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Kassenbons sind kein Altpapier: So trennen Sie den Müll richtig

Kassenbons sind kein Altpapier  

So trennen Sie den Müll richtig

17.12.2018, 04:36 Uhr | dpa

Kassenbons sind kein Altpapier: So trennen Sie den Müll richtig. Kassenzettel gehören nicht ins Altpapier.

Kassenzettel gehören nicht ins Altpapier. Das Thermopapier muss im Restmüll entsorgt werden. Foto: Andrea Warnecke. (Quelle: dpa)

Münster (dpa/tmn) - An die 500 Kilogramm Müll produziert jede Person in Deutschland pro Jahr. Das ist eine ganze Menge. In Deutschland wird viel Müll aber nicht einfach weggeworfen.

Er wird getrennt, entsorgt und bestenfalls recycelt. Was genau wohin darf und auf welche Weise, ist leider keine eindeutige Angelegenheit. Das System sei "leider nicht ganz einfach", räumt Patrick Hasenkamp vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ein.

Dass die Mülltrennung vielerorts nicht optimal klappt, hat seiner Ansicht nach viele Ursachen: Da ist zum einen die persönliche Bequemlichkeit. Aber das liegt auch an den Ausnahmen von der Regel. Denn Abfallentsorgung ist ein kommunales Geschäft, und nicht überall gelten dieselben Regeln. Ein Überblick:

Was darf in die Biotonne?

Gartenabfälle, Topfpflanzen mit der Erde, Reste von Backwaren, Gemüse, Eierschalen, Milchprodukte, Kaffeesatz samt den Filtertüten dürfen in den Biomüll . Auch Knochen sowie Reste von Fisch, Wurst und Fleisch sowie sonstige Speisereste sind erlaubt - allerdings davon laut Bundesumweltministerium nur haushaltsübliche Mengen. Daneben können Teereste, Federn und Haare, unbehandeltes Holz und Kleintierstreu aus biologisch abbaubarem Material in diese Tonne.

Was gehört in den Papiermüll?

Zeitungen und Zeitschriften sowie Bücher, Broschüren und alle Dokumente aus Büros. Außerdem natürlich Papier- und Kartonverpackungen, wobei etwa Geschenkpapier nicht beschichtet sein darf. Das lässt sich grundsätzlich festhalten: Für alles, was überzogen oder merklich behandelt ist mit Wachs, Öl, Imprägnierung, Lack und Folie sowie Thermobeschichtung, wie sie Kassenbons haben, ist das Altpapier tabu. Das gilt auch für alle Papiere mit nicht wasserlöslichem Kleber: also Haftnotizen und Etiketten.

Wie trenne ich Glas?

Das sollte sehr einfach sein: Das grüne Glas kommt in den grünen Container, das weiße in den weißen und das braune in den braunen. Aber es gibt ja noch zum Beispiel die blauen Flaschen: Sie wie auch alle anderen Farben kommen ins Grünglas, denn beim Einschmelzen verträgt es am ehesten noch sogenannte Fehlfarben. In den Rest- oder Sondermüll kommen Trink- und Fenstergläser, Porzellan und Keramik sowie Leuchtmittel. Darauf weist die Initiative der Glasrecycler im Aktionsforum Glasverpackung hin.

Was kommt in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne?

Während die Trennung von Glas und Papier selten problematisch ist, sehe das bei Plastik oft anders aus, erklärt Hasenkamp. Und das liegt nicht nur an den unterschiedlichen Kunststoffen und Gemischen, sondern auch daran, wie diese eingesetzt werden. Daher sollte man doppelt checken:

Schritt 1: Grundsätzlich gehören in Gelbe Tonne oder Sack Materialien, die nicht aus Papier und Glas sind. Das ist alles, was aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen besteht. Mancher örtliche Entsorger schränkt allerdings die abgabefreie Menge für expandiertes Polystyrol ein, bekannt als Styropor.

Schritt 2: Es dürfen nur Stoffe darin entsorgt werden, die ein Produkt als Verpackung schützen. So gilt zum Beispiel ein Kleiderbügel, den man mit einem neuen Anzug kauft, als Verpackung und darf in den Gelben Sack. "Derselbe Kleiderbügel - als solcher gekauft - ist hingegen Restmüll und muss auch in die entsprechende Tonne", erklärt Hasenkamp. Auch in die schwarze Tonne gehören daher Bauklötze, Puppen und Haarbürsten.

Schritt 3: Ausnahmen beim lokalen Entsorger erfragen. Mancherorts kann man zum Beispiel nicht nur Verpackungen, sondern auch Elektro-Kleingeräte über die Gelbe Tonne entsorgen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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