Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet >

Amazon schließt gravierende Sicherheitslücken in Alexa

Hacker-Angriffe möglich  

Amazon schließt gravierende Sicherheitslücken in Alexa

13.08.2020, 13:29 Uhr | dpa

Amazon schließt gravierende Sicherheitslücken in Alexa . Ein Amazon Echo Dot (Symbolbild): Sicherheitsforscher haben im Sprachassistenzsystem Alexa mehrere Sicherheitslücken entdeckt.  (Quelle: imago images/STPP)

Ein Amazon Echo Dot (Symbolbild): Sicherheitsforscher haben im Sprachassistenzsystem Alexa mehrere Sicherheitslücken entdeckt. (Quelle: STPP/imago images)

Die smarten Alexa-Lautsprecher sind populär, weil sie aufs Wort gehorchen und von vielen als nützlich und unterhaltsam angesehen werden. Forscher haben nun aber Sicherheitslücken entdeckt.

Sicherheitsforscher aus Kalifornien haben im Sprachassistenzsystem Alexa von Amazon und den dazugehörigen vernetzten Lautsprechern mehrere gravierende Sicherheitslücken entdeckt, die Hacker-Angriffe ermöglicht hätten.

"Mit nur einem falschen Klick drohte den Anwendern der Verlust zahlreicher persönlicher Daten oder sogar der Historie sämtlicher Sprachaufzeichnungen, also des persönlichen Stimmen-Profils", teilte am Donnerstag das israelische Sicherheitsunternehmen Check Point mit, das die Schwachstellen in seinem Labor in San Carlos entdeckt hatte. Außerdem hätten die Anwender über Alexa ausspioniert werden können.

Amazon schließt Schwachstelle

Ein Amazon-Sprecher bestätigte die Angaben von Check Point und betonte, dass die Fehler inzwischen behoben seien. "Wir schätzen die Arbeit unabhängiger Forscher wie Check Point, die uns auf potenzielle Probleme aufmerksam machen. Wir haben die Schwachstelle umgehend behoben, nachdem wir davon erfahren haben - und werden unsere Systeme weiterhin stärken." Amazon seien keine Fälle bekannt, "in denen diese Schwachstelle zuungunsten unserer Kunden ausgenutzt wurde oder Kundeninformationen offengelegt wurden".

Die Schwachstellen befanden sich nach Angaben von Check Point nicht auf den Lautsprechern selbst, sondern in der Online-Infrastruktur von Amazon. So habe man bestimmte Internet-Domains von Amazon und Alexa mit sogenannten Cross Site Scripting angreifen können. Die Forscher waren außerdem in der Lage, den Autorisierungsschlüssel ("CSRF-Token") abzufangen und damit Aktionen im Namen des Opfers auszuführen.

Klick auf Amazon-Link hätte gereicht

Mit diesen Methoden hätte ein Angreifer unter anderem auf dem Alexa-Konto eines Opfers Programme ("Skills") entfernen oder neu installieren können. Möglich sei auch gewesen, auf den Stimmverlauf des Amazon-Kunden zuzugreifen und persönliche Informationen über die Interaktionen des Benutzers mit einzelnen Programmen zu stehlen. "Ein Angriff hätte nur einen einzigen Klick auf einen vermeintlichen Amazon-Link erfordert, der vom Angreifer erstellt wurde, um erfolgreich zu sein."

Amazon habe schnell auf die Offenlegung reagiert, um diese Schwachstellen auf bestimmten Amazon- und Alexa-Subdomains zu schließen, erklärte Check Point. "Wir hoffen, dass die Hersteller ähnlicher Geräte dem Beispiel von Amazon folgen werden und ihre Produkte auf Schwachstellen überprüfen, welche die Privatsphäre der Benutzer gefährden könnten." Ähnlich Sicherheitsforschung habe Check Point bereits bezüglich Tiktok, WhatsApp und "Fortnite" durchgeführt und "alarmierende Ergebnisse" erhalten. Das Unternehmen wollte aber nicht sagen, welche Schwachstellen dies genau waren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet

shopping-portal