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Linux Mint und Ubuntu: Diese Windows-Alternativen sind gratis

Linux Mint und Ubuntu  

Diese Windows-Alternativen sind gratis

29.11.2019, 13:50 Uhr | dpa , sle

Linux Mint und Ubuntu: Diese Windows-Alternativen sind gratis. Masskottchen Pinguin Tux: Linux kann eine Alternative zu Windows sein. (Quelle: dpa/Tobias Kleinschmidt)

Masskottchen Pinguin Tux: Linux kann eine Alternative zu Windows sein. (Quelle: Tobias Kleinschmidt/dpa)

Der Support für Windows 7 wird 2020 eingestellt. Wer nach einer Alternative sucht, sollte sich Linux-Systeme ansehen. Einige Varianten des Open-Source-Betriebssystems sind für Windows-Nutzer ähnlich einfach zu bedienen – kosten aber sehr viel weniger als das Microsoft-Produkt.

Microsoft Windows ist das beliebteste Betriebssystem in Deutschland. Auf knapp 80 Prozent der Rechner ist es installiert. Kaum verbreitet ist dagegen das Betriebssystem Linux. Nur auf drei bis vier Prozent der Rechner läuft das Open-Source-System, wie Zahlen der Webanalyse-Plattform Statcounter zeigt. Ein Grund: Windows ist oft schon auf den Geräten vorinstalliert und viele Nutzer kennen dieses System.

Unschlagbar günstig und mit guter Performance

Längst gebe es auch konkurrenzfähige Rechner mit einer Linux-Distribution, hat Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Branchenverband Bitkom, beobachtet: "Viele kleine, schicke Netbooks werden ab Werk mit Linux geliefert, sehr performant und unschlagbar günstig durch die schlichte Abwesenheit jeglicher Lizenzkosten."

Linux wird nicht von einem großen Konzern betrieben. Es ist vielmehr ein offenes Projekt, an dem zahlreiche Programmierer mitarbeiten. Dabei ist Linux nicht gleich Linux. Es gibt verschiedene Linux-Distributionen, die ähnlich benutzerfreundlich sind wie Windows.

Thorsten Leemhuis von der Zeitschrift "c't" empfiehlt zu Anfang entweder Ubuntu Desktop oder Linux Mint. Beide seien weit verbreitet, sodass Hilfesuchende im Netz schnell Rat fänden. Eine kurze Übersicht:

Ubuntu Desktop (aktuelle Version: 18.04.3 LTS):

Die Linux-Distribution Ubuntu sei leicht zu bedienen und Medieninhalte wie Musik oder Videos ließen sich flexibel einbinden. Umsteiger von Windows dürften sich schnell heimisch fühlen, vermutet Thorsten Leemhuis. Ein Software-Center versorgt den Rechner mit passenden kostenlosen Programmen für den täglichen Betrieb.

Hinter Ubuntu steht mit Canonical ein Software-Konzern, der es federführend weiter entwickelt. Gerade Einsteigern gibt das die Sicherheit, dass das System stets weiterentwickelt wird.  Das Kürzel LTS am Ende der Versionsnummer steht für Long Term Support. Bedeutet: Es gibt fünf Jahre Sicherheits- und Softwareupdates. Linux-Puristen kritisieren, dass hinter der Version ein Konzern steckt.

Linux Mint (aktuelle Version: 19.2):

Linux Mint ist ebenfalls für Einsteiger leicht zu bedienen. Es basiert auf Ubuntu, allerdings ist für diese Version keine Software-Firma verantwortlich, sondern eine Gemeinschaft von Usern. Multimedia aller Art ist für die aktuelle Version kein Problem.

Für Leemhuis von der zeitschrift "c't" erinnert Mint an ältere Versionen von Windows, zudem lobt er die vielen Einstellmöglichkeiten. Mint nimmt dem Nutzer auf Wunsch auch viele Grundeinstellungen ab und hat bereits zahlreiche Programme an Bord, etwa einen Multimedia-Player.

Zeit für die Umstellung einplanen

Es gibt eine Vielzahl weiterer Linux-Distributionen, die für Einsteiger geeignet sind. Da die Programme meist kostenlos verfügbar sind, müssen interessierte Nutzer vor allem eines mitbringen, rät Leemhuis: Zeit, um sich auf das neue System umzustellen.

Vor dem Kauf eines neuen Rechners sollte man sich informieren, ob dieser mit Linux kompatibel ist, so Thorsten Leemhuis. Manche seien speziell für Linux-Distributionen konfiguriert. Bei einigen Herstellern mit Direktvertrieb bestehe die Möglichkeit, Linux als Betriebssystem zu wählen.


Linux-Distributionen bieten neben niedrigen Kosten einen weiteren Vorteil: Kriminelle haben kaum Anreize, Schadsoftware zu schreiben. "Bislang gibt es nichts Relevantes, was auf Linux-Desktop-Anwender zielt", so Linux-Experte Leemhuis. Ein Grund ist die geringe Verbreitung der Linux-Distributionen gegenüber Windows.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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