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Sind billige Anbieter automatisch schlechter?

dpa-tmn, Pauline Sickmann

15.02.2018Lesedauer: 3 Min.
Handynutzerin: Billig-Anbieter sind nicht unbedingt schlechter als teure.
Handynutzerin: Billiganbieter sind nicht unbedingt schlechter als teure. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Immer mehr Anbieter buhlen um die Gunst der Smartphonenutzer ÔÇô viele davon locken mit g├╝nstigen Tarifen, bieten ├Ąhnlich viel Datenvolumen und Telefoneinheiten wie teure Vertr├Ąge. Wie kann das sein?

Irgendwo gibt es doch bestimmt einen Haken: Versteckte Geb├╝hren? Schlechteres Netz? Mieser Service? Das sind Fragen, die man sich stellt, wenn man Angebote f├╝r besonders g├╝nstige Mobilfunkvertr├Ąge sieht. Dabei kann man mit ihnen oft viel Geld sparen ÔÇô und trotzdem gut erreichbar sein. Die Antworten auf Fragen rund um Tarife zum Spottpreis.

Warum k├Ânnen manche Tarife so g├╝nstig sein?

In Deutschland gibt es drei Netzbetreiber: Telekom, Vodafone und Telef├│nica (O). Anbieter von G├╝nstigtarifen betreiben kein eigenes Netz, sondern kaufen bei einem der drei Unternehmen Kapazit├Ąten zu g├╝nstigen Konditionen ein, um eigene Tarifpakete zu schn├╝ren. Wer ein solches Paket bucht, muss aber gegebenenfalls Abstriche machen, erkl├Ąrt Thomas Michel vom Telekommunikationsportal "Teltarif.de": "Einige Services der Netzbetreiber stehen den Kunden der kleinen Anbieter nicht zur Verf├╝gung."

Sind die Netze f├╝r Kunden der Billiganbieter schlechter?

Pauschal schlechter sind die Netze f├╝r sie nicht ÔÇô die Netzabdeckung bleibt schlie├člich die gleiche. Allerdings gibt es Unterschiede im Zugang zu den LTE-Netzen: W├Ąhrend in den O-Netzen der Telef├│nica alle gleichberechtigt sind, haben Kunden von Billiganbietern in den Netzen von Telekom und Vodafone je nach Anbieter und Tarif keinen Zugang zum LTE-Netz (zum Beispiel bei Congstar) und k├Ânnen unter Umst├Ąnden nur das bei der Daten├╝bertragung etwas langsamere UMTS-Netz nutzen.

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Allerdings muss "nur" UMTS nicht zwingend schlecht sein. Denn im Ausbau der Netze kann es zwischen UMTS und LTE, zwischen Stadt und Land und nat├╝rlich zwischen den Netzbetreibern, gro├če Unterschiede geben. Oliver Griess von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen r├Ąt deshalb: "Bevor man einen Mobilfunkvertrag abschlie├čt, sollte man schauen, welches Netz der Anbieter nutzt und wie die Netzabdeckung ist." Das geht zum Beispiel online auf den Seiten der Netzbetreiber.

Ist der Kundendienst schlechter?

In diesem Punkt unterscheiden sich Billiganbieter vor allem in einem Punkt von Netzbetreibern: Sie haben keine Ladengesch├Ąfte, sondern vertreiben ihre Tarife in aller Regel nur online ÔÇô was mit ein Grund f├╝r die niedrigen Preise ist. Grunds├Ątzlich ist der Service aber stark anbieterabh├Ąngig. "Nat├╝rlich haben die Netzbetreiber einen Premiumanspruch", meint Daniel P├Âhler vom Verbraucherportal "Finanztip.de". Dazu geh├Âre auch ein guter Service. Trotzdem gebe es auch prominente Beispiele f├╝r schlechten Kundendienst bei den Netzbetreibern. Deshalb sei f├╝r schlechten Service nicht zwangsl├Ąufig ein g├╝nstiger Preis verantwortlich.

Gibt es versteckte Kosten?

"So leidlich es ist: Bevor man einen Mobilfunkvertrag abschlie├čt, sollte man das Kleingedruckte lesen", sagt Oliver Griess. Denn f├╝r Anrufe aus Deutschland ins Ausland k├Ânnten unter Umst├Ąnden hohe Geb├╝hren anfallen ÔÇô grunds├Ątzlich bei allen Tarifmodellen. Eine Spezialit├Ąt der Billigtarife ist dagegen die sogenannte Datenautomatik bei Datenflatrates. Bei aufgebrauchtem Highspeed-Volumen wird nicht einfach die Surfgeschwindigkeit reduziert, sondern automatisch neues Highspeed-Volumen hinzugebucht. Das sind aber meist nur geringe Datenmengen f├╝r relativ viel Geld.

Daniel P├Âhler r├Ąt deshalb von Vertr├Ągen mit nicht abschaltbarer Datenautomatik ab. "Das Nutzungsverhalten von Smartphone-Usern ├Ąndert sich heutzutage rasant", erkl├Ąrt er. Deshalb k├Ânnten viele Nutzer nur schwer absch├Ątzen, ob das monatliche Datenvolumen ihres Vertrags ├╝ber die ganze Vertragslaufzeit ausreiche.

Was ist bei der K├╝ndigungsfrist zu beachten?

Die maximale Mindestlaufzeit, die vertraglich festgelegt werden darf, betr├Ągt f├╝r Mobilfunkvertr├Ąge 24 Monate. Die K├╝ndigungsfrist darf h├Âchstens 3 Monate betragen. Aber es gibt auch viele Tarife mit k├╝rzeren Vertragslaufzeiten und K├╝ndigungsfristen. Im Nachteil sind Kunden damit nicht, meint P├Âhler: "Im Gegenteil: Bei kurzen K├╝ndigungsfristen kann man schnell wechseln, wenn der Tarif einem nicht mehr passt." Dass umgekehrt dem Kunden vom Anbieter gek├╝ndigt wird, komme so gut wie gar nicht vor.

Preisbeispiele f├╝r g├╝nstige Tarife

Was ein g├╝nstiger Tarif ist, h├Ąngt immer vom individuellen Nutzerverhalten ab: Netzabdeckung, Telefonie- und Surfverhalten gilt es zu ber├╝cksichtigen. Besonders g├╝nstig findet Daniel P├Âhler vom Portal "Finanztip.de" derzeit Tarife im O-Netz mit einer Allnet-Flatrate und zwei Gigabyte LTE-Datenvolumen mit abschaltbarer Datenautomatik f├╝r rund 10 Euro im Monat (Stand: Februar 2018).

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Wer auf der Suche nach besonders g├╝nstigen Tarifen im Telekom- oder Vodafone-Netz ist, kann die Prepaid-Tarife der Netzbetreiber mit den ben├Âtigten Tarifoptionen w├Ąhlen. "Damit bekommt man ein gutes Handynetz zu einem fairen Preis", sagt P├Âhler. Im Vodafone-Netz seien zum Beispiel derzeit eine Allnet-Flatrate und drei Gigabyte LTE-Datenvolumen f├╝r gut 20 Euro im Monat zu haben.

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