Sie sind hier: Home > Digital >

"Teatime Takedown": Aldi will mit schräger Kampagne Kinder vom Gaming abhalten

Schräge Kampagne für Eltern  

Aldi: Elite-Gamer sollen Kindern den Spaß verderben

15.03.2019, 12:31 Uhr | lr, t-online.de

"Teatime Takedown": Aldi will mit schräger Kampagne Kinder vom Gaming abhalten. "Kinder aus der virtuellen Welt holen" – das ist das Ziel der Aldi-Kampagne "Teatime Takedown". (Quelle: Aldi.co.uk/teatime-takedown)

"Kinder aus der virtuellen Welt holen" – das ist das Ziel der Aldi-Kampagne "Teatime Takedown". (Quelle: Aldi.co.uk/teatime-takedown)

Eine Kampagne der Supermarktkette Aldi sorgt in Großbritannien für Schlagzeilen. Sie soll Eltern vermeintlich helfen, ihre Kinder von Spielekonsolen fernzuhalten. Doch der Plan ruft Kritik hervor.

Gaming statt gemeinsam essen? Vor diesem Problem stehen nach Ansicht von Aldi viele Familien in Großbritannien. Deshalb hat der Discounter die Kampagne "Teatime Takedown" gestartet.

Die Idee: Eltern können "eine Truppe von Elite-Gamern" buchen, die das eigene Kind bei Online-Spielen besiegen, ihm so den Spaß am Spiel nehmen – und in der Folge ein gemeinsames Abendessen ermöglichen. Oder eben eine Teatime.

Seine Kampagne untermauert Aldi in einem Bericht der "Sun" mit Daten. Demnach habe eine landesweite Studie ergeben, dass sich mehr als die Hälfte der britischen Kinder weigere, mit ihren Eltern gemeinsam zu essen. In rund einem Viertel dieser Fälle sei das auf Gaming zurückzuführen. Wie diese Daten erhoben wurden, bleibt unklar.

Ebenso unsicher ist, wie ernst die Aktion wirklich gemeint ist. Die ersten Termine stehen erst am kommenden Freitag, 22. März, an. Eltern können bei der Registrierung zwischen sechs Tagen im März wählen und ein Zeitfenster für den "Takedown" angeben. Die Registrierung läuft über Facebook.

Eltern sollen Spielernamen herausfinden

In den sozialen Netzwerken regt sich aus verschiedenen Gründen Kritik an der Marketing-Aktion. Ein Vorwurf: in dem dramatisch anmutenden Werbeclip werde suggeriert, dass Kinder nur durch Niederlagen von der Konsole ablassen würden – und es in der Erziehung keine anderen Möglichkeiten geben würde. Gezeigt werden ausrastende Kinder, die ihre Controller wütend wegwerfen, um sich dann fröhlich an den Esstisch zu setzen. Nicht wirklich realistisch.


Zudem wird auf einer Infoseite des Unternehmens Eltern erklärt, wie sie sich beispielsweise an der Xbox oder Playstation in die Profile ihrer Kinder einloggen, um heimlich ihren Spielernamen zu erfahren. Die Gefahr, dass Kinder ihren Eltern die gesamte Aktion verübeln, wird nicht thematisiert.

Eins schafft die Kampagne aber auf jeden Fall: Aufmerksamkeit für den Discounter. Ein deutsche Kampagne gibt es (bisher) nicht.

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sichern Sie sich jetzt Ihre Begleiter für den Frühling!
jetzt shoppen auf tamaris.com
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2019