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F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Die richtige Blumenerde f├╝r Ihre Pflanzen

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 09.05.2022Lesedauer: 6 Min.
Blumenerde: Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend.
Blumenerde: Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend. (Quelle: Cleardesign1/getty-images-bilder)
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Damit Ihre Blumen auf der Terrasse und dem Balkon gedeihen, ben├Âtigen Sie Pflege und vor allem die richtige Blumenerde. Sie ist die Grundlage f├╝r gesunde Pflanzen. Woran erkennen Sie gute Pflanzerde? Ist Spezialerde sinnvoll? Sollten Sie Erde aus dem Baumarkt oder Supermarkt kaufen?

Das Wichtigste im ├ťberblick


  • Muss ich Topferde jedes Jahr tauschen?
  • Woran erkenne ich gute Blumenerde?
  • Verwenden Sie Erde ohne Torf
  • Ist Spezialerde sinnvoll?
  • Wie unterscheiden sich die Blumenerden?
  • Wie l├Ąsst sich Blumenerde selbst herstellen?

Ihre Pflanzen im K├╝bel oder Topf sehen nicht kr├Ąftig aus, bl├╝hen selten oder sind anf├Ąllig f├╝r Sch├Ądlinge? Dann kann dies an der Blumenerde liegen. Wir geben Tipps, damit Sie lange Freude an Ihren Pflanzen auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse haben.


So kompostieren Sie richtig

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Muss ich Topferde jedes Jahr tauschen?

K├╝belpflanzen erhalten ihre N├Ąhrstoffe lediglich aus der Erde in ihrem Topf. Bereits nach einer Gartensaison sind die Mineralien verbraucht. Dar├╝ber hinaus k├Ânnen sich in ihr zwischenzeitlich Pilzsporen und Sch├Ądlinge eingenistet haben, die die Pflanze krank machen. Es ist daher sinnvoll, vor der neuen Saison und somit der Neubepflanzung der Gef├Ą├če, die Blumenerde komplett auszutauschen.

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Gartenarbeit: Damit die Pflanzen gut gedeihen, ist die richtige Blumenerde entscheidend. (Quelle: AlexRaths/getty-images-bilder)

Bei Pflanzen, die gr├Â├čer sind und in einem gr├Â├čeren K├╝bel wachsen, reicht es aus, die Erde etwa alle zwei bis drei Jahre komplett neu auszutauschen.

Zwar kann zumindest der N├Ąhrstoff- und Mineralgehalt mit dem entsprechenden D├╝nger etwas verbessert werden. Die Krankheitserreger oder Larven und Eier von Sch├Ądlingen, wie beispielsweise von der Trauerm├╝cke, bleiben dennoch weiterhin erhalten. Dar├╝ber hinaus kann sich bei schlechter Lagerung der S├Ąuregehalt der Erde ├Ąndern: Das kann f├╝r viele Pflanzen sch├Ądlich sein.

Entsorgen m├╝ssen Sie alte Blumenerde, die noch gut aussieht, nicht. Mit ihr k├Ânnen Sie beispielsweise Beete auff├╝llen, sie zur Bodenverbesserung im Garten nehmen oder sie auf den Kompost geben.

Woran erkenne ich gute Blumenerde?

Gute Blumenerde erkennen Sie an ihrem Aussehen. Hochwertiges Substrat:

  • ist locker.
  • ist fein, sodass sie in der Hand zerf├Ąllt.
  • hat wenig grobe Bestandteile.
  • besteht haupts├Ąchlich aus D├╝ngemitteln, Kalk und Zuschlagstoffen.

Auch ein hoher Humusgehalt kann auf gute Qualit├Ąt hindeuten. Der Bestandteil sorgt daf├╝r, dass die Erde gut bel├╝ftet ist und die N├Ąhrstoffe und Mineralien erhalten bleiben.

Der Hersteller oder die Verpackung sind hingegen kein Garant f├╝r gute Erde. Denn alleine durch die falsche Lagerung im Handel kann sie an Qualit├Ąt einb├╝├čen.

Tipp
Die Farbe des Substrats gibt keinen Hinweis auf die Qualit├Ąt. Einige Hersteller f├╝gen ihrem Produkt Ersatzstoffe und F├Ąrbemittel zu, die die Farbe der Erde ver├Ąndern k├Ânnen.

Wie erkenne ich schlechte Erde?

Enth├Ąlt das Substrat viele Grobteile wie Rinde, Borke und Torf, ist sie sehr feucht oder riecht sie schlecht, sollten Sie sie nicht kaufen oder verwenden. Wird sie beim Gie├čen schnell schlammig und klumpig und bildet sie anschlie├čend beim Trocknen eine feste Kruste, entsorgen Sie sie besser. In diesem Fall handelt es sich ebenfalls um ein eher minderwertiges Produkt. Auch ein hoher D├╝ngemittelanteil kann ein Anzeichen f├╝r mindere Qualit├Ąt sein.

Vor allem durch den Preisdruck kommt es oft dazu, dass sich in Blumenerde Holzfasern, Kompostreste oder andere Recycling-Materialien befinden. Schlechte Blumenerde hat dar├╝ber hinaus einen hohen Salz- und Sandgehalt.

Wird Blumenerde bei falscher Lagerung schlecht?

Wird die Blumenerde falsch gelagert, also zu warm, luftundurchl├Ąssig oder zu feucht, kann sie schlecht werden:

  • N├Ąhrstoffe werden ausgewaschen, wenn die Erde zu nass ist.
  • Schimmelsporen und andere Pilze k├Ânnen sich ausbreiten.
  • Der S├Ąuregehalt kann sich ver├Ąndern.
  • Der Stickstoffgehalt kann sich verringern.
  • Sch├Ądlinge k├Ânnen sich vermehren.
  • Unkrautsamen k├Ânnen in der Blumenerde wachsen. Sie entziehen wichtige N├Ąhrstoffe.

Verwenden Sie Erde ohne Torf

Aus Umweltschutzgr├╝nden sollten Sie bei Blumenerde zu torffreien Produkten greifen. Substrat mit Torf oder allgemein Torferde wird aus Mooren gewonnen. Sie sind jedoch ein wichtiger Lebensraum f├╝r zahlreich bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Dar├╝ber hinaus binden Moore gro├če Mengen an Kohlendioxid, das sch├Ądlich f├╝r das Klima ist.

Achten Sie beim Kauf auf die Bezeichnung "torffrei" oder "torfreduziert". Bei den so deklarierten Produkten wird der Torf durch andere Stoffe ersetzt. Der Bund f├╝r Umwelt und Naturschutz (BUND) bietet zudem auf seiner Internetseite eine ├ťbersicht zu torffreien Produkten.

Ist Spezialerde sinnvoll?

Umtopfen
Umtopfen: Die meisten Hobbyg├Ąrtner kommen mit Universalerde aus. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn)

Im Baumarkt, Gartencenter und Fachhandel gibt es zahlreiche Substratarten wie Rosensubstrat, Aussaaterde oder Pflanzerde, die auf die Bed├╝rfnisse der Pflanzen abgestimmt sein sollen. Das ist allerdings nicht immer n├Âtig. Spezialerde ben├Âtigen vor allem Pflanzen mit besonderen und hohen Anspr├╝chen wie beispielsweise

F├╝r Ihre K├╝bel- und Topfpflanzen reicht Universalerde aus.

Wichtig ist bei der Wahl des geeigneten Produkts, auf seine Zusammensetzung zu achten: Sind der Stickstoff- und Phosphorgehalt ausreichend? Wie hoch ist der pH-Gehalt? Sind alle Inhaltsstoffe vorhanden, die die Pflanze ben├Âtigt?

Wie unterscheiden sich die Blumenerden?

Auf den ersten Blick ist Blumenerde schwer auseinanderzuhalten. Allerdings gibt es gro├če Unterschiede bei den Inhaltsstoffen und der H├Âhe ihres jeweiligen Anteils im Produkt. Blumenerden unterscheiden sich vor allem in sechs Punkten:

  1. dem Torfanteil
  2. dem Humusanteil
  3. dem N├Ąhrstoffgehalt (Kompost, Kalk, D├╝nger, Kalk)
  4. den Zusatzstoffen (Algen,Holz- und Kokosfasern)
  5. der Struktur
  6. der Wasserspeicherkapazit├Ąt (Mineralanteil wie Sand, Schluff, Steine, Ton).

Mithilfe der richtigen Zusammensetzung dieser Inhaltsstoffe kann auf die besonderen Bed├╝rfnisse einiger Pflanzen eingegangen werden.

Anzuchterde

Sie ist sehr fein und stabil. Ihr N├Ąhrstoff- und Salzgehalt ist gering. Sie hat einen niedrigen D├╝ngeranteil.

Die Spezialerde eignet sich f├╝r Samen, Stecklinge und Anzucht von Gem├╝se, da sie durch ihre Struktur die Wurzelbildung beg├╝nstigt.

Blumenerde

Sie hat einen niedrigen D├╝ngeranteil. Auch der Anteil an mineralischen Zusatzstoffen wie Kies und Sand ist sehr gering. H├Ąufig mengen Hersteller Rindenmulch, Holzfasern und Borke unter die Blumenerde, um den Torfanteil m├Âglichst gering zu halten.

Blumenerde ist geeignet f├╝r Topf- und Balkonpflanzen, Stauden- und Blumenbeete oder Zimmerpflanzen. Um die Qualit├Ąt von Blumenerde zu verbessern, k├Ânnen Sie Kompost im Verh├Ąltnis von 2:1 hinzugeben.

Gem├╝seerde

Sie hat einen hohen Anteil an N├Ąhrstoffen. H├Ąufig mischen Hersteller tierische D├╝ngemittel wie Hornmehl oder Hornsp├Ąne bei.

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Die Spezialerde ist geeignet f├╝r Gem├╝sepflanzen, die einen hohen N├Ąhrstoffbedarf haben wie beispielsweise Tomaten.

Kakteenerde

Kakteenerde ist sehr durchl├Ąssig. Ihr Anteil an Sand und Steinen ist hoch, wodurch sie locker ist und Staun├Ąsse gr├Â├čtenteils vermieden werden kann.

Sie ist geeignet f├╝r Sukkulenten wie beispielsweise Kakteen.

Kr├Ąutererde

Sie ist n├Ąhrstoffarm und relativ durchl├Ąssig. Im Vergleich zu anderen Substraten enth├Ąlt sie viele Mineralien. Zur Verbesserung der Struktur geben Hersteller h├Ąufig Quarzsand hinzu.

Sie eignet sich f├╝r die Aufzucht von Kr├Ąutern.

K├╝belpflanzenerde

Sie ist strukturstabil und reich an N├Ąhrstoffen. Ihr Anteil an Mineralien ist relativ hoch. H├Ąufig enth├Ąlt sie Torf, Lavagranulat oder Sand.

Die Spezialerde eignet sich f├╝r Topf- und K├╝belpflanzen, die das ganze Jahr ├╝ber drau├čen auf dem Balkon oder der Terrasse stehen.

Orchideensubstrat

Sie ist fest und hat einen hohen Anteil an Pinienrinde oder rindenmulch├Ąhnlichen Bestandteilen. Dadurch bekommen Orchideen einen ausreichenden Halt. Durch ihre Luft- und Wasserdurchl├Ąssigkeit wird Wurzelf├Ąulnis verhindert.

Das Substrat ist geeignet f├╝r Orchideen, Nestfarne sowie andere Aufsitzerpflanzen.

Pflanzerde

Sie besteht oft aus kompostierten Pflanzenteilen sowie aus Kokos- und Holzfasern. H├Ąufig enth├Ąlt sie auch Guano oder Algen, wodurch ihr D├╝ngeranteil anfangs hoch ist. Sie ist humusreich (Rindenhumus).

Das Substrat eignet sich f├╝r den Garten, das Gew├Ąchshaus und das Hochbeet. Gartenblumen, Stauden und Geh├Âlze gedeihen auf ihr gut. F├╝r Moorbeetpflanzen ist die Erde nicht geeignet.

Rhododendronerde/Moorbeeterde

Sie ist humos, speichert Feuchtigkeit gut und ist luftdurchl├Ąssig. Ihr N├Ąhrstoffgehalt ist hoch. Auch ihr Anteil an Sand und Holzfasern ist im Vergleich zu anderen Substraten h├Âher. Dadurch wird ihre Durchl├Ąssigkeit von Wasser und Luft verbessert. Das kommt den Wurzeln zugute.

Die Spezialerde ist f├╝r Rhododendren und andere Moorbeetpflanzen geeignet.

Teicherde

Sie ist n├Ąhrstoffarm und bindet N├Ąhrstoffe. Teicherde hat ein hohes Gewicht ÔÇô einerseits um das Auftreiben der Teichfolie zu verhindern, andererseits um den Teichpflanzen gen├╝gend halt zu bieten.

Wie l├Ąsst sich Blumenerde selbst herstellen?

Kompost: Mithilfe der W├╝rmer wird aus Kompost n├Ąhrstoffreiche Erde f├╝r Ihre Pflanzen.
Kompost: Mithilfe der W├╝rmer wird aus Kompost n├Ąhrstoffreiche Erde f├╝r Ihre Pflanzen. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

Anstatt fertiges Substrat zu kaufen, k├Ânnen Sie Blumenerde auch selbst herstellen. Dazu ben├Âtigen Sie einen Kompost. Er sollte ├╝ber ein Jahr alt sein. Sieben Sie den Kompost und f├╝gen Sie Kokosfasern hinzu. Sie sind getrocknet und als Block gepresst im Handel erh├Ąltlich. Die Fasern sorgen daf├╝r, dass die Erde ihre Struktur beh├Ąlt, Wasser besser aufnimmt und speichert und gut durchl├╝ftet wird.

Pflanzen, die nur einen geringen N├Ąhrstoffbedarf haben, vertragen Kalk oft nicht gut. Mischen Sie hierf├╝r den Kompost und die Kokosfasern im Verh├Ąltnis von 1:4. Bei Pflanzen mit einem hohen N├Ąhrstoffbedarf sollte das Mischverh├Ąltnis bei 1:1 liegen. Geben Sie hier auch etwas Stickstoff sowie bis zu zwei Gramm Hornd├╝nger pro Liter Erde hinzu.

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Wichtig ist, dass Sie nach rund vier bis sechs Wochen erneut etwas Stickstoff hinzugeben. Einige Bestandteile binden den Stickstoff im Substrat, wenn sie sich zersetzen. Das macht das Nachd├╝ngen n├Âtig. Erst nach rund drei Monaten k├Ânnen Sie den Stickstoffd├╝nger durch Langzeitd├╝nger ersetzen.

Wie viel Blumenerde brauche ich?

Damit Sie nicht zu viel oder zu wenig Erde kaufen, sollten Sie vorher ausmessen, wie viele Liter Sie ben├Âtigen. F├╝r einen Balkonkasten, der zwischen 30 und 40 Zentimeter lang ist, sollten Sie rund zw├Âlf Liter Erde einplanen. Blumenk├╝bel, deren Durchmesser bei 46 Zentimetern liegt, ben├Âtigen rund 40 Liter Erde.

Wann muss ich nachd├╝ngen?

Zwar ist Blumenerde oft mit D├╝ngemitteln versetzt und somit noch reich an N├Ąhrstoffen, diese sind jedoch noch kurzer Zeit verbraucht. Es ist daher sinnvoll, nach einer gewissen Zeit nachzud├╝ngen. Geben Sie nach rund vier Wochen etwas Stickstoffd├╝nger hinzu. Etwa drei bis vier Monate danach k├Ânnen Sie auf Langzeitd├╝nger umsteigen. Achten Sie bei den Extra-N├Ąhrstoffen auch darauf, dass sie auf die Bed├╝rfnisse der Pflanzen abgestimmt sind. Achten Sie auch darauf, nicht zu viel zu d├╝ngen. Das kann der Pflanze schaden.

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