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Mobile World Congress: Innovation Falt-Display bringt Probleme

Neue Luxusgeräte  

Die Innovation Falt-Display bringt mehrere Probleme

25.02.2019, 15:01 Uhr | AFP

Samsung präsentiert faltbares Smartphone (Screenshot: Reuters)
Samsung präsentiert faltbares Smartphone

Samsung arbeitet an einem Smartphone, das sich aufklappen und so in einen größeren Bildschirm umwandeln lässt. Jetzt wurde der Prototyp präsentiert.

World Mobile Congress 2019: Mit diesem faltbaren Smartphone will Samsung punkten. (Quelle: t-online.de)


Die großen Tech-Konzerne führen faltbare Handy-Displays als neue Innovation ein. Wo es neben dem hohen Preis noch so hakt, lesen Sie hier.

Auf dem Markt für faltbare Smartphones nehmen die großen Hersteller den Kampf auf. Der südkoreanische Branchenprimus Samsung hat bereits vergangene Woche ein Hybridgerät aus Tablet und Smartphone präsentiert, der chinesische Konkurrent Huawei zog beim "Mobile World Congress" in Barcelona am Sonntagabend nach. Auch der zweite chinesische Riese Xiaomi und das südkoreanische Unternehmen LG arbeiten bereits an Geräten mit faltbaren Bildschirmen.

Von den Falt-Handys erhoffen sich die Hersteller einen Anstieg bei den Smartphone-Verkäufen. Die Verkaufszahlen waren 2018 weltweit um 4,1 Prozent auf 1,4 Milliarden gefallen. Das liegt vor allem daran, dass wenige Geräte mit neuen Funktionen vorgestellt wurden. Smartphone-Besitzer nutzen ihre alten Geräte deshalb heute deutlich länger.

Preise im vierstelligen Bereich nicht das einzige Minus

Samsung bewirbt sein Galaxy Fold daher als "einzigartiges Luxusgerät". Das zeigt sich auch im Preis: Zum Verkaufsbeginn am 26. April soll es ab 1.980 Dollar (in Deutschland knapp 2.000 Euro) kosten. Das neue Huawei-Gerät Mate X ist mit fast 2.300 Euro sogar noch teurer. "Ich glaube, wir befinden uns im Steinzeitalter des faltbaren Geräts", sagt Ben Wood, Analyst bei der Marktforschungsfirma "CCS Insight". Laut seinen Prognosen wird das Falt-Handy noch drei Jahre lang, bis 2022, wegen des Preises ein Nischenprodukt bleiben.

Auch die Berater von "Strategy Analytics" schätzen, dass im laufenden Jahr weltweit nur 1,2 Millionen Falt-Handys verkauft werden. 2023 solle diese Zahl auf 64,9 Millionen steigen – was nur 3,5 Prozent der erwarteten weltweiten Smartphone-Verkäufe wären.

Neben dem Preis offenbaren die Falt-Handys noch weitere Probleme. Dazu gehört unter anderem das Display, auf dem sich bei Sonnenschein schlecht lesen lässt, sowie das sperrige Design. Zudem fragt sich, wie gut sich Apps optimieren lassen, damit sie auch bei gefaltetem Bildschirm funktionieren.
 


Einige Experten bezweifeln auch, wie widerstandsfähig die Geräte sind. Zwar geben sowohl Samsung als auch Huawei an, dass ihre Geräte über 100.000-mal gefaltet werden können, ohne kaputt zu gehen. Dennoch bleibt die Mechanik des Falt-Displays laut Analysten eine mögliche Schwachstelle.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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