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Schimmel nach Wasserschaden beseitigen

Nasse Wände  

Schimmel nach Wasserschaden beseitigen

19.11.2014, 10:42 Uhr | vb (hp)

Schimmel ist eine umwelt- und lebensfeindliche Erscheinung. Möchten Sie als Mieter Schimmel nach einem Wasserschaden beseitigen, kann auch der Vermieter in der Verantwortung stehen. Die dazu notwendigen Maßnahmen hängen von den Gegebenheiten ab. Ein Patentrezept gibt es nicht.

Frühzeitiges Handeln verhindert Schimmelbildung

Treten nach einem Wasserschaden Schimmelpilze auf und sind Sie hausratversichert, müssen Sie die Versicherung informieren. Diese wird zur Schadensfeststellung meist einen Gutachter beauftragen. Zeigt sich bereits Schimmel, ist davon auszugehen, dass Sie sehr spät mit der Schimmelbekämpfung begonnen haben. Schimmel entwickelt sich nicht über Nacht. Sie sollten also möglichst frühzeitig mit dem Beseitigen beginnen.

Stellen Sie die Verantwortlichkeit für den Wasserschaden fest

Schimmel kann unterschiedliche Ursachen haben. Es können der Vermieter oder Sie als Mieter verantwortlich sein. Als Mieter sind Sie in der Verantwortung, wenn Sie Ihre Wohnung nach einem Wasserschaden zu wenig belüftet und unzureichend beheizt haben. Meist ist für den Wasserschaden aber der Vermieter verantwortlich, so zum Beispiel bei einem Wasserrohrbruch. Auch undichte Stellen im Mauerwerk oder im Dach können die Ursache sein, durch die nach starken Regenfällen Wasser eintritt. Dann ist der Vermieter für die Schimmelbeseitigung und den entstehenden Kostenaufwand verantwortlich.

So beseitigen Sie den Schaden wirksam

Wer auch immer verantwortlich ist, letztlich ist der Schimmel in Ihrer Wohnung aufgetreten. Also liegt es auch an Ihnen selbst, aktiv zu handeln. Entscheidend ist, dass Sie die Feuchtigkeit beseitigen. Dies gelingt nur, wenn Sie Ihre Wohnung auf Durchzug stellen und nachhaltig lüften.

Hilfreich ist es, einen Ventilator oder bei größeren Schäden ein Trocknungsgerät aufzustellen. Trocknungsgeräte können Sie sich in manchen Baumärkten leihen. In der kälteren Jahreszeit trägt auch Wärme zur Verdunstung bei. Sie müssen dann nachhaltig heizen und zugleich durch Lüften dafür sorgen, dass die verdunstende Feuchtigkeit nach außen abgeführt wird.

Oft geht es nicht ohne weitere Maßnahmen

Haben sich Schimmelpilze nachhaltig in der Wand festgesetzt, kommen Sie nicht um eine Schimmelsanierung herum. Diese kann darin bestehen, dass Sie die durchnässten Gipsstellen in der Wand herausschlagen und die Wand neu vergipsen müssen. Achten Sie immer darauf, dass Sie die Wand nicht mit Möbeln zustellen. Sie muss nachhaltig belüftet werden.

Heizen Sie Ihre Wohnung in der kalten Jahreszeit ausreichend. Die fortlaufend entstehende Feuchtigkeit muss nach außen abgeführt werden. Auch dazu ist es unabdingbar, dass Sie Ihre Wohnung zusätzlich lüften. Stoßlüften ist die richtige Methode. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Dämmung der Fassade oder Isolierglasfenster verhindern, dass die Feuchtigkeit durch die Außenwand abziehen kann. Sie staut sich dann in der Wand und lässt sich nur nach innen abführen.

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