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Lithium: Wo der Problem-Rohstoff für Elektroautos herkommen soll

Ohne deutsche Beteiligung  

Wo der Problem-Rohstoff für Elektroautos herkommen soll

Von Hanna Klein

19.01.2020, 09:42 Uhr
Lithium-Förderung in Bolivien: Hier sollen die Elektroauto-Batterien herkommen

Man nennt es das "Lithium-Dreieck": eine Andenregion zwischen Bolivien, Chile und Argentinien. Mehr als die Hälfte der weltweiten Vorräte könnten hier liegen – von dem Rohstoff, aus dem auch Batterien für E-Autos entstehen. (Quelle: Reuters)

Begehrter Rohstoff für die Energie: Hier sollen die Elektroauto-Batterien herkommen – doch deutsche Firmen sind außen vor. (Quelle: Reuters)


In den Anden Südamerikas liegt wohl die Hälfte des weltweiten Lithium-Vorkommens. Der Bedarf an dem Rohstoff wächst, denn für die Energiewende ist er unabdingbar. Ein Besuch vor Ort (siehe das Video oben in diesem Text) zeigt, wie die steigende Nachfrage gedeckt werden soll.

Sie sind ein zentraler Bestandteil bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland: Lithium-Ionen-Batterien. Sie ermöglichen den Umstieg von Diesel auf E-Mobilität und stecken in unserer Unterhaltungselektronik. Doch der Abbau des Rohstoffs ist umstritten.

Problematisch bei lithiumhaltigen Batterien ist vor allem die Entsorgung. Der Kontakt mit Wasser kann zu heftigen Reaktionen führen. Im Brandfall können Gase entweichen, die für Menschen und Umwelt schädlich sind. Hinzu kommen die Auswirkungen des großflächigen Abbaus in Südamerika: Aufgewirbelter Staub wird zur tödlichen Gefahr für Tiere vor Ort, Wasser wird kontaminiert und Indigenen ihr Land geraubt.

Es stellt sich die Frage nach der richtigen Balance zwischen Vor- und Nachteilen der Fokussierung auf lithiumhaltige Technologie. Die Entwickler der Lithium-Ionen-Batterie bekamen im vergangenen Jahr den Chemie-Nobelpreis. Laut Komitee ermögliche die Batterie-Technologie eine Welt frei von fossilen Brennstoffen. "Wie fast alles andere hat die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien Folgen für die Umwelt, aber es gibt auch riesige Vorteile für die Umwelt", schrieb die Akademie damals.

Das größte Vorkommen von Lithium vermuten Experten im Länderdreieck zwischen Chile, Bolivien und Argentinien. Auf Grundlage der anvisierten Energiewende hat auch Deutschland daran ein Interesse. Doch eine geplante Kooperation mit einem deutschen Unternehmen in Bolivien scheiterte im vergangenen Jahr.

Wieso deutsche Unternehmen bei der Förderung keine Rolle mehr spielen, wie die Produktion vor Ort aussieht und massiv ausgebaut wird und wie es mit der Lithium-Förderung generell weitergehen kann, sehen Sie oben im Video.

Verwendete Quellen:

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