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Qualcomm quält Apple: Verkaufsverbot für iPhone 7, 8 und X tritt in Kraft

Qualcomm quält Apple  

Verkaufsverbot für ältere iPhones tritt in Kraft

03.01.2019, 21:07 Uhr | dpa

Qualcomm macht mit Verkaufsverbot für Apple iPhones ernst (Quelle: Screenshot Reuters)
Qualcomm macht mit Verkaufsverbot ernst

Kunden, die sich in Deutschland für bestimmte iphone-Modelle interessieren, könnten statt auf ein Display bald in die Röhre gucken. Der US-Chipkonzern Qualcomm macht mit einem Verkaufsverbot für Apple iPhones ernst. (Quelle: Reuters)

Apple iPhones: Qualcomm machte bereits Anfang Januar mit seinem angedrohten Verkaufsverbot ernst. (Quelle: Reuters)


Der Chipkonzern Qualcomm hat das vor Gericht erstrittene Verkaufsverbot für mehrere ältere iPhone-Modelle in Deutschland in Kraft gesetzt. Strittig ist, ob das Verkaufsverbot nur für Apple gilt oder für alle Händler.

Gemäß dem Urteil seien als Sicherheit Wertpapiere im Wert von 1,34 Milliarden Euro hinterlegt worden, teilte Qualcomm mit.

Das Verkaufsverbot betrifft die Modelle iPhone 7 und 8 sowie das iPhone X von 2017. Das Landgericht München hatte am 20. Dezember die Verletzung eines Qualcomm-Patents durch Apple festgestellt. Qualcomm bekam das Recht, ein Verkaufsverbot durchzusetzen, wenn der Chipkonzern die Sicherheitsleistung hinterlegt.

Die Unternehmen zeigten allerdings unterschiedliche Auffassungen über das Ausmaß des Verkaufsverbots. Apple teilte mit, dass lediglich in den 15 deutschen Apple Stores das iPhone 7 und das iPhone 8 nicht mehr verkauft werden sollen. Das iPhone X hatte Apple in seinem Angebot bereits selbst durch das XS ersetzt.

Über Mobilfunk-Betreiber und andere Händler würden weiterhin alle Modelle verfügbar bleiben, erklärte Apple nach dem Urteil. Qualcomm forderte dagegen, die betroffenen Geräte müssten bei allen Einzelhändlern in Deutschland eingezogen werden.

Apple kündigt Berufung an

Apple kündigte Berufung gegen das Urteil des Landgerichts an. Die Sicherheitsleistung von jeweils 668,4 Millionen Euro für die beiden Verfahren, in denen es um das Patent ging, soll den iPhone-Konzern gegen mögliche Verluste absichern, falls er in dem Prozess am Ende Recht bekommen sollte.

Bei dem Patent geht es um eine Technologie, die den Stromverbrauch von Telekommunikations-Chips anpasst, damit der Akku länger hält.

Qualcomm erzielte mit dem Münchner Urteil einen ersten spürbaren Erfolg in dem weltweit ausgetragenen Streit mit Apple.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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