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Einbruchschutz: Polizei warnt vor Einbruchsmasche mit Plastik

Auf Plastikstreifen achten  

Polizei warnt vor raffinierter Einbruchsmasche

12.10.2018, 16:57 Uhr | dpa, t-online.de

Einbruchschutz: Polizei warnt vor Einbruchsmasche mit Plastik. Neue Einbruchsmethode: Mit dem Plastikstreifen-Trick spähen Einbrecher in der Urlaubszeit Objekte aus. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/moodboard)

Neue Einbruchsmethode: Mit dem Plastikstreifen-Trick spähen Einbrecher in der Urlaubszeit Objekte aus. (Quelle: moodboard/Thinkstock by Getty-Images)

Die Polizei warnt vor einer Einbruchsmasche, die vor allem zur Ferienzeit häufig eingesetzt wird. Ein unscheinbares Utensil verrät, dass Ihr Heim im Visier der Täter ist.

Um festzustellen, ob das Haus verwaist ist, klemmen Einbrecher an Eingangs- und Terrassentüren Plastikstreifen zwischen Türblatt und Rahmen. Die Plastikstreifen sind durchsichtig, unscheinbar und maximal vier Zentimeter lang. Immer wieder stoßen Ermittler an Tatorten auf die Kunststoffstücke.

So funktioniert die Einbruchsmasche

Plastikstreifen: Mit diesem Trick testen Einbrecher, welche Häuser in der Urlaubszeit leer stehen. (Quelle: dpa/Polizei Mainz)Plastikstreifen: Mit diesem Trick testen Einbrecher, welche Häuser in der Urlaubszeit leer stehen. (Quelle: dpa/Polizei Mainz)

Die Methode ist denkbar einfach: Die Einbrecher biegen die Kunststoffstreifen in U-Form und klemmen sie zwischen Haustür und Rahmen oder fixieren sie an Garagentoren und Terrassentüren. "Mit diesem Trick soll festgestellt werden, welche Häuser jetzt in der Urlaubszeit leer stehen", heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. Sind die Plastikstücke noch Tage später unverändert da, haben die Einbrecher freie Bahn.

Die Polizei fordert Bürger zu besonderer Achtsamkeit auf. Wer solche Plastikstreifen an seinem Haus entdeckt, solle unverzüglich die nächste Polizeidienststelle informieren. Auch verdächtige Personen in der Nachbarschaft sollten Sie sofort über den Polizeiruf 110 melden.

Einbruchsschutz im Urlaub

Einbrecher achten auf alle Anzeichen dafür, ob sich die Bewohner einer Wohnung im Urlaub befinden. Dazu gehören auch die Fußmatten vor der Eingangstür. Denn oft legen die Reinigungsdienste in einem Mehrfamilienhaus die Matten beim Putzen des Treppenhauses zur Seite – und belassen sie auch so. Der Immobilienverband IVD in Berlin rät daher, diese vor einem Urlaub in die Wohnung zu räumen, um keinen Verdacht zu erregen. Oder der Wohnungssitter, der auch den Briefkasten regelmäßig leert, sollte die Matten wieder in Position bringen.

Während des Urlaubs sehen am besten Nachbarn, Freunde oder Verwandte regelmäßig nach dem Rechten. Dabei sollten nicht nur die Rollläden bewegt und die Briefkästen geleert, sondern auch auf Plastikstreifen an Terrassentüren, Garagentoren und Haustüren geachtet und gegebenenfalls die Polizei verständigt werden. Die Polizei rät davon ab, auf frei zugänglichen öffentlichen Kanälen – zum Beispiel auf Facebook – Urlaubsbilder zu posten.

Haus und Wohnung einbruchsicher machen

Generell lohnt sich die Investition in mechanische Sicherheitstechnik. Die Kosten für wirksamen Einbruchsschutz sind überschaubar. In Einfamilienhäuser dringen die Täter meist durch ungesicherte Fenster ein. Vor allem im Erdgeschoss sollten Sie Fenster und Terrassentüren einbruchsicher machen, indem Sie Pilzkopfzapfenbeschläge oder Aufschraubsicherungen nachrüsten. Achten Sie bei der Nachrüstung auf eine Zertifizierung der Produkte nach DIN 18104. Einbruchhemmende Fenster und Türen sind gemäß der DIN 1627 geprüft.

Im Mehrfamilienhaus dringen Einbrecher meist ebenfalls durch Erdgeschossfenster oder durch die Wohnungstür. Letztere lässt sich mit Türsicherungen effektiv sichern. Über gute Einbruchsschutzprodukte und qualifizierte Handwerker für die Montage berät die Kriminalprävention der örtlichen Polizeibehörde kostenlos und oft sogar vor Ort beim Verbraucher.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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