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Fernwärme-Preise: Hier ist Heizen besonders teuer


Für diese Haushalte ist Fernwärme doppelt so teuer


Aktualisiert am 01.12.2023Lesedauer: 2 Min.
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Ölheizung: Wer seine Heizung regelmäßig warten lässt, kann viel Geld sparen, wie eine Studie zeigt. (Symbolbild)Vergrößern des Bildes
Fernwärme (Symbolbild): In einigen Regionen ist Fernwärme besonders teuer. (Quelle: imago images)

Viele Haushalte nutzen Fernwärme zur Warmwasserbereitung und zum Heizen – und das zu unterschiedlich hohen Preisen.

Fernwärme zählt zu den drei beliebtesten Heizarten in Deutschland – galt sie doch lange Zeit als umweltschonend und günstig. Doch günstig ist die Heizmethode nicht überall. Das zeigt jetzt ein Vergleich des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. (vzbv).

Deutliche Preisunterschiede in Deutschland

Durch ihre Analyse fanden die Verbraucherschützer heraus, dass für ein Einfamilienhaus, welches an das größte Wärmenetz in Köln angeschlossen ist, 27 Cent/Kilowattstunde (kWh) fällig werden. Das ist fast doppelt so viel wie für den gleichen Haushalt in Saarbrücken. Dort zahlt der Privathaushalt für die Wärmeversorgung aus dem großen Fernwärmenetz nur 15 Cent/kWh.

Besonders deutlich wird der Preisunterschied, wenn der Jahresgesamtpreis betrachtet wird. Für den Kölner Haushalt liegt er bei 4.855 Euro, für den Saarbrückener bei 2.728 Euro.

Der vzbv bezieht sich in seinen Berechnungen auf die Preise für Fernwärme im 3. Quartal 2023.

Hier ist Fernwärme am teuersten

Noch mehr als die Kölner müssen Haushalte in Hamburg – konkret Weusthoffstraße – zahlen. Dort werden für eine Kilowattstunde im 3. Quartal 38 Cent fällig. Und auch in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) und Barsbüttel (Schleswig-Holstein) ist der Fernwärmeanschluss mit jeweils 36 Cent/kWh vergleichsweise teuer.

Günstiger heizen und duschen beziehungsweise baden die Haushalte in Dietzenbach (Hessen) und Holzkirchen (Bayern). Hier werden – genau wie in Saarbrücken – 15 Cent/kWh berechnet.

Das Problem bei der Fernwärme

Fernwärme gilt zwar als umweltschonend und günstig. Kritiker bemängeln jedoch die Monopolstellung der Energieversorger. Und auch Ramona Pop, Vorständin beim vzbv, sagt: "Fernwärmekundinnen und -kunden haben keine Möglichkeit, den Versorger zu wechseln, wenn sie unzufrieden mit den Preisen oder dem Service ihres Anbieters sind."

Besonders kritisch sehen die Verbraucherschützer zudem, dass Fernwärmekunden keine Vergleichsmöglichkeit haben und daher "nur schlecht einschätzen [können], ob der Wärmepreis in einem Netz eher hoch oder niedrig ist. Dies wird künftig besonders dann relevant, wenn zunehmend mehr Verbraucherinnen und Verbraucher eine defekte Öl- oder Gasheizung nach den Vorgaben des neuen Heizungsgesetzes ersetzen müssen."

Hausbesitzern bleibt nur die Möglichkeit, sich gut zu überlegen, ob sie ihr Haus an das Fernwärmenetz anschließen und sich – meist für zehn Jahre – an einen Versorger binden möchten oder ob sie doch lieber auf eine andere zukunftssichere Heizmethode setzen möchten. Dies ist auch nach Ablauf des Fernwärmeliefervertrages möglich. Zu beachten sind dann allerdings die teilweise nicht unerheblichen Umbaukosten.

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