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Wie Hunger auch heute noch Kinderleben bedroht


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Wie Hunger auch heute noch Kinderleben bedroht

| UNICEF in Kooperation mit t-online

. Adut drückt sich schüchtern an ihre Mutter. Das Mädchen aus dem Südsudan ist akut mangelernährt. (Quelle: UNICEF/UN0344910/Wilson)

Adut drückt sich schüchtern an ihre Mutter. Das Mädchen aus dem Südsudan ist akut mangelernährt. (Quelle: UNICEF/UN0344910/Wilson)

Man könnte annehmen, dass heute niemand mehr an Hunger sterben muss. Doch leider sieht die Realität anders aus. Millionen Menschen haben nicht genug zu essen, und Hunger und Mangelernährung nehmen weltweit sogar zu. Insbesondere für Kinder kann dies Lebensgefahr bedeuten. Das Kinderhilfswerk UNICEF hilft mangelernährten Mädchen und Jungen.

Teilnahmslos sitzt Adut auf dem Schoß ihrer Mutter. Schon seit einigen Wochen hat das Mädchen aus dem Südsudan keinen Appetit und wird immer schwächer, kann nicht laufen und kaum stehen.

Schließlich bringt ihre Mutter Adut in ein UNICEF-Ernährungszentrum. Nach einer kurzen Untersuchung ist klar: Adut ist lebensbedrohlich mangelernährt. Sie braucht sofort Hilfe. Ich möchte helfen.

Warum ist Mangelernährung für Kinder so gefährlich?

Mangelernährung entsteht, wenn ein Mensch durch seine Ernährung nicht all die Nährstoffe aufnimmt, die sein Körper braucht. Sie ist also nicht unbedingt gleichzusetzen mit Hunger. Wenn ein Kind beispielsweise wochenlang nur Maisbrei isst, kann es davon satt werden, aber trotzdem an Mangelernährung leiden. Vor allem in Krisenländern und armen Regionen spielen Mangelernährung und Hunger aber häufig zusammen.

Für Kinder wird Mangelernährung schnell lebensgefährlich. Denn sie schwächt ihre Körper und macht sie anfällig für weitere Erkrankungen, zum Beispiel Durchfall oder Masern. Zudem entsteht ein Teufelskreis: Durch die Mangelernährung wird die Verdauung der Kinder beeinträchtigt. Sie können nicht mehr normal essen, der Körper nimmt die Nährstoffe aus den Lebensmitteln kaum noch auf. So werden die Kinder immer schwächer. Schwer mangelernährte Kinder haben ein neunmal so hohes Risiko zu sterben wie gesunde Kinder.

Hunger und Mangelernährung nehmen weltweit zu

Die Gründe für Hunger und Mangelernährung sind vielfältig. Kriege und Konflikte wie im Jemen, in Syrien oder im Kongo zwingen Familien zur Flucht. Dabei geben die Eltern oft ihren Besitz, ihr Land und ihren Beruf auf. So fällt es ihnen schwer, ihre Kinder zu ernähren. Kriege schaden zudem der Wirtschaft und treiben so die Preise für Lebensmittel in die Höhe.

Malik Farid Mohammed, neun Monate alt, in einem Krankenhaus im Jemen. Er ist mangelernährt und bekommt nun Hilfe. (Quelle: UNICEF/UN0372082/Alzekri)Malik Farid Mohammed, neun Monate alt, in einem Krankenhaus im Jemen. Er ist mangelernährt und bekommt nun Hilfe. (Quelle: UNICEF/UN0372082/Alzekri)

Als Folge des Klimawandels kommt es häufiger zu extremem Wetter wie Dürren, Wirbelstürmen und Überschwemmungen. Dadurch werden Ernten vernichtet und Vieh getötet. Die Familien verlieren ihre Lebensgrundlage und leiden Hunger. Und auch die Folgen der Corona-Pandemie haben die Lage vieler Familien verschärft. Infolge von Lockdowns und einer schwächeren Wirtschaft haben Eltern ihre Arbeit verloren und können nun ihre Kinder teils nicht mehr ernähren.

Vor allem im Jemen, in Subsahara-Afrika und in Südostasien sind Hunderttausende Kinder lebensbedrohlich mangelernährt. Doch nicht nur dort, sondern in vielen Teilen der Welt nehmen Hunger und Mangelernährung zu.

Wie können wir mangelernährten Kindern helfen?

Jetzt kommt eine gute Nachricht: Wenn Mangelernährung frühzeitig erkannt wird, ist sie leicht zu behandeln. Die meisten Kinder erholen sich vollständig.

Für die Diagnose nutzt UNICEF ein einfaches Maßband: Es wird um den Oberarm des Kindes gelegt und misst den Umfang. Zeigt das Band Rot, muss das Kind sofort behandelt werden. UNICEF schult auch Mütter und Väter in der Verwendung des Maßbandes. So können sie bei ihren eigenen Kindern oder den Kindern in ihrem Dort selbst prüfen, ob diese mangelernährt sind und sie im Zweifelsfall rechtzeitig in ein Ernährungszentrum bringen.

Ein Kleinkind in Bangladesch wird auf Mangelernährung untersucht. Das Maßband zeigt Rot. (Quelle: UNICEF/UNI276633/Sujan)Ein Kleinkind in Bangladesch wird auf Mangelernährung untersucht. Das Maßband zeigt Rot. (Quelle: UNICEF/UNI276633/Sujan)

Lebensrettende Hilfe in silbernen Päckchen: Erdnusspaste

In den Ernährungszentren hilft UNICEF mangelernährten Mädchen und Jungen mit Spezialnahrung. Das Ziel ist dabei immer, dass ein Kind schnell an Gewicht zulegt und ihr Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.

Babys und Kinder, die so schwach sind, dass sie keine feste Nahrung bei sich behalten können, bekommen Spezialmilch, alle anderen Erdnusspaste. Die Paste besteht aus Erdnüssen, Öl, Zucker und Milchpulver. Dann werden noch Vitamine und Mineralien zugesetzt.

Erdnusspaste hat viele Vorteile bei der Behandlung mangelernährter Kinder: Sie ist mit 500 Kalorien pro Päckchen sehr nahrhaft. So legen die Mädchen und Jungen schnell an Gewicht zu.

UNICEF-Helferin Jesca hat Aduts Mutter die Vorteile der Erdnusspaste erklärt. Nun isst Adut die erste Portion. (Quelle: UNICEF/UN0344889/Wilson)UNICEF-Helferin Jesca hat Aduts Mutter die Vorteile der Erdnusspaste erklärt. Nun isst Adut die erste Portion. (Quelle: UNICEF/UN0344889/Wilson)

Die Vitamine und Mineralien in der Erdnusspaste gleichen zudem Nährstoffmängel aus. Außerdem ist die Erdnusspaste auch ungekühlt lange haltbar und die Eltern können sie ihren Kindern direkt aus dem Päckchen füttern. Es ist nicht nötig, Wasser zuzusetzen. Dies ist sehr wichtig, da es in vielen Gegenden kein sauberes Trinkwasser gibt und über das Wasser Bakterien und Keime in die Nahrung kommen könnten.

Im Durchschnitt braucht ein Kind sechs Wochen lang je drei Päckchen Erdnusspaste pro Tag, bis es ihm deutlich besser geht und die Behandlung als erfolgreich abgeschlossen gelten kann.


Wiedersehen mit Adut: Sie ist gesund!

Auch Adut hat die Erdnusspaste geholfen. Nach acht Wochen ist sie gesund, aufgeweckt und fröhlich – und kann sogar laufen. Sehen Sie selbst:

Helfen Sie mit UNICEF mangelernährten Kindern wie Adut

Unser Einsatz für mangelernährte Kinder wie Adut ist nicht möglich ohne die Unterstützung von Spenderinnen und Spendern. Auch Sie können helfen: Für nur 28 Euro kann UNICEF ein Kind einen Monat lang mit Erdnusspaste behandeln. Spenden Sie einmalig oder werden Sie UNICEF-Patin oder UNICEF-Pate und helfen Sie Monat für Monat, Kinderleben zu retten.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie auch die Präventionsarbeit gegen Mangelernährung: UNICEF schult Eltern, wie sie ihre Kinder gesund und abwechslungsreich ernähren können. Jungen Müttern bringen unsere Helferinnen und Helfer in Stillkursen nahe, wie wichtig das Stillen für die gesunde Entwicklung ihres Babys ist. In einem Pilotprojekt in Mauritanien haben wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Mikronährstoffpulver zu verteilen, das Mangelerscheinungen vorbeugt. Und wir tun vieles mehr – mit Ihrer Unterstützung. Vielen Dank!

Das ist UNICEF
Als das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ist es der Auftrag von UNICEF, Kindern in Not zu helfen. Dafür sind wir in über 190 Ländern im Einsatz, helfen nach Naturkatastrophen und in Kriegen und Konflikten. Wir kämpfen gegen Mangelernährung, versorgen fast jedes zweite Kind weltweit mit Impfstoffen, statten Schulen aus und setzen uns politisch für Kinderrechte ein.

Noch etwas schüchtern, aber fröhlich lächelt Adut in die Kamera: Sie hat die Mangelernährung besiegt.  (Quelle: UNICEF/UN0344943/Wilson)Noch etwas schüchtern, aber fröhlich lächelt Adut in die Kamera: Sie hat die Mangelernährung besiegt. (Quelle: UNICEF/UN0344943/Wilson)

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