HomeDigitalComputerSoftwareWindows 10

Windows 10 funkt mysteriöse Daten ins Internet


Windows 10 funkt mysteriöse Daten ins Internet

yba

13.08.2015Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Heimliche Datenströme – wer Windows 10 die Datensammelei verbietet, kann sich nicht sicher sein, dass dies auch geschieht.
Heimliche Datenströme – wer Windows 10 die Datensammelei verbietet, kann sich nicht sicher sein, dass dies auch geschieht. (Quelle: Monatge: t-online.de/Hersteller-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextHabeck nicht mehr beliebtester PolitikerSymbolbild für einen TextCommerzbank schließt viele FilialenSymbolbild für ein VideoEin Jahr nach Wahl: Bundestag debattiertSymbolbild für einen TextVW Golf immer unbeliebter
Formel 1: 2. Freies Training
Symbolbild für einen Text"Sing meinen Song"-Star in LederSymbolbild für ein VideoFinnland nutzt Autobahn für KampfjetsSymbolbild für einen TextSo sehen Sie Bayern gegen Bayer liveSymbolbild für einen TextMehrere NRW-Autobahnen werden gesperrtSymbolbild für einen TextFerienwohnungen in ehemaligem PuffSymbolbild für einen TextWiesn-Besucher belästigt 19-JährigeSymbolbild für einen Watson TeaserSchumacher: Zukunftspoker auf ZielgeradeSymbolbild für einen TextDieses Städteaufbauspiel wird Sie fesseln

Die Datensammelei von Windows 10 hat viel Kritik erfahren. Aber immerhin geht Microsoft offen mit dem Thema um und bietet seinen Kunden zahlreiche Optionen zum Schutz der Privatsphäre. Das reicht jedoch nicht aus. Denn Windows 10 funkt trotz aller Datenschutzeinstellungen ins Internet.

Das Technik-Magazin "Ars Technica" hat untersucht, welche Daten den Rechner mit Windows 10 ohne Wissen seines Nutzers verlassen. Dazu klemmten die Redakteure des US-Magazins einen zweiten PC zwischen das Internetmodem und ihrem Testgerät mit Windows 10. Auf diese Weise konnten sie alle Datenströme abfangen.

Das Ergebnis: Obwohl alle Datenschutzeinstellungen aktiviert und alle Live-Dienste abgeschaltet waren, ging Windows 10 auf Sendung. Einige der übermittelten Daten seien harmlos, andere überflüssig, urteilt "Ars Technica"; ein anderer sei aber bedenklich, ein weiterer völlig rätselhaft.

Windows 10 sendet heimlich

Zu den harmlosen "Funksprüchen" gehören Verbindungsanfragen zu den Internetadressen www.msftncsi.com/ncsi.txt und ipv6.msftncsi.com/ncsi.txt. Über diese Anfragen auf Textdateien stellt Windows fest, ob der PC in einem Netzwerk mit dem Internet verbunden ist oder nicht. Dabei werde weder eine Rechner-ID noch sensible Daten übermittelt.

Ebenfalls harmlos aber überflüssig sind unverschlüsselte Verbindungen zu Microsofts MSN-Netzwerk. Über dieses Netzwerk bezieht Windows 10 neue Informationen für die Live-Kacheln im Startmenü – zum Beispiel für die Nachrichten-App. Im Test waren jedoch alle Apps dieser Art deaktiviert. Damit gibt es laut Tester keinen nachvollziehbaren Grund für die regelmäßigen Datenabfragen.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Richard David Precht (Archivbild): In der jüngsten Lanz-Sendung gab es Kritik an seinem neuen Buch.
"Es macht keinen Sinn, mit Ihnen zu reden"

Datensammelei trotz Widerspruch

Schon eher bedenklich sind die Verbindungen von Windows 10 zu dem Internetserver ssw.live.com. Der Server hängt offensichtlich mit Microsofts Online-Speicher OneDrive, dem Windows Store, der Sprachassistentin Cortana und weiteren Cloud-Diensten zusammen. Allerdings wurde auf dem Testrechner weder ein Microsoft-Konto noch ein anderer dieser Dienste nutzerseitig aktiviert. Dennoch sendete Windows insgeheim Daten in die Cloud.

Allem Anschein nach handelte es sich dabei um Telemetriedaten – also Messwerte über System-Leistung und -Stabilität. "Ars Technica" hatte die Erhebung dieser Daten aber explizit abgeschaltet.

Abschalten ist nicht gleich abschalten

Völlig ratlos blickten die Tester auf einem Datenstrom zu einem Content Delivery Network (CDN). Dabei handelt es sich um Netzwerke, die auf die Übermittlung großer Datenmengen ausgelegt sind – zum Beispiel das Gratis-Update auf Windows 10. Microsoft erklärte auf Anfrage von "Ars Technica", dass hin und wieder funktionale Updates für die im Startmenü eingebundene Suchfunktion "Bing Search" erscheinen. Es würden weder Suchanfragen noch andere Nutzerdaten protokolliert.

Die Tester konnten das zwar bestätigen, dennoch bleibt der Datenstrom ein Rätsel. Denn schließlich hatten sie sowohl die Bing-Suche als auch Cortana deaktiviert. Zudem wurde auf diesem Wege auch eine eindeutige Rechner-ID übermittelt.

Wer alle Einstellungen zum Schutz seiner Privatsphäre in Windows 10 aktiviert, kann die Datensammelei demnach nur eindämmen, aber nicht vollkommen unterbinden. Zudem ließ sich Art der gesendeten Daten nicht bis in Detail nachvollziehen. Mehr Vertrauen dürfte Microsoft auf diese Weise nicht gewinnen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
MicrosoftWindows

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website