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Weihnachtskaktus: So pflegen Sie die Schlumbergera richtig

Tipps und Tricks  

Wie Sie Ihren Weihnachtskaktus richtig pflegen

02.12.2020, 11:30 Uhr | dpa-tmn, t-online, jb

Weihnachtskaktus: So pflegen Sie die Schlumbergera richtig . Schlumbergera (Quelle: Getty Images/Schlumbergera)

Weihnachtskaktus: Damit die Schlumbergera schön blüht, sollten Sie Einiges beachten. (Quelle: Schlumbergera/Getty Images)

Das ganze Jahr über sieht der Weihnachtskaktus unscheinbar aus – bis er im Winter seine prächtigen Blüten zeigt. Dabei ist die Schlumbergera recht pflegeleicht. Nur einen Pflegefehler muss man auf alle Fälle vermeiden. Wir zeigen fünf Pflegetipps für den Weihnachtskaktus.

Jährlich um die Weihnachtszeit steht der Weihnachtskaktus (Schlumbergera) in voller Blüte – daher auch sein Name. Die kräftigen Blütenfarben reichen von Pink oder Rot bis zu Orange, Gelb und Weiß. Dass der Winter genau seine Jahreszeit ist, hat auch einen bestimmten Grund: Die Pflanzen brauchen zur Blütenbildung täglich mehr als acht Stunden Dunkelheit.

Was ist beim Standort und der Pflege des Weihnachtskaktus wichtig?

Der Weihnachtskaktus liebt einen hellen bis halbschattigen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Auf der Fensterbank ist im Winter Vorsicht geboten. Stellen Sie die Pflanze nicht direkt über die Heizung. Der Wurzelballen werden hier zu stark erwärmt. Um das empfindliche Wurzelwerk weiterhin zu schonen und zu schützen, stellen Sie den Topf am besten auf eine Steinfensterbank mit einem Korkuntersetzer.

Den Sommer über kann der Weihnachtskaktus auch nach draußen auf die Terrasse oder in den Garten gestellt werden. Wie alle Blattkakteen darf aber auch die Schlumbergera nicht der kräftigen Sommersonne ausgesetzt werden. Wenn Sie ihn dann wieder ins Haus holen, sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass der Temperaturunterschied zwischen Außen und Innen nur maximal zehn Grad beträgt. 

Die Temperatur spielt auch bei der Blütenfarbe eine große Rolle. Neuheiten tragen zuweilen gelbe oder orangefarbene Blüten. Steigt die Temperatur auf über 15 Grad, kann eine gelbe Blütenpracht auch ins Rosa umschlagen.

Schlumbergera (Quelle: imago images/blickwinkel )Weihnachtskaktus: Der Schlumbergera-Hybridehat eine besonders schöne Blüte. (Quelle: blickwinkel /imago images)

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Einmal im Monat sollten Sie Sukkulentendünger mit ins Gießwasser geben. Besonders vor der Blüte, damit die Pflanze ausreichend Energie erhält. Nach der Blüte sollten Sie die Nährstoffzugabe entsprechend drosseln.

Herkunft: In der Heimat fast ausgestorben

Der Weihnachtskaktus kommt ursprünglich aus den Regenwäldern und der Gebirgsregion im östlichen Teil von Brasilien. Dort gab es bis vor einiger Zeit noch bis zu sechs verschiedene Arten der Pflanze. Inzwischen ist die brasilianische Schönheit jedoch nahezu ausgestorben. Um die natürliche Vegetation zu schützen, werden in Mitteleuropa hauptsächlich nur noch Hybride und Pflanzen aus eigener Zucht angeboten.

Wie gießt man den Weihnachtskaktus?

Der Weihnachtskaktus mag eine leicht feuchte Erde ohne Staunässe. Deshalb sollten Sie nach dem Gießen das überschüssige Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf entfernen, so wird Staunässe und damit einhergehender Wurzelfäulnis vorgebeugt. Während der Blüte hat die Pflanze großen Durst, weshalb sie in dieser Zeit stark gegossen werden sollte. Ideal ist es zweimal pro Woche, wenn die Luft nicht sehr trocken ist. 

Nach der Blüte wird die Schlumbergera für vier Wochen nicht gegossen. Der Kaktus befindet sich dann in einer Ruhephase. Anschließend können Sie ihm wieder wie gewohnt wöchentlich etwas Wasser geben – bis zur nächsten Blüte.

Aufgrund seiner ursprünglich brasilianischen Herkunft freut sich der Weihnachtskaktus außerdem über ein regelmäßiges Besprühen mit Wasser. Da die Schlumbergera eine kalkfeindliche Pflanze ist, verwendet man zum Gießen und zum Sprühen möglichst Regenwasser oder enthärtetes Leitungswasser.

Wie bringt man den Weihnachtskaktus zum Blühen?

Wichtig für die Pflanze ist auch eine jährliche Ruhephase: Wenn man erreichen möchte, dass der Weihnachtskaktus pünktlich zur Weihnachtszeit blüht, sollte man ab September das Gießen reduzieren. Für etwa sechs Wochen halten Sie den Kaktus nahezu trocken in einer kühlen Umgebungstemperatur bei rund 17 bis 20 Grad. Sobald sich dann die ersten Knospen zeigen, kann man der Pflanze allmählich wieder mehr Wasser geben, sie wieder bei normaler Zimmertemperatur halten und auch ein wenig düngen.

Wie kann man den Weihnachtskaktus vermehren?

Schlumbergera können im Frühjahr und Sommer einfach durch Stecklinge vermehrt werden. Man schneidet einen Trieb mit zwei oder drei Gliedern ab, lässt die Schnittstelle einige Stunden antrocknen und steckt das unterste Glied vorsichtig so weit in die Erde, dass der Steckling aufrecht stehen bleibt und nicht mehr umfällt. Für ein dichteres Wuchsbild können auch mehrere Stecklinge an den Rand eines größeren Pflanzgefäßes gesetzt werden. Man kultiviert die Stecklinge direkt wie große Pflanzen. Nach etwa vier Wochen sollten sich dann neue Triebe bilden.

Schlumbergera truncata (Quelle: imago images/Leemag)Schlumbergera truncata: Der Weihnachtskaktus lässt sich mit Stecklingen vermehren. (Quelle: Leemag/imago images)

Rückschnitt: Muss man den Weihnachtskaktus vor Vergreisen schützen?

Achten Sie darauf, dass der Weihnachtskaktus nicht zu groß wächst. Das tut der Pflanze nicht unbedingt gut. In diesem Fall sollten Sie die Sprossglieder entfernen. Drehen Sie hierzu junge Sprossglieder einfach an der Ansatzstelle ab. Ältere sollten Sie hingegen abschneiden. Im Frühjahr, spätestens zu Beginn des Sommers, sollte der Hobbygärtner dies gemacht haben, damit die Pflanze noch die Chance hat, neue Sprosse für die winterliche Blüte zu bilden. Bei einer Verjüngung sollten vor allem vertrocknete und vergreiste Triebe herausgenommen werden. So bleibt die Pflanze vital und ansehnlich sowie auch gut zu pflegen.

Was hilft gegen Schädlinge beim Weihnachtskaktus?

Um Schädlingen und Krankheiten bei Ihrem Weihnachtskaktus vorzubeugen, sollten Sie ihn ausreichend pflegen. Stellen Sie die Pflanze dafür in den Sommermonaten am besten ins Freie und denken Sie an eine ausreichende und regelmäßige Nährstoffzugabe. Wichtig ist auch, dass die Erde vor dem erneuten Gießen vollständig durchgetrocknet ist. Denn auf feuchter Erde fühlen sich Schädlinge, wie beispielsweise Trauermücken, sehr wohl.

Im Winter sollten Sie darauf achten, dass die Kakteen vor Zugluft geschützt sind und an einem kühlem Ort stehen. Heizungsluft ist sehr trocken. Das schadet den teilweise empfindlichen Pflanzen, schwächt sie und macht sie anfällig für Schädlinge und Krankheiten.

Neben den bekannten Krankheiten wie Wurzelfäule oder Stammfäule und Schädlingen wie Trauermücken, können Weihnachtskakteen auch von Blattläusen und Schildläusen befallen werden. Ist das der Fall, sollten Sie die Pflanze unter fließendem Wasser abbrausen und so die Schädlinge wegspülen. Zusätzlich empfiehlt es sich, spezielle Mittel aus dem Fachhandel zu verwenden, die in das Gießwasser gegeben werden. 

Wichtig ist, umgehend gegen Krankheiten und Schädlingen vorzugehen. Andernfalls kann Ihr Kaktus nachhaltig geschädigt werden und ist unter Umständen nicht mehr zu retten. Zudem verhindern Sie so, dass sich die Parasiten, Erreger und Schädlinge weiter ausbreiten und andere Pflanzen befallen. 

Steckbrief Weihnachtskaktus

Weihnachtskaktus (Schlumbergera)

 

Standort

Halbschatten bis sonnig und warmer Standort. Pralle Sonne vermeiden.
Eher als Zimmerpflanze geeignet.

Boden

sandige bis lehmige Erde. Substrat ist besser geeignet.
pH-Wert 5,5 bis 6,0

Düngen

Mineralisch oder organischen Dünger
Grünpflanzendünger oder Volldünger
April bis September monatlich.
Während der Ruhephase (ab Oktober) nicht düngen.

Gießen

Regelmäßig; die Erde sollte leicht feucht sein. Staunässe unbedingt vermeiden.
- während der Blütezeit wöchentlich.
- während der Ruhephase nur noch sehr selten oder ganz einstellen.

Blütezeit

November bis Januar.

Überwintern

Im Haus. Schlumbergera ist sehr kälteempfindlich.

Wissenswertes

Der Weihnachtskaktus hat keine Stacheln, sondern feine Borsten.

Obwohl seine Triebe nicht wie bei anderen Kakteen nach oben ragen, sondern nach unten wachsen, kann das Kakteengewächs bis zu 40 Zentimeter hoch werden. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Gartenjournal
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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