dass er nicht mit dem Tod kämpfte, sondern um das Leben - er wollte weiterleben."

Nach Hoves Einschätzung wusste das Ensemble nicht, wie schlecht es Bowie wirklich ging. Der Regisseur sagte dem "Mirror": "Er war krank, aber er wollte leben - für seine Frau und seine Tochter und für seine Musik." Das Musical und sein letztes Album "Blackstar" sollten vollendet werden.

Leberkrebs und Herzinfarkte

18 Monate dauerte sein Kampf gegen den Krebs. Außerdem hatte er in den letzten Jahren sechs Herzinfarkte erlitten, wie sein Biograph Wendy Leigh verriet.

Van Hove ist voller Bewunderung, wie der britische Popstar all seine Kraft zusammennahm, um das zu schaffen. Das Album "Blackstar" erschien am 8. Januar und wurde damit Bowies Abschiedsgeschenk, wie es der Produzent des Albums Tony Visconti nennt.

Die Platte steckt voller kryptischer Anspielungen auf den Tod. Ebenso eine seiner letzten E-Mails an einen anderen Wegbegleiter, Brian Eno. Mit ihm hatte Bowie seit seiner Berliner Zeit an verschiedenen Alben gearbeitet. Oft schrieben sie sich witzige Mails, meist mit erdachten Namen, wie diese, die Bowie wenige Tage vor seinem Tod abgeschickt hatte: "Danke für unsere guten Zeiten, Brian, sie werden niemals vergehen." Gezeichnet war sie mit "Dawn", was Dämmerung bedeutet. Da verstand Eno, dass Bowie sich damit verabschieden wollte.

David Bowie war ein Chamäleon

Bowie hatte sich zurückgezogen, ließ sich nicht von Paparazzi ertappen, weil er sich wie ein Chamäleon verwandeln konnte. Sein Biograph Leigh vermutet, dass Bowie seinen Todeszeitpunkt inszenieren wollte.

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