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Was kommt eigentlich alles aus dem Auspuff heraus?

SP-X, Holger Holzer

Aktualisiert am 23.01.2020Lesedauer: 2 Min.
Feinstaub: So gefährlich sind die kleinen Schmutz-Teilchen. (Quelle: t-online)
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Dass Autos mit Verbrennungsmotoren nicht nur das klimaschädliche CO2 ausstoßen, sondern auch viele andere Schadstoffe, ist allgemein bekannt

Das Wichtigste im Überblick


  • Kohlendioxid – CO2-Emissionen als größter Posten
  • Gefährliches Kohlenmonoxid
  • Stickoxide bei hohen Temperaturen
  • Unverbrannte Kohlenwasserstoffe in der Luft
  • Feinstaub ist ein Problem
  • Schwefeldioxid belastet die Umwelt
  • Weitere Abgase aus dem Auspuff

Trotz moderner Abgastechnik und immer strengerer Vorgaben pusten Autos viele schädliche Stoffe in die Umwelt. Wir verschaffen Ihnen einen Überblick – geordnet nach der Menge der Emissionen.

Kohlendioxid – CO2-Emissionen als größter Posten

Kohlendioxid (CO2) macht den größten Anteil der Abgase aus. Das klimaschädliche Gas entsteht zwangsläufig, wenn kohlenstoffhaltiger Sprit wie Diesel oder Benzin verbrannt wird. Dann verbinden sich die Kohlenstoff-Atome (C) mit je zwei Sauerstoffatomen (O) aus der Luft. Letztlich ist CO2 sogar das gewünschte Verbrennungsprodukt – die Alternative Kohlenmonoxid (CO) wäre zumindest für den menschlichen Organismus noch viel schädlicher.

Gefährliches Kohlenmonoxid

Rang zwei unter den verbreitetsten Schadstoffen aus dem Verkehr belegt Kohlenmonoxid (CO). CO entsteht, wenn bei der Spritverbrennung zu wenig Sauerstoff vorhanden ist, es also an O-Atomen fehlt. CO ist deutlich gefährlicher für den Menschen als CO2: Das geruchlose Gas blockiert bei der Einatmung die Sauerstoffaufnahme im Blut und kann in höheren Konzentrationen zum Erstickungstod führen.

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Der Pkw-Verkehr ist der mit Abstand größte CO-Erzeuger in Deutschland, die aktuelle Konzentration des Stoffes in der Luft gilt aber heute als unbedenklich.

Stickoxide bei hohen Temperaturen

Für die drittgrößte Schadstoffmasse sind die Stickoxide (NOx) verantwortlich. Im Automotor entstehen die Reizgase vor allem bei hohen Verbrennungstemperaturen und Luftüberschuss. Dann nämlich verbindet sich der ungefährliche Stickstoff aus der Atemluft mit Sauerstoff zu NO und NO2. Das sind zwei giftige Stoffe, die unter anderem die Atemwege reizen und zur sommerlichen Ozonbildung beitragen.

Unverbrannte Kohlenwasserstoffe in der Luft

Rang vier unter den Schadstoffen aus dem Verkehr nehmen Kohlenwasserstoffe (HC) ein, die bei einer unvollständigen Verbrennung entstehen. Neben umweltschädlichen Auswirkungen wie der Bildung von bodennahem Ozon, sind Kohlenwasserstoffe auch gesundheitsschädlich: Im Benzin kann zum Beispiel der krebserregende Kohlenwasserstoff Benzol enthalten sein.

Feinstaub ist ein Problem

Staub ist Nummer fünf unter den Schadstoffen. Er entsteht durch Abrieb von Reifen und Bremsscheiben, der leicht größere Teil kommt jedoch aus dem Auspuff, meist in Form von Ruß. Dieser bildet sich, wenn bei der Verbrennung lokal zu wenig Sauerstoff beziehungsweise zu viel Kraftstoff vorhanden ist.

Bekannt geworden als Rußsünder ist vor allem der Dieselmotor. Dort wird der Kraftstoff in die heiße, komprimierte Luft eingespritzt und muss sich innerhalb kürzester Zeit relativ gleichmäßig verteilen. Gelingt das nicht, werden einzelne Tropfen nicht vollständig verbrannt und Ruß entsteht.

Schwefeldioxid belastet die Umwelt

Einen geringeren Anteil macht Schwefeldioxid aus. Dieser Stoff entsteht bei der Verbrennung von Schwefelresten im Diesel und ist stark lungenreizend. An der Luft wird er zu einer Säure, die Hauptverursacher für sauren Regen und Waldsterben ist.

Weitere Abgase aus dem Auspuff

Neben den genannten Schadstoffen gibt es weitere Abgasgifte wie Ammoniak oder Lachgas. Diese Emissionen sind als Nebeneffekt des Einsatzes von Dreiwege-Katalysatoren seit den 80er-Jahren wieder angestiegen. Was letztlich auch zeigt, wie schwierig und komplex der Kampf gegen Abgase ist, solange im Motor fossile Brennstoffe verbrannt werden. Wird beispielsweise der CO2-Ausstoß gesenkt, emittieren die Benziner plötzlich Unmengen an Feinstaub. Werden die Feinstaubemissionen reduziert, steigt der Verbrauch und damit häufig auch die Stickoxide.

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