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Diese Infos sollten Sie lieber nicht in die Mail packen

Von t-online, avr

17.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Die Mail-App von Apple (Symbolbild): Wer E-Mails schreibt, sollte aufpassen, welche persönliche Details er preisgibt.
Die Mail-App von Apple (Symbolbild): Wer E-Mails schreibt, sollte aufpassen, welche persönliche Details er preisgibt. (Quelle: imageBROKER/ValentinxWolf/imago-images-bilder)
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Bei Briefen ist es üblich, dass Schreiber neben Namen auch Adresse oder andere Infos angeben. Auch im E-Mail-Zeitalter halten es viele weiterhin so. Doch das könnte gefährlich werden, sagt ein Sicherheitsexperte.

Wer Unbekannten eine Mail schreibt, sollte in der Signatur besser mit persönlichen Informationen geizen. Denn wenn solche Infos an Kriminelle geraten, könnten sie damit viel Schaden anrichten.

Davor warnt auf Anfrage von t-online beispielsweise Thomas Uhlemann, Sicherheitsexperte bei der Antivirenfirma Eset. "Es gilt keine Absenderpflicht, viele tun es dennoch", sagt Uhlemann. "Der Name als 'Unterzeicher*in' der E-Mail reicht schon völlig aus, ohne dabei unhöflich zu erscheinen."

Was Betrüger mit Ihren Daten machen können

So kommt es immer wieder vor, dass Nutzer beim Versenden von privaten Mails in ihre Signatur den vollen Namen, Adresse sowie Festnetz- oder sogar die Mobilfunknummer eintragen.

Mit solchen Daten können Betrüger aber einiges anstellen, sagt Uhlemann: "Wenn Passwörter auf Adressdaten basieren, ist schnell der Zugang zur Mail geknackt. Somit auch oft dann der Zugang zu Social Media und vieles mehr."

Zudem können Betrüger mit Details wie Namen und Adresse noch andere Betrügereien vornehmen: Uhlemann nennt als Beispiel Paketbetrug: Kriminelle kaufen Waren auf Rechnung, fangen die Pakete aber vor der Wohnung des Opfers ab: "Die Zusteller*innen sind meist froh, die Sendung los zu sein und prüfen die Empfänger*innen nicht genauer. Selbst der typische Zettel 'Beim Nachbarn XY abgegeben' hilft da nicht viel", so Uhlemann.

Gefälschte Supportanrufe

Auch gefälschte Verkäufe seien möglich: "Verkäufe bei beispielsweise Ebay-Kleinanzeigen lassen sich so realisieren, dass man Waren anbietet, die nicht existieren und diese sich per Vorkasse (bevorzugt 'PayPal Freunde & Familie') bezahlen lässt", sagt Uhelmann. "Bei den Plattformen selbst muss meist eine existierende postalische Adresse angegeben werden. Im Beschwerdefall stehen die Käufer*innen ohne Ware beim falschen 'Verkäufer' vor der Tür, der dann eine Menge Ärger bekommt, obwohl er nichts verbrochen hat."

Die Telefonnummer können Kriminelle dazu nutzen, um beispielsweise gefälschte Support-Anrufe durchzuführen. "Gerade, wenn es sich um ältere Menschen handelt", sagt Uhlemann. Auch erwähnt der Experte hier den bekannten Enkeltrick oder Anruf durch falsche Polizisten.

Wer einem guten Freund oder Bekannten schreibt, muss natürlich nicht sofort damit rechnen, dass seine Daten missbraucht werden. Dennoch gilt es besser, aufzupassen. "Auch wenn die oben beschriebenen Szenarien 'weit hergeholt' und 'unwahrscheinlich' erscheinen mögen, so sind es doch bereits erfolgte Angriffe, auf denen sie basieren", sagt Uhelmann.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
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