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Feuchter Keller: Ursache erkennen und beseitigen

dpa-tmn, rw

Aktualisiert am 12.12.2016Lesedauer: 3 Min.
Ein feuchter Keller muss nicht zwangslÀufig teuer saniert werden.
Ein feuchter Keller muss nicht zwangslÀufig teuer saniert werden. (Quelle: Ralph Peters/imago-images-bilder)
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Feuchte WĂ€nde und ein modriger Geruch: NĂ€sse und Feuchtigkeit im Keller sind vielerorts ein großes Problem. Und wo Feuchtigkeit ist, lĂ€sst Schimmel meist nicht lange auf sich warten. Nicht immer ist sofort klar, woher die Feuchtigkeit ĂŒberhaupt kommt. Bevor man das aber nicht weiß, kann man das Problem nicht lösen. Die hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr feuchte Keller und wie sich das Problem beheben lĂ€sst.

Mögliche Ursachen fĂŒr Feuchtigkeit im Keller dafĂŒr gibt es viele. Und nicht immer ist gleich eine aufwĂ€ndige und teure Sanierung nötig. Wenn die Ursachen fĂŒr die hohe Feuchtigkeit im Hausinnern liegt, etwa in einem undichten Rohr, lĂ€sst sie sich hĂ€ufig relativ einfach, schnell und preiswert beseitigen – zumindest dann, wenn keine WĂ€nde aufgestemmt werden mĂŒssen, um an das leckende Rohr heranzukommen.


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Falsches LĂŒften begĂŒnstigt feuchte Keller

Manchmal ist es sogar nur das eigene Verhalten, das geĂ€ndert werden muss. Falsches LĂŒften kann beispielsweise zu hohe Feuchtigkeit in den KellerrĂ€umen begĂŒnstigen. Bei hohen Außentemperaturen sollte der Keller nicht tagsĂŒber gelĂŒftet werden. Warme Luft kann wesentlich mehr Feuchtigkeit speichern als kalte. KĂŒhlt die Luft im Keller dann ab, gibt sie die Feuchtigkeit an die Wand ab. Hier kann schon eine einfache VerhaltensĂ€nderung das Problem lösen.

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Bei NĂ€sse von außen wird es schnell teuer

Sind die KellerwĂ€nde in einem Ă€lteren GebĂ€ude feucht, kann das an einer fehlenden horizontalen Abdichtung liegen. Diese kann aber nachtrĂ€glich eingezogen werden, erlĂ€utert der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Eine Methode sei, innen oder außen das Mauerwerk stellenweise aufzuschlitzen und Bleche einzuschieben. Diese stoppen Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich nach oben steigt. Werden die WĂ€nde von innen aufgeschlitzt, koste das 200 bis 250 Euro pro laufendem Meter. Arbeiten am Außenbereich seien meist teurer.

Die horizontale Absperrung gegen aufsteigende NÀsse aus dem Erdreich wird beim Hausbau in der Regel zwischen die ersten beiden Steinreihen gelegt. Die Barriere besteht gewöhnlich aus Folie, Dachpappe oder Edelstahlblech. Alternativ kann Epoxidharz oder Zement ins Mauerwerk gespritzt werden, was die Poren verstopft. Das kostet laut VPB rund 200 Euro pro Quadratmeter.

Schutzanstrich hÀlt nicht ewig

Geht die Feuchtigkeit nicht auf die fehlende horizontale Abdichtung zurĂŒck, kann es sein, dass sie durch die Seiten der KellerwĂ€nde eindringt. Vertikale Durchfeuchtung nennen Profis das. Schuld sind meist defekte Schutzanstriche. Denn Bitumen, eine schwarze Abdichtung fĂŒr die Kellerwanne, zersetzt sich nach rund 30 bis 40 Jahren, erklĂ€rt der VPB-PrĂ€sident Thomas Penningh.

Neue Außenabdichtung kommt richtig teuer

Der Aufwand, die Abdichtung zu erneuern, ist enorm: Die Außenmauern mĂŒssen rund um das Haus bis auf die Sohle aufgegraben und neu abgedichtet werden. Terrassen, Wege und Treppen werden entfernt und spĂ€ter neu gelegt. Hausbesitzer mĂŒssen dafĂŒr im Schnitt mit Kosten ab 15.000 Euro rechnen.

Auch Drainagen warten lassen

Bei fehlenden oder ĂŒberforderten Drainagen oder hohem Grundwasserstand kann Wasser auch ĂŒber die LichtschĂ€chte von Kellerfenstern eindringen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sich an HanggrundstĂŒcken Sickerwasser sammelt oder die Drainagen nicht mit besonders intensiven NiederschlĂ€gen zurechtkommen. Experten vom TÜV SĂŒd empfehlen, Drainagen alle zehn Jahre vom Fachmann warten und spĂŒlen zu lassen, damit sie dauerhaft optimal ihre Dienste leisten.

Individuelle Ursachenanalyse durch den Profi

Wer die Feuchtigkeit in seinem Keller nicht auf eigene Faust beheben kann, lĂ€sst sich sich am besten von einem BausachverstĂ€ndigen beraten. UnabhĂ€ngige Fachleute vermitteln unter anderem der Verband privater Bauherren (VPB), der TÜV oder die Verbraucherzentralen. Der Vorteil eines BausachverstĂ€ndigen: Er fĂŒhrt die Ortsbegehung und die Problemanalyse ohne wirtschaftliche Eigeninteressen durch. Der örtliche Fachbetrieb hat unter UmstĂ€nden mehr sein potenzielles Auftragsvolumen im Auge als die bestmögliche Lösung fĂŒr Ihr Problem.

Verstopfter Dachablauf als mögliche Ursache

Aber selbst bei von außen eindringender Feuchtigkeit ist das zu Grunde liegende Problem nicht immer so schwerwiegend: Wenn sich in einer bestimmten Ecke eines Kellerraums immer wieder ein feuchter Fleck zeigt, kann auch ein verstopftes Dachablaufsystem an der Hausmauer Schuld sein. Das ablaufende Regenwasser staut sich in der Dachrinne und drĂŒckt irgendwann durch die Mauer. Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollten Sie stĂ€ndig fĂŒr freie Dachrinnen und Fallrohre sorgen. Wenn sich bereits feuchte Stellen an den WĂ€nden gebildet haben, kann der Einsatz eines Bautrockners sinnvoll sein, um FolgeschĂ€den zu vermeiden.

Feuchte Keller in MietshÀusern

Wenn die KellerrĂ€ume in einem Mietshaus so feucht sind, dass man die RĂ€ume fĂŒr ihren eigentlichen Zweck gar nicht mehr nutzen kann, mĂŒssen Mieter das nicht hinnehmen. Der Vermieter ist verpflichtet, schnellst möglich Abhilfe zu schaffen. Wer will schon seine teure WintersportausrĂŒstung oder seine Gartenmöbel in einer besseren Tropfsteinhöhle vergammeln lassen? Mietminderungen von bis zu zehn Prozent sind möglich, sofern das Problem nicht schon beim Einzug des Mieters bestand.

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