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Havarie im Suezkanal: So können Sie den Schiffsstau live verfolgen

Blockade des Suezkanals  

Wie Sie den Schiffsstau live verfolgen können

28.03.2021, 15:53 Uhr | mak, t-online

 (Quelle: Glomex)
Crew der „Ever Given" fuhr ungewöhnlichen Kurs

Das Containerschiff „Ever Given" versperrt weiterhin den Suezkanal. Vor dem Unfall hatte sich die Crew offensichtlich sehr gelangweilt – wie Tracker-Daten zeigen. (Quelle: KameraOne)

Kunstwerk oder Zufall: Bevor die "Ever Given" auf Grund lief, wählte die Besatzung einen ungewöhnlichen Kurs, der für viel Aufsehen sorgte. (Quelle: KameraOne)


Eines der größten Containerschiffe der Welt blockiert seit Tagen den Suezkanal. Die Folge: Hunderte Schiffe müssen warten oder einen Umweg nehmen. Sie können das Spektakel live verfolgen. So geht's.

Was aussieht wie ein Haufen Ameisen, sind Hunderte Schiffe, die sich im Mittelmeer und im Roten Meer stauen. Der Grund: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist ein 400 Meter langes Containerschiff, die "Ever Given", auf Grund gelaufen – und das ausgerechnet im Suezkanal, einer der bedeutendsten Wasserstraßen der Welt.

Im vergangenen Jahr passierten der Kanalbehörde Suez Canal Authority zufolge fast 19.000 Schiffe und damit durchschnittlich rund 52 Schiffe pro Tag den Kanal. Viele müssen nun warten – oder den deutlich längeren Umweg über die Südspitze Afrikas nehmen, vorbei am Kap der guten Hoffnung.

Im Internet können Sie dieses Spektakel live verfolgen. Denn die meisten Schiffe auf internationalen Gewässern müssen mit dem sogenannten "Automatischen Identifikationssystem", kurz "AIS", ausgerüstet sein. Das betrifft Boote, die eine bestimmte Größe, Passagieranzahl oder Bruttoraumzahl (BRZ) überschreiten. BRZ ist der Raum, der den Passagieren zur Verfügung steht.

Die AIS-Anlage sendet wichtige Daten der Schiffe, wie etwa Position oder Geschwindigkeit. Webseiten nutzen diese Daten, um daraus Radarkarten zu erstellen – eine bekannte Seite ist "vesselfinder.com".

So nutzen Sie die Schiffsradarseite

Auf dieser können Sie den Schiffsverkehr auf der Welt verfolgen. Eine Anleitung, wenn Sie nach dem Stau im Roten Meer schauen möchten.

  1. Rufen Sie die Seite "vesselfinder.com" auf.
  2. Geben Sie rechts oben im Suchfeld den Namen "Ever Given" ein.
  3. Nun springen Sie zu dem Containerschiff, das den Suezkanal verstopft. Neben allgemeinen Infos zu dem Schiff können Sie nun unten rechts auf "Map Position" klicken.
  4. Jetzt sehen Sie die Radarkarte mit der "Ever Given".
  5. Wenn Sie weiter nach unten scrollen, sehen Sie lauter gelbe, orangene, graue oder grüne Punkte. Das sind die wartenden Schiffe. Der Pfeil steht für Schiffe, die gerade unterwegs sind.

Gut zu wissen: Gelbe Punkte stehen für Transportschiffe, grüne für Kreuzfahrtschiffe, orangene für Tanker, rote für militärische Boote, violette für Segelschiffe/Yachten und blaue für Fischerboote. Bei den grauen Punkten gibt es keine Angaben zu der Schiffsart.

Statt nach einem bestimmten Schiff zu suchen, können Sie bei "vesselfinder.com" auch direkt auf die Radarkarte klicken und sich durchscrollen. Sie können herein- und herauszoomen, um weniger oder mehr Schiffe zu finden. 

Klicken Sie auf einen Punkt oder Pfeil, zeigt das Programm in der Regel auch den Namen des Schiffes, den Abfahrts- sowie Zielhafen als auch das Land an, in dem das Boot registriert ist. Im Falle der "Ever Given" ist das Panama, obwohl es aus einer chinesischen Reederei stammt. Oftmals sehen Sie auch ein Foto des Schiffes.

"Ever Given" fährt Spur in Form von Penis

Außerdem können Sie sich die Route der Schiffe anzeigen lassen. Dazu müssen Sie, wenn Sie auf ein Boot geklickt haben, auf "Track" oder – wenn Sie die Webseite auf Deutsch eingestellt haben – auf "Spur" klicken.

 (Quelle: VesselFinder/dpa) (Quelle: VesselFinder/dpa)

Diese Funktion hatte vor einigen Tagen die Netzgemeinde amüsiert. Denn Bilder zeigen, wie die "Ever Given" beim Warten vor dem Kanal ihre Kreise zieht – und zwar nach Ansicht vieler Nutzer in Form eines Penis. Der Bundesverband der See- und Hafenlotsen hält Vorsatz in dem Fall allerdings für ausgeschlossen.

Mit einem 400 Meter langen Schiff sei das ein Ding der Unmöglichkeit, sagte Kapitän und Verbandsgeschäftsführer Uwe Jepsen der Deutschen Presse-Agentur. Aus seiner Sicht ist das aufgetretene Muster schlicht Zufall.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • vesselfinder.com
  • schiffradar.org
  • schiffundtechnik.com
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters und dpa
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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