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Drohnenrevolution in der Landwirtschaft


Unbemannte Systeme
Drohnenrevolution auf dem Acker

t-online, rk

20.08.2017Lesedauer: 2 Min.
DJI Agras MG-1Vergrößern des BildesEine Drohne bringt ein Spritzmittel schneller und gezielter aus. (Quelle: DJI)
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In der Landwirtschaft bahnt sich eine Revolution an. Drohnen erobern zunehmend die Felder und verdeutlichen: Unbemannten Systemen gehört auch im Agrarbereich die Zukunft.

Auch Öko- und Bio-Bauern kommen nicht ohne natürliche Mittel zur Unkraut- oder Schädlingsbekämpfung aus. Mit Drohnen können diese deutlich präziser ausgebracht werden. Die autonomen Helfer in der Luft kartographieren landwirtschaftliche Nutzflächen schneller, erkennen Unkrautbefall oder spüren Wildtiere vor der Ernte mit Wärmebildkameras auf. Für die Fluggeräte sind Hanglagen in Weinanbaugebieten kein Problem, auch weite Flächen können sie abdecken. Auch für die Aufforstung sollen Drohnen genutzt werden, die bis zu 100.000 Bäume an einem Tag pflanzen können.

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Roboter auf und über dem Feld

Bei "Precision Farming" (Präzisionsackerbau) und Smart Farming (digitalisierte Landwirtschaft) sind Sensoren zur Überwachung von Feldern und intelligente Landmaschinen die Schlüsseltechnologien. Dass lokal nur nach Bedarf gedüngt oder eingegriffen wird, ist für Bauern nichts neues. Die Entwicklung von Drohnen, Software für Bildanalyse und die Forderungen nach mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind die letzten Bausteine für eine kommende, große Umwälzung.

In vier Teilbereichen werden die autonomen Flugsysteme in Zukunft eingesetzt:

1. Bodenanalyse

Um auch über große Felder und Flächen immer im Bilde zu bleiben, schnell auf Schädlinge, Stickstoffgehalt, Wassermangel oder verirrte Tiere reagieren zu können, liefern Drohnen eine gute Grundlage. Algorithmen können anhand von Farbspektren erhöhtes Aufkommen von Unkraut feststellen, Sensoren erstellen 3D-Karten des Bodens und können Saat-Muster erarbeiten.

2. Aussaat

Die Kosten für die Aussaat können durch Drohnen drastisch gesenkt werden, mit Zwischensaaten, bei denen größere Maschinen bestehende Nutzpflanzen schädigen würden, lassen sich Böden zudem besser vorbereiten. Drohnen können auch biologische Schädlingsbekämpfer wie die Schlupfwespe ausbringen.

3. Spritzmittel

Drohnen können ihre Flughöhe dem Boden anpassen und so effizienter spritzen. Sie versprechen die Reduktion eingesetzter Spritzmittel und können die Arbeit bis zu fünf mal schneller als Menschen und herkömmliche Maschinen erledigen.

4. Überwachung

Wärmebilder aus der Luft können tausenden Rehkitzen, Rebhühnern und Hasen das Leben retten, bis zu einer halben Million Tiere fallen Deutschlands Ernten jährlich zum Opfer. Durch die Kostenersparnis und Flexibilität gegenüber Satellitenbildern erlauben Drohnen auch eine kontinuierliche Überwachung der Nutzpflanzen.

Unkrautdichte, Bewässerungsgrad, Gesundheit der Pflanzen oder Befall mit Pilz und Bakterien - Multispektral-Analysen geben Aufschluss über den Zustand der Felder und erlauben dem Landwirt eine schnellere Reaktion.

Viele Experten sind sich einig: In Zukunft werden Landmaschinen und Drohnen komplett autonom als Schwärme auf den Feldern unterwegs sein. Die Geschwindigkeit der Entwicklung hängt jedoch nicht nur von der technischen Entwicklung sondern auch vom Gesetzgeber ab.

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