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Was wir beim Bremsen hÀufig falsch machen

Von dpa, t-online, mab

Aktualisiert am 11.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Autofahren im Winter: Einige einfache Faustregeln machen die Fahrt sicherer.
Autofahren im Winter: Einige einfache Faustregeln machen die Fahrt sicherer. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)
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Behutsam und umsichtig fahren, grĂ¶ĂŸere AbstĂ€nde einhalten – das alles ist bekannt. Aber ein Irrtum ums Autofahren im Winter hĂ€lt sich beharrlich. Und er dreht sich ausgerechnet um das sichere Bremsen.

Experten wie Bernd StĂŒrmer vom TĂŒv Nord können das nicht nachvollziehen: "Immer hĂ€ufiger erleben wir schnelle WetterumschwĂŒnge. Autofahrer mĂŒssen daher immer damit rechnen, dass sie im Winter unverhofft auf winterliche StraßenverhĂ€ltnisse treffen." Zudem könnten Sommerreifen im Winter gar nicht ihre QualitĂ€ten ausspielen, da die Gummimischung nicht fĂŒr dauerhaft niedrige Temperaturen konzipiert sei.

Behutsam mit Gas und Bremse – aber nicht immer

Generell ist im Winter natĂŒrlich eine behutsame Fahrweise angesagt. "Schnelles Gasgeben und heftiges Bremsen sollte ebenso vermieden werden wie hastige Lenkbewegungen, durch die das Auto schnell ins Schleudern geraten kann", sagt StĂŒrmer. Ist die Straßensituation unklar, weil beispielsweise gerade Schnee fĂ€llt oder die Temperaturen den Gefrierpunkt erreicht haben, rĂ€t StĂŒrmer zu einem kurzen Bremstest auf freier Strecke.

Eine gute und nach Meinung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) viel zu wenig genutzte Möglichkeit sind Fahrsicherheitstrainings. "Das lohnt sich immer, denn die Erfahrung zeigt, dass die Autofahrer anschließend wesentlich sicherer fahren", sagt Welf Stankowitz vom DVR.

Ein Schwerpunkt bei den Trainings ist das richtige Bremsen: Viele hÀtten Angst, gerade bei Eis und Schnee voll zu bremsen. Aber genau das sei das Richtige, so der Experte. Die Elektronik im Anti-Blockiersystem regele dann den Bremsvorgang optimal. So bleibt das Auto lenkbar und der Fahrer kann einem Hindernis ausweichen.

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Sicheres Schleudern fĂŒr mehr Sicherheit

Fahrsicherheitszentren gibt es im gesamten Bundesgebiet, sie werden vom ADAC und den Landesverkehrswachten betrieben. "Die StraßenglĂ€tte wird hier durch einen sehr effektiven Gleitbelag simuliert. Im Training kann man dann bei bereits geringen Geschwindigkeiten ĂŒben, wie sich das Auto verhĂ€lt, wenn es bei Schnee und Eis ausbricht", sagt Andreas Hölzel vom ADAC.

Ein Tageskurs kostet rund 120 Euro. An den Kursen nehmen die Autofahrer immer mit dem eigenen Wagen teil. "Der Autofahrer bekommt bei den Trainings mit der GleitflĂ€che ein GespĂŒr dafĂŒr, was zu tun ist, wenn er auf GlĂ€tte ins Rutschen oder Schleudern gerĂ€t", sagt Hölzel.

Entscheidend sei, dass Autofahrer bei den Übungen die Kompetenz fĂŒr riskante und gefĂ€hrliche Situationen erlernen und dann auch anwenden könnten. Dazu gehört auch der Rat, die Kupplung zu treten, wenn der Wagen ins Rutschen gerĂ€t. So kann das Auto wieder in die Spur kommen.

Kurven können im Winter besonders tĂŒckisch sein, etwa wenn sie teilweise vereist sind. "In solchen Bereichen gilt besonders: nicht stark beschleunigen, gleichmĂ€ĂŸig lenken und auf keinen Fall die Reifen blockieren lassen", sagt StĂŒrmer. Denn ansonsten komme der Wagen schnell ins Rutschen.

Welche Schaltung ist die richtige?

Bei der Frage, ob Schaltung oder Automatik die bessere Wahl ist, gehen die Meinungen oft weit auseinander. Beim Fahren auf winterlichen Straßen aber sehen Experten die Automatik im Vorteil. Das Anfahren klappt laut Hölzel auf schneeglatter Fahrbahn meist leichter. "Aber egal, ob Schaltwagen, Automatik oder Allrad – ohne gute, geeignete Reifen funktioniert bei GlĂ€tte nichts wirklich gut. Alle bremsen gleich schlecht, wenn die Reifen nicht stimmen", meint der ADAC-Mann.

Bei GlÀtte seien gute Reifen das Entscheidende. "Die ganzen Fahrassistenzsysteme, die das Auto stabil halten sollen, arbeiten nur mit dem Grip, den gute Reifen aufbauen können."

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Wichtig ist im Winter außerdem, einen grĂ¶ĂŸeren Sicherheitsabstand einzuhalten. Geraten andere in Schwierigkeiten, hat man so mehr Spielraum, um noch rechtzeitig zum Stehen zu kommen.

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