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Hausboot kaufen: Wohnen auf dem Wasser

Sieben wichtige Fragen  

Das ist beim Wohnen auf dem Wasser zu beachten

18.06.2019, 06:47 Uhr | mk (CF), jb, t-online.de

Hausboot kaufen: Wohnen auf dem Wasser. Hausboote (Quelle: Getty Images/Matthäus Rojek)

Hausboot: Was vor allem in den Niederlanden gängig ist, findet in Deutschland zunehmend mehr Anhänger. (Quelle: Matthäus Rojek/Getty Images)

Werden Sie Kapitän in Ihren eigenen vier Wänden, indem Sie ein Hausboot kaufen. Gerade zu Zeiten, in denen der Wohnungsmangel täglich diskutiert wird, könnten sich die Häuser auf dem Wasser zum Problemlöser entwickeln – eine Vision mit Trend-, aber auch Stolperpotenzial.

In den Niederlanden – besonders Amsterdam – sind Hausboote keine Seltenheit; in Deutschland gehören sie dagegen noch zu den Exoten. Ein Wohnboot bringt einen romantischen Charme mit sich und könnte auch in Deutschland zum Trend werden.

Welche Vor- und Nachteile hat der Kauf eines Hausbootes?

Auf einem Hausboot können Sie der Hektik der Großstadt entfliehen und für überschaubare Kosten Ihre Lebensqualität steigern. Sofern Sie keine Landratte sind, genießen Sie selbst an ruhigen Stellen den leichten Wellengang und wohnen an idyllischen Orten. Einer der Nachteile allerdings: Häufig fehlt ein echter Garten und Kinder könnten ins Wasser fallen. Doch das sind die die einzigen Aspekte, die Sie beachten sollten, wenn Sie ein Hausboot kaufen möchten.

Welcher Führerschein wird für ein Hausboot benötigt?

Wer ein Hausboot kaufen möchte, benötigt keinen Führerschein, da sich die Boote in der Regel nur schleppen lassen, also gar nicht selbst gefahren werden können. So weit so einfach. Bevor Sie das Abenteuer auf dem Wasser beginnen dürfen, werden Sie jedoch mit dem Verwaltungsapparat konfrontiert.

Welche Sondergenehmigungen sind notwendig?

Die Genehmigungsverfahren für einen Liegeplatz dauern jedoch lange. Teilweise dauert die Bearbeitungszeit bis zu zwei Jahre. Dies liegt daran, dass Sie in die Zuständigkeitsbereiche der Land- und Wasserbehörden fallen. Erst wenn Sie die Erlaubnis haben, können Sie Ihr Hausboot als Wohnort nutzen.

Unser Tipp:
Vielleicht hat ihr neuer Hausbootnachbar einen Geheimtipp. Allgemein bietet es sich an, mit Nachbarn zu kooperieren und gemeinsam Probleme zu lösen. Das spart Kraft, Geld und Zeit.

Wie teuer ist ein Hausboot?

Ein richtig ausgestattetes Wohnschiff verfügt über alle Einrichtungsgegenstände, die Sie zum Wohnen brauchen: unter anderem Heizung, WC, Dusche, Kühlschrank und Herd. Der Neupreis bewegt sich schnell bei 200.000 Euro. Gebrauchte Modelle gibt es dagegen bereits ab gut 35.000 Euro.

Wer das handwerkliche Know-how hat, braucht kein Hausboot kaufen, sondern baut es für 90.000 Euro selbst. Allerdings benötigen Sie für Ihr selbstgebautes Hausboot das Gutachten eines Sachverständigen, damit Ihr Selbstbau auch auf dem Wasser fahren darf.

Welche Kosten fallen bei einem Hausboot an?

Zu den Anschaffungskosten und den Bearbeitungsgebühren fällt noch die Liegeplatzgebühr an. Diese liegt jährlich bei bis zu zehn Euro pro Quadratmeter. In der Regel müssen Sie außerdem für die Kosten, die in die Infrastruktur wie Abwasser, Strom und Telefon gesteckt werden müssen, selbst aufkommen. Die Thematik steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen, ein Hausboot zu kaufen ist daher noch immer ein echtes Abenteuer. Zudem stellt sich dann noch ein letztes bedeutendes Problem: Genehmigte Plätze für Hausboote sind begrenzt. Daher gehört zu einem erfolgreichen Kauf auch etwas Glück.

Ist ein Urlaub auf einem Hausboot möglich?

Wenn Sie erst einmal überprüfen möchten, ob das Wohnen auf einem Hausboot für Sie geeignet ist, können Sie Urlaub auf einem Hausboot machen. Die Vorteile sind, dass Sie sich erst einmal vollkommen auf das Wohnerlebnis konzentrieren können und sich auch nicht um die entsprechenden Genehmigungen kümmern müssen. Dies erledigt der Anbieter, der Ferien auf dem Hausboot anbietet. 

Darüber hinaus sind die Ferienboote sehr gut ausgestattet, sodass Sie auf keinen Komfort verzichten müssen.

Ist das Mieten eines Hausbootes möglich?

Wenn Sie nur temporär auf dem Wasser wohnen wollen, beispielsweise im Sommer, können Sie sich auch ein Hausboot mieten. Im Gegensatz zu einem Urlaub auf dem Hausboot müssen Sie sich in diesem Fall häufig selbst um die Behördengänge kümmern, Genehmigungen einholen und auch eine entsprechende Versicherung abschließen.

Welche Versicherung sind wichtig?

Für ein Hausboot sollten verschiedene Versicherungen abgeschlossen werden. Wichtig sind vor allem 

  • eine Hausboothaftpflichversicherung mit einer entsprechend hohen Deckungssumme, sowie 
  • eine Hausbootkaskoversicherung.

Auch eine Unfall, Rechtsschutz und Trailerversicherung können sinnvoll sein.

Wenn nicht nur Sie am Steuer sitzen, sollten Sie sich auch über den Abschluss eines Fahrerunfallschutzes und einer Insassenunfallversicherung Gedanken machen. 

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche


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