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Apple mit Rekord-Weihnachtsquartal trotz Chip-Knappheit

Von dpa
Aktualisiert am 28.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Apple meldet rund 85 Millionen verkaufte iPhones.
Apple meldet rund 85 Millionen verkaufte iPhones. (Quelle: Stefan Jaitner/dpa./dpa)
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Cupertino (dpa) - Apple hat im vergangenen WeihnachtsgeschĂ€ft trotz der globalen Chip-Knappheit erneut Rekordzahlen eingefahren. Der Quartalsgewinn erreichte 34,6 Milliarden Dollar (31 Mrd Euro). Das war gut ein FĂŒnftel mehr als ein Jahr zuvor.

Der Umsatz stieg um rund elf Prozent auf 123,9 Milliarden Dollar (111,2 Mrd Euro), ebenfalls ein Bestwert. Dabei hĂ€tte der Konzern ohne die Chip-EngpĂ€sse noch mehr verkaufen können: Apple schĂ€tzt, dass sie den Umsatz um mehr als sechs Milliarden Dollar drĂŒckten.

Das iPhone war abermals der Wachstumstreiber. Der Umsatz mit dem Apple-Smartphone stieg im Jahresvergleich auf 71,6 Milliarden Dollar, wie Apple nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Das war ein Plus von neun Prozent im Jahresvergleich - deutlich höher als von Analysten erwartet.

Rivalen vom Spitzenplatz verdrÀngt

Nach Berechnungen der Analysefirma IDC verdrĂ€ngte Apple wie so oft im Weihnachtsquartal Samsung vom Spitzenplatz im Smartphone-GeschĂ€ft. Mit rund 85 Millionen verkauften iPhones kam Apple demnach auf einen Marktanteil von 23,4 Prozent. Die Zahlen der Marktforscher legen nahe, dass der Konzern mehr teurere iPhone-Modelle als im Vorjahr verkauft haben muss. Denn bei den StĂŒckzahlen errechnete IDC einen RĂŒckgang von knapp drei Prozent. Von Apple selbst gibt es keine Absatzzahlen mehr.

Auch bei Mac-Computern, der Sparte mit der Apple Watch und Zubehör sowie im Abo-GeschĂ€ft gab es deutliche ZuwĂ€chse und Umsatzrekorde. Das iPad-GeschĂ€ft schrumpfte dagegen um 15 Prozent. Finanzchef Luca Maestri fĂŒhrte das auf die Chip-Knappheit zurĂŒck. Die Nachfrage sei stark gewesen - und rund jeder zweite iPad-KĂ€ufer habe damit sein erstes Apple-Tablet erworben.

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Weniger Gegenwind erwartet

FĂŒr das laufende Quartal erwartet Apple etwas weniger Gegenwind durch die Chip-EngpĂ€sse. Die Versorgungsprobleme von Apple beschrĂ€nkten sich vor allem auf Halbleiter-Produkte aus Ă€lteren Produktionsverfahren, wie Konzernchef Tim Cook sagte.

Solche Chips kommen zum Beispiel in Netzteilen zum Einsatz. Sie wurden schnell zu einem knappen Gut, nachdem der Bedarf an Computern in der Corona-Pandemie hochschoss. Denn die Chipindustrie hatte die KapazitĂ€ten bei Ă€lteren Prozessen ĂŒber die Jahre zurĂŒckgefahren. Die Situation bleibe eine Herausforderung, betonte Cook. Apple kommt bisher dank seiner gut organisierten Lieferketten allerdings besser durch die EngpĂ€sse als viele Konkurrenten.

Das zeigt sich auch im GeschĂ€ft mit Mac-Computern, das zuletzt Quartal fĂŒr Quartal RekordumsĂ€tze abwirft. Im vergangenen Vierteljahr sprangen die Erlöse um 25 Prozent auf 10,85 Milliarden Dollar hoch. Der Großteil der VerkĂ€ufe entfalle inzwischen auf neue Modelle mit Apples hauseigenen Prozessoren statt Intel-Chips, hieß es. Der Konzern wechselt bei Macs auf die Chip-Architektur seiner iPhones und verspricht dadurch Vorteile bei Leistung und Effizienz.

Viele neue Kunden

Die Sparte, in der diverse GerĂ€te wie Computer-Uhr Apple Watch, die AirPods-Ohrhörer und die HomePod-Lautsprecher gebĂŒndelt sind, steigerte den Umsatz um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar. Apple nennt keine Absatzzahlen fĂŒr einzelne Kategorien. Finanzchef Maestri hob aber hervor, dass es fĂŒr ĂŒber zwei Drittel der Watch-KĂ€ufer im vergangenen Quartal ihre erste Apple-Uhr gewesen sei.

Insgesamt sind aktuell 1,8 Milliarden Apple-GerÀte bei Nutzern im Einsatz.

Der Dienste-Bereich mit Abo-Angeboten und dem App-GeschÀft wuchs um 24 Prozent auf 19,5 Milliarden Dollar. Quer durch alle Dienste wie Musik- und Videostreaming oder Online-Speicher hat Apple 785 Millionen aktive Abonnements - 165 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

Das Weihnachtsquartal mit frischen iPhone-Modellen ist traditionell das stĂ€rkste im Jahr fĂŒr den Konzern. Doch die Zahlen ĂŒbertrafen noch die Wachstums-Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel am Freitag zeitweise um rund vier Prozent zu - obwohl Apple fĂŒr das laufende Vierteljahr ein langsameres Wachstum in Aussicht stellte. Das liege unter anderem daran, dass vor einem Jahr ein grĂ¶ĂŸerer Teil der iPhone-Nachfrage als ĂŒblich erst Anfang 2021 bedient worden sei, erlĂ€uterte Maestri.

Nach dem Rekordquartal lagen die Reserven des Konzerns trotz AusschĂŒttungen an die AktionĂ€re bei 203 Milliarden Dollar. Dem stehen Schulden von 123 Milliarden Dollar gegenĂŒber.

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