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Apple verzweifelt an Ladegerät: AirPower erscheint nicht

Projekt eingestampft  

Apple verzweifelt an einem Ladegerät

02.04.2019, 09:44 Uhr | dpa

Apple verzweifelt an Ladegerät: AirPower erscheint nicht. Präsentation der geplanten Ladematte AirPower 2017 im Steve Jobs Theater in Cupertino.

Präsentation der geplanten Ladematte AirPower 2017 im Steve Jobs Theater in Cupertino. Nun hat Apple den Marktstart des Geräts abgesagt. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP. (Quelle: dpa)

Apple hat eine ungewöhnliche Niederlage eingeräumt und den Marktstart eines lange angekündigten Gerätes abgesagt. Das "AirPower"-Aus hat mit technischen Problemen zu tun.

Man habe nach großen Anstrengungen schließlich festgestellt, dass AirPower nicht dem Anspruch von Apple gerecht werde, erklärte der für Hardware-Entwicklung zuständige Top-Manager Dan Riccio. Er entschuldigte sich bei den Kunden, die auf das Gerät gewartet hatten.

Apple hatte AirPower bereits im September 2017 präsentiert und damals ohne genauen Termin einen Marktstart für das Jahr 2018 angekündigt. Mit dem Gerät sollte man gleichzeitig ein iPhone, die Computer-Uhr Apple Watch und die AirPods-Ohrhörer aufladen können, indem man sie auf die Matte legt.

Apple stellt neue Technik traditionell erst vor, wenn der Konzern von der Marktreife überzeugt ist – bei AirPower müssen also nach der Präsentation unvorhergesehene Schwierigkeiten aufgetaucht sein. Der Konzern experimentiert immer wieder mit Geräten, die am Ende nicht auf den Markt kommen. Dass jedoch ein bereits angekündigtes Produkt nicht erscheint, hat es so noch nicht gegeben. Zuletzt gab es bei neuen Geräten wie den AirPods oder dem vernetzten Lautsprecher HomePod zwar Verzögerungen - aber in den Handel kamen sie schließlich trotzdem.

Massive technische Schwierigkeiten

Schon länger gab es Medienberichte, wonach Apple bei AirPower mit massiven technischen Problemen zu kämpfen hatte. Das "Wall Street Journal" schrieb jetzt, Apple habe die Matte abrupt gestrichen, nachdem festgestellt worden sei, dass die Produktionskosten zu hoch seien, die Ladeunterlage überhitze und einzelne Geräte wie die Apple Watch nicht verlässlich auflade. Auch der Finanzdienst Bloomberg berichtete von Überhitzung und Problemen mit der Software sowie beim Laden, wenn die Geräte frei auf der Matte platziert werden.

Das Aus für AirPower muss kurzfristig beschlossen worden sein: Bei dem gerade erst erschienenen Drahtlos-Ladecase für die AirPods war noch auf die Ladematte verwiesen worden. Das "Wall Street Journal" hatte vor kurzem auch berichtet, AirPower sei für die Produktion freigegeben worden. Zudem wurden in der jüngsten Beta-Version des iPhone-Betriebssystems iOS Hinweise auf eine Unterstützung des Geräts gefunden.


Andere Hersteller bieten Ladematten für zwei Geräte

Apple selbst machte keine näheren Angaben zu den Problemen mit AirPower. Von anderen Herstellern gibt es inzwischen Ladematten für zwei Geräte. Allerdings muss man sie dabei recht genau auf bestimmten Stellen platzieren - und Apple hatte versucht, eine Matte zu bauen, bei der man die Geräte überall hinlegen konnte. Dafür sollte sie mit überlappenden Ladespulen gefüllt werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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