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Firma verkaufte Zehntausende iPhones anstatt sie zu verschrotten

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 03.10.2020Lesedauer: 2 Min.
iPhone-Teile beim Recycling: Ein Recyclingunternehmen verkaufte die iPhones stattdessen lieber.
iPhone-Teile beim Recycling: Ein Recyclingunternehmen verkaufte die iPhones stattdessen lieber. (Quelle: Xinhua/Wu Xiaoling/imago-images-bilder)
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Ein Recyclingunternehmen hat offenbar über 100.000 iPhones, iPads und Apple Watches weiterverkauft – die eigentlich für die Verschrottung vorgesehen waren. Jetzt verlangt Apple Schadensersatz in Millionenhöhe.

Das kanadische Recyclingunternehmen Geep sieht sich derzeit mit einer Schadensersatzforderung in zweistelliger Millionenhöhe durch Apple konfrontiert: Der Technik-Gigant wirft dem Unternehmen Diebstahl vor. Das berichtet das IT-Magazin The Logic.


iOS 14 – Das sind die neuen Funktionen

Ein iPhone mit iOS 14: Die für den Alltag vermutlich wichtigste Änderung des neuen Betriebssystems ist, dass der Startbildschirm erstmals verändert wurde. Jetzt können etwa auch größere Widgets direkt auf dem Home-Bildschirm platziert werden. So lässt sich etwa der Kalender mit mehr Informationen anzeigen – oder die Fitness-App. In den kommenden Tagen und Wochen dürften noch viele weitere Widgets folgen.
Die weitere große Neuerung auf dem Home-Bildschirm ist die App-Bibliothek: Wer auf seinem Home-Bildschirm ganz nach rechts wischt, findet sie dort ab sofort automatisch. Hier sind alle Apps in Ordnern zusammengefasst. Sucht man eine bestimmte App kann man sich die zuletzt hinzugefügten anzeigen lassen – oder durch eine alphabetisch sortierte Liste blättern
+14

Hintergrund ist, dass bei Geep offenbar mindestens 103.845 Apple-Geräte, vor allem iPhones, aber auch iPads und Apple Watches weiterverkauft wurden – dabei hatte das Unternehmen eigentlich den Auftrag, die Geräte zu zerlegen und die einzelnen Komponenten zu recyceln. Apple hat deshalb zum Jahresbeginn Klage gegen das kanadische Unternehmen eingereicht, die jüngste Einreichung von Geep geschah im Juli. Bekannt geworden ist der Vorfall allerdings erst jetzt.

Laut den Unterlagen bestreitet der Recycler Geep den Vorwurf nicht – weist als Unternehmen aber die Verantwortung von sich: Der illegale Verkauf sei von drei Mitarbeitern abgewickelt worden, ohne dass das Unternehmen oder andere Mitarbeiter davon Kenntnis gehabt hätten. Laut Apple handle es sich bei den drei Mitarbeitern allerdings um leitende Angestellte des Unternehmens.

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Apple fordert Strafzahlung von rund 20 Millionen Euro

Apple fordert nun nicht nur die kompletten Erlöse aus dem Verkauf der gestohlenen Produkte, sondern zusätzlich auch noch eine Entschädigung in Höhe von 31 Millionen Kanadischen Dollars (rund 20 Millionen Euro). Laut Geep sollen die verantwortlichen Mitarbeiter die Zahlung übernehmen, sollte das Gericht Apples Forderung bestätigen.

Der Diebstahl war aufgefallen, weil Apple bei einer Überprüfung des Geep-Lagers das Fehlen bestimmter Geräte bemerkt hatte. Die Überprüfung der Seriennummern der rund 577.000 von Apple an Geep gelieferten Geräte zeigte, dass 103.845 davon offenbar nach dem Diebstahl in den Netzwerken verschiedener Mobilfunkunternehmen angemeldet wurden. Da viele iPads und Apple Watches über gar keine Mobilfunkanbindung verfügen, dürfte die tatsächliche Zahl der weiterverkauften Geräte noch höher liegen.

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